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09.10.2008 08:00
 
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Frühe Prävention und Hilfen [0]

Kreis Karlsruhe ps -
Kinder und Jugendliche möglichst früh "erreichen" ist das erklärte Ziel der Jugendarbeit in Karlsruhe (Foto: ka-news)
Zum ersten Mal seit drei Jahren trafen sich Mitglieder der Jugendhilfe- und Sozialausschüsse des Stadt- und Landkreises Karlsruhe am vergangenen Donnerstag zu einer gemeinsamen Sitzung im Casino des Landratsamtes Karlsruhe. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamtes hervor. Austausch und Diskussion über soziale Themen und gemeinsame Projekte standen im Vordergrund.

Die Mitglieder sowie die beiden Vorsitzenden, Erster Bürgermeister Harald Denecken und Landrat Christoph Schnaudigel, waren sich einig: Die Kooperation und Weiterentwicklung gemeinsamer Projekte von Stadt- und Landkreis sollen in Zukunft eine wichtige Rolle spielen.

Das Projekt "Frühe Prävention"/"Frühe Hilfen", das eine früh angesetzte bedarfsgerechte Unterstützung für Schwangere und Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern bis zu drei Jahren gewährleistet, hat sich im Stadt- und Landkreis Karlsruhe bewährt. Diese frühen Hilfen sollen ausgebaut und weiterentwickelt werden.

Behinderte Menschen mit "bis zu 70 Prozent der Lohnkosten" fördern

Bereits seit Jahren bestehe außerdem eine gemeinsame Arbeitsstruktur für den Stadt- und Landkreis Karlsruhe im Bereich der Jugendarbeit: die Jugendagenturen für den Stadt- und Landkreis Karlsruhe. Für den Landkreis ist die Kreisjugendpflege und für den Stadtkreis der Stadtjugendausschuss für dieses System verantwortlich. Gemeinsame Arbeitsschwerpunkte seien: Talente und Fähigkeiten Jugendlicher zu fördern und zu fordern, Jugendliche beim Übergang von Schule zu Ausbildung und Beruf zu unterstützen und innovative Projekte gemeinsam mit Schulen und Arbeitgebern zu entwickeln und umzusetzen. Das gemeinsame Kommunikationsorgan ist die Homepage www.jaka-ka.de.

Seit Juli 2007 fördert der Landkreis als Rehabilitationsträger die Integration behinderter Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt im Rahmen des Budgets für Arbeit. Wesentlich behinderte Menschen können auf diesem Weg mit bis zu 70 Prozenten der Lohnkosten dauerhaft gefördert werden. Neben privaten Arbeitgebern sind hier auch die gemeinnützige Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft im Landkreis Karlsruhe (BEQUA gGmbH), oder das Beschäftigungszentrum Karlsruhe (BZKA) wichtige Kooperationspartner. Auch die Städte und Gemeinden im Landkreis sind für das Projekt offen.

Neues Suchthilfenetzwerk

"Vorbildlich und in Baden-Württemberg bisher einmalig ist das gemeinsame Suchthilfenetzwerk im Stadt- und Landkreis Karlsruhe". Nach anfänglich getrennten Strategien im Aufbau kommunaler Suchthilfenetzwerke kamen die beiden Gebietskörperschaften mit den Kooperationspartnern angeblich überein, noch im Jahr 2008 ein gemeinsames Suchthilfenetzwerk zu errichten. Unter der Federführung und Steuerungsverantwortung von Stadt- und Landkreis sind als Partner der Suchtkrankenhilfe im gemeinsamen Suchthilfenetzwerk die Kranken- und Rentenversicherung, die Agentur für Arbeit, substituierende Ärzte, Kliniken, Suchtberatungsstellen und Selbsthilfegruppen vertreten.

Hilfen für pflegende Angehörige

Um wohnungslose Menschen unterzubringen, hat die Stadt Karlsruhe 2003 begonnen zur Senkung der Kosten der obdachlosenrechtlichen Unterbringung mit Karlsruher Hoteliers Rahmenverträge zu schließen sowie aufgrund des beengten Wohnungsmarktes in Eigenregie Wohnraum zu akquirieren. In Stutensee fand die Stadt einen interessierten Hotelier, der zur Belegung seines Hotels einen Rahmenvertrag mit der Stadt Karlsruhe abgeschlossen hat. Die Stadt Stutensee ist in das Konzept einbezogen.

Enge Verbindungen zwischen Stadt- und Landkreis Karlsruhe bestünden auch im Bereich der Pflegeplanung. Der flächendeckende wohnortnahe Ausbau der ambulanten und teilstationären Hilfen sowie der Entlastungsangebote für pflegende Angehörige "stehen im Vordergrund der Planungen" der Verwaltung. Da trotz Einstellung der Förderung bereits jetzt ein Überangebot an Dauerpflegeplätzen besteht, sollen künftig alternative Wohnformen für pflegebedürftige Senioren im Mittelpunkt stehen.

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