"Fest"-Macher verstimmt
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Karlsruhe hok -
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Bei solcher Rhetorik wundert es nicht, wenn Rolf Fluhrer, "Fest"-Macher, seinerseits querschießt. Immerhin ist das Karlsruher "Fest" beinahe doppelt so groß wie das Mannheimer Spektakel. An drei Tagen lockte das Festival in den vergangenen Jahren immer zwischen 150.000 und 200.000 Besucher in die Günter-Klotz-Anlage und das bei einem viel breiteren Angebot für die ganze Familie. "Das Fest" kann auf eine 21-jährige Tradition zurückblicken, die "Arena Of Pop" wurde mit "beträchtlichen Steuermitteln aus dem Boden gestampft", so der Vorsitzende des Stadtjugendausschusses, Christian Klinger, gegenüber dem Badischen Tagblatt.Und Fluhrer erklärt gegenüber der Zeitung, er fände es befremdlich das die Karlsruher Versicherungen in Mannheim als Sponsor auftreten, auf Anfragen des Stadtjugendausschusses aber stets strikt ablehnten, als es um Sponsoring für "Das Fest" ging. Scheinbar hat die Landesregierung Druck auf das Unternehmen ausgeübt.
"Wir könnten uns vor Besuchern nicht mehr retten"
Die Landesregierung bezuschusst die Mannheimer Veranstaltung mit nicht unerhebliche Mengen an Geld. Damit die "Arena Of Pop" auch in den kommenden vier Jahren abgehalten werden kann, fließen aus Stuttgart etwa 780.000 Euro. In Karlsruhe kommt der Stadtjugendausschuss ohne Landesmittel aus, vollkommen bewusst übrigens. "Ich bin grundsätzlich der Überzeugung, dass man ein solches Festival nur veranstalten sollte, wenn man die Kosten auch tragen kann", so Klinger gegenüber ka-news. Er finde es nicht gut, wenn das Land aktiv in die Förderung eingreift, wie in Mannheim geschehen. Lediglich einmal musste die Stadt eingreifen als der Stadtjugendausschuss ein Defizit von 225.000 Euro aus den vergangenen Jahren mit sich schleifte. Dieses Jahr hat "Das Fest" ein Budget von 984.000 Euro.
Es ist offensichtlich: Die "Arena Of Pop" und ihre Macher, Radio Regenbogen und das Land, verfolgen grundsätzlich eine vollkommen andere PR-Strategie als der Stadtjugendausschuss. Vokabeln wie "Mega" oder andere Superlative schmücken die jubilierenden Pressetexte der "Arena Of Pop". Karlsruhe hingegen tritt leiser auf. Aber es hat seine Gründe, warum "Das Fest" nicht in jedem Festivalführer vertreten ist und man lieber dezent auf die eigenen Qualitäten hinweist. "Wir verkraften einfach nicht noch mehr Besucher", erklärt Klinger, "wenn wir offensiver werben, könnten wir uns wohl kaum noch vor Besuchern retten." Aber schon so darf sich "Das Fest" ganz ungeniert als das größte Open-Air-Festival im Land bezeichnen, Mannheim hin oder her.




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