Die kleine ostafrikanische Republik Burundi ist laut Welthunger-Index 2007 das ärmste Land der Welt. Fast 50 Prozent der Bevölkerung sind unter 14 Jahre alt - aber nur die Hälfte aller Kinder besucht eine Schule. Für die Europäische Schule Karlsruhe, das Humboldt-Gymnasium und die Karlsruher Merkur Akademie International dringender Anlass, gemeinsam ein Zeichen zu setzen: "Karlsruher Schulen für Burundis Kinder", so das Motto des "Burundi-Abends" in der Europäischen Schule Karlsruhe - präsentiert von ka-news und dem "Wochenblatt".
Burundi - Kleinstes Land Afrikas, ärmstes Land der Welt
Die Republik Burundi gehört zu den kleinsten Ländern Afrikas, der 13 Jahre andauernde Bürgerkrieg zwischen den Ethnien der Hutu und Tutsi zerstörte Infrastruktur, Wirtschaft und führte zum Tod von über 300.000 Menschen. 59 Prozent der Bevölkerung Burundis lebt unter der Armutsgrenze. Über eine Million Flüchtlinge befinden sich noch in Lagern in Tansania und Burundi. Anders als das Nachbarland Ruanda erhält Burundi derzeit kaum internationale Hilfe, obwohl es unter den selben Problemen leidet: Hunger, Flucht und Vertreibung, armutsbedingte Krankheiten wie Tuberkulose sowie in zunehmendem Maße HIV/Aids.
 | | 50 Prozent der Bevölkerung Burundis sind Kinder (Foto: Philipp Ziser) |
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Mit der Absicht, die 1999 in Burundi gegründete Hilfsorganisation "Fondation Stamm" zu unterstützen, hat sich "burundikids" seit 2003 die Verbesserung der Lebenssituation zum Ziel gemacht. Materielle Unterstützung in Form von Kleiderspenden, aber auch langfristige Hilfe, ist nach dem mehr als zehn Jahre andauernden Bürgerkrieg die Aufgabe von "burundikids". Straßenkinder, Kriegs- und Aidswaisen sollen in Burundi ein Zuhause bekommen. Dazu gehört neben der Unterkunft in einem Heim ausreichende Ernährung, Kleidung, medizinische Grundversorgung sowie eine Ausbildungsförderung.
"Für ein Jahr in Burundi"
Ein Jahr verbrachte Philipp Ziser, Karlsruher Journalist und ka-news-Mitarbeiter, in Burundi. Unter dem Titel "Für ein Jahr in Burundi" schilderte er bei ka-news in mehreren Teilen seine Erlebnisse und Eindrücke. In der letzten Folge der 15-teiligen Serie, die am 26. August mit dem Titel "Wie viele Kühe ist die Braut denn wert?" erschien, schildert er seine Eindrücke von burundischen Hochzeiten (ka-news berichtete). Bis September absolvierte er zusammen mit drei anderen jungen Leuten ein soziales Jahr in Burundi und arbeitete ehrenamtlich für "burundikids", einem Verein, der sich besonders um die Kinder des Landes kümmert, um ihnen, wie Ziser schreibt, "wenigstens eine kleine Perspektive für das weitere Leben zu geben".
Nach einem Grußwort von Direktor Tom Hoyem beim "Burundi-Abend" am Dienstag, 27. November, um 19 Uhr in der Europäischen Schule Karlsruhe, wird Ziser, unterstützt von Marco Kalbusch (Vereinte Nationen in Burundi), über seine Erfahrungen in den Hilfsprojekten mit Waisen, Straßenkindern und ehemalige Kindersoldaten in Burundi berichten. Für musikalische Abwechslung wird der Hohenwettersbach-Bergwalder Gospelchor mit einem afrikanischen Programm sorgen. Auf einem kleinen Marktstand werden Schmuck und Güter aus den Kinderheimen in Burundi ausgestellt und zum Verkauf angeboten. Für einen kleinen Imbiss ist ebenfalls gesorgt. Alle Einnahmen des "Burundis-Abends" fließen in die Projekte von "burundikids".
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