15  

Karlsruhe Zeit für "Big Points": KSC vor nächstem "Endspiel" um den Klassenerhalt

Der Karlsruher SC möchte auch weiterhin an seine Chance im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga glauben. Dafür wäre ein Erfolg im Gastspiel bei Schalke 04 aber dringend nötig.

Beim KSC denkt man in diesen Tagen nur von (End-)Spiel zu (End-)Spiel. Jede Woche wird zu einer Schlüsselpartie erklärt. Irgendwann muss es doch mal klappen mit den ersehnten drei Punkten. Am Ende steht man, bis auf die Begegnung gegen Gladbach (0:0), aber immer mit leeren Händen da. Die Verantwortlichen versuchen sich in Durchhalteparolen, es sei noch genug Zeit um den Klassenerhalt zu sichern. Doch unabdingbar dafür wäre es, Tore zu schießen. Etwas, was das Ligaschlusslicht bereits seit 630 Minuten nicht mehr getan hat. Dass sich dies gegen die "Knappen" von Schalke 04 ändert, daran möchte man in der Fächerstadt gerne glauben, vorstellbar ist es aber nur schwer.

"In der derzeitigen Lage sind wir fast schon gezwungen auch mal einen Erfolg bei einem Spitzenteam zu erzielen", weiß Cheftrainer Ede Becker angesichts der prekären Situation des Ligaschlusslichts und schiebt etwas optimistischer nach: "In Wolfsburg und München haben wir gezeigt, dass wir mithalten können. Zudem sind wir in der verdammten Pflicht uns noch nicht am Ende zu sehen." Allerdings weiß der Coach auch, dass es so langsam eng wird im Abstiegskampf. Denn jede Partie ohne Punkterfolg verringert für die Badener die Chance die Liga zu halten. "Jetzt bist du halt auch mal gezwungen einen 'Big Point' zu landen, um dann wieder Boden unter die Füße zu bekommen." Dass seine Mannschaft gewillt ist, sich am Samstag (Anpfiff 15.30 Uhr) auf Schalke so teuer wie möglich zu verkaufen, davon ist der 52-Jährige überzeugt: "Ich habe bei keinem Spieler das Gefühl, dass er sich trotz unserer schweren Situation, irgendwie hängen lässt. Da ziehen alle mit."

Auch die Fans stehen weiterhin hinter ihrem KSC. 2.800 Anhänger werden nach Gelsenkirchen reisen, wo erneut Godfried Aduobe in der Startelf stehen wird. Auch Christian Timm darf sich derzeit noch Hoffnungen auf einen Einsatz machen. Immerhin hatte er vor einem Jahr gegen Schalke sein wohl bestes Spiel im KSC-Trikot absolviert und damals beide Treffer zum 2:0-Erfolg der Badener erzielt. Offen ließ Becker hingegen die Frage, ob er mit einer oder zwei Sturmspitzen beginnen möchte. Abhängig davon wäre dann auch die Personal Marco Engelhardt, dem erneut der Platz auf der Bank droht.

Die Reise nicht mit antreten werden definitiv Massimilian Porcello (Knieprobleme), Bradley Carnell (Wadenverletzung), Joshua Kennedy (nicht berücksichtigt) sowie Jeff Kornetzky. Der Ersatzkeeper wird wegen eines im Training erlittenen Kapselrisses und einer Verletzung im Sprunggelenk voraussichtlich vier Wochen pausieren müssen. Eine Operation scheint derzeit aber nicht nötig. Gute Nachrichten gibt es zudem von Kapitän Maik Franz. Der Abwehrspieler trainierte unter der Woche zweimal komplett mit der Mannschaft und könnte bereits in zwei Wochen zur Auswärtspartie gegen Bayer Leverkusen wieder im Kader stehen.


            
Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Unsere Sonderthemen
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen