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Karlsruhe KSC hofft auf Trendwende gegen Bochum - Dohmen von "Idioten" genervt

Fußball-Bundesligist Karlsruher SC gastiert am Sonntag zum Rückrundenauftakt im rewirPower-Stadion beim VfL Bochum. Dabei möchte die Mannschaft nach der blamablen Vorstellung im DFB-Pokal am Mittwoch gegen den SV Wehen Wiesbaden endlich einmal wieder für positive Nachrichten in der Fächerstadt sorgen.

Gerade einmal vier Tage nach der 0:1-Niederlage gegen den Zweitligist hat der KSC einen echten Charaktertest vor der Brust. „Die Geschehnisse vom Mittwoch sind noch nicht aus dem Kopf. Die Art und Weise wie wir ausgeschieden sind steckt allen noch in den Knochen“, so Cheftrainer Edmund Becker.

Noch immer wirkt der Übungsleiter ratlos aufgrund des schlechten Auftretens seiner Mannschaft: „Es kann nicht sein, dass wir gegen einen Zweitligisten so auftreten, wir müssen vor dem Tor einen besser agieren und uns mehr Chancen erarbeiten. Über 75 Minuten waren wir einfach viel zu harmlos.“ Dabei vermisste Becker auch eine gewisse Körpersprache bei seinen Profis. „Vom Willen und der Aggresivität her war das absolut nichts.“

In Bochum habe man nun aber die Möglichkeit wieder etwas Selbstvertrauen zu tanken. Immerhin befindet sich der VfL in einer ähnlichen Lage wir die Badener. „Gerade gegen die direkten Konkurrenten müssen wir besser auftreten und punkten“, weiß auch Becker. Sollte es seinen Mannen auf dem Rasen gelingen das bessere Stehvermögen an den Tag zu legen und weniger Fehler zu machen, könnte es durchaus zum ersten positiven Erlebnis des neuen Jahres in einem Pflichtspiel kommen.

Verzichten muss der KSC jedoch auf vier Spieler. Der verletzte Kapitän Maik Franz wurde am Donnerstag erfolgreich an der Ferse operiert, wird allerdings voraussichtlich noch bis Mai ausfallen. Auch Ersatzkapitän Christian Eichner ist wegen einer Grippe bis Montag krank geschrieben. Bradley Carnell (Zerrung) und Alexander Iashvili (Fieber) werden die Reise nach Bochum wohl auch nicht antreten können.



So ist Becker gegenüber der Partie gegen Wehen Wiesbaden zumindest auf einer Position zu einer Umstellung gezwungen. Demnach könnte Stefano Celozzi auf die linke Abwehrseite rücken, Andreas Görlitz rechts verteidigen. Doch auch Stefan Buck wäre eine mögliche Alternative auf der Außenbahn. In diesem Fall würde der kroatische Neuzugang Dino Drpic in die Startformation rücken.

„Wenn möglich soll er am Sonntag mit nach Bochum reisen und zumindest auf der Bank platz nehmen. Unser Ziel sollte dabei sein, einen solch guten Spieler schnellstmöglich in die Mannschaft zu integrieren. Dabei sollten wir aber auch die Eindrücke und die personelle Situation am Samstag vor der Abreise beachten.“

Nach der Pleite im Pokal ließ KSC-Manager Rolf Dohmen am Freitag auch die Möglichkeit einen vierten Neuzugang noch vollkommen offen. „Wir beobachten den Markt. Allerdings werden die Spieler, die uns weiterhelfen könnten, in der Winterpause wahrscheinlich eher nicht hergegeben.“

Und auch ein weiteres ernsthaftes Thema lag dem Manager am Herzen. Der Ordner, der am Mittwoch nach Spielende schwer verletzt wurde, wird aller Voraussicht nach zu 90 Prozent seine alte Sehstärke nicht mehr erreichen. Auch eine Operation stehe nach Informationen von Dohmen derzeit noch im Raum. „Das war absolut niveaulos. Aber da sieht man mal, dass solche Deppen wohl nie aussterben“, zeigte sich der Manager wütend. Man habe von Vereinsseite fünf Personen mit sofortigem Stadionverbot bestraft, „von so etwas lassen die sich aber nicht abschrecken“. 
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