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Karlsruhe KSC bastelt weiter am Neuaufbau: Innenverteidiger gesucht

In 18 Tagen endet für den Karlsruher SC die Sommerpause. Am 28. Juni bittet Trainer "Ede" Becker seine Mannschaft erstmals auf den Trainingsplatz. Bis dahin laufen die Arbeiten im Hintergrund weiter auf Hochtouren, denn noch gibt es einige Baustellen im Kader des Absteigers.

Das Mittelfeld der Badener nimmt langsam Formen an, doch im Angriff und in der Abwehr ist der KSC noch kräftig unterbesetzt. Mit Stefano Celozzi und Sebastian Langkamp stehen derzeit nur zwei gelernte Verteidiger im geplanten Aufgebot. Dazu kommt Allrounder Stefan Buck. Mit einem Verbleib des kroatischen Nationalspielers Dino Drpic wird nach dem bitteren Gang in die 2. Liga dagegen nicht gerechnet. Er soll verkauft werden, um die geforderten zwei Millionen Euro Transferüberschuss zu erzielen. Auch aus diesem Grund äußerte sich Becker in dieser Woche gegenüber dem "kicker": "Wir brauchen noch zwei Innenverteidiger."

Ganz weit oben auf dem Wunschzettel des Coachs soll Marco Pischorn vom VfB Stuttgart stehen. Der 23-Jährige kommt derzeit auf vier Bundesliga-Einsätze, zählte in der vergangenen Saison aber zu den Leistungsträgern in der zweiten Mannschaft. Der 1,88 Meter große Defensivspieler besitzt bei den Schwaben noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2010, könnte allerdings für eine geringe Ablösesumme in den Wildpark wechseln. Das Interesse an Fabian Schönheim (SV Wehen Wiesbaden) scheint hingegen wieder etwas abgekühlt zu sein. 

Vor einer Weiterverpflichtung stehen zudem Martin Stoll und Timo Staffeldt. Letzterer könnte eine Option für die Außenverteidigerposition sein, sollte Buck ins Abwehrzentrum rücken. Ebenfalls weiterhin im KSC-Trikot auflaufen soll Godfried Aduobe. Dem 34-jährigen Ghanaer liegt ein Angebot über zwei Jahre vor. Wie bei Alexander Iashvili besteht aufgrund des angebotenen Gehalts jedoch noch Gesprächsbedarf.

Dabei könnte gerade der Georgier ein wichtiger Faktor in der neuen Becker-Elf werden. Gemeinsam mit Macauley Chrisantus soll er in der zweiten Liga für die nötige Torgefahr sorgen. Angesichts der Abgänge von Sebastian Freis (Köln) und Edmond Kapllani (Augsburg), sowie den wenig überzeugenden Leistungen von Joshua Kennedy und Christian Timm, werden Manager Rolf Dohmen und Becker aber auch weiterhin den Markt nach jungen und spielfreudigen Offensivspielern sondieren. 

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