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Karlsruhe Franz zurück - KSC-Kapitän signalisiert: "Bleibe auch in Liga zwei!"

Als Maik Franz in der 77. Minute der Partie gegen Hoffenheim – Endstand: 2:2 – aufs Spielfeld kam, da brodelte es im Wildpark. Die Fans begrüßten ihren Liebling frenetisch. So, als wäre der große Blonde der Heilsbringer. Mit "Maiki", wie ihn die KSC-Anhänger geradezu liebevoll rufen, sprach Peter Putzing.

ka-news: Die Begrüßung durch die Fans muss doch richtig gut getan haben.
Franz: Absolut. Das hat mich riesig gefreut und war etwas Besonderes. Vielen Dank an die Fans für diesen Empfang. Das war Gänsehaut-Feeling. Die Leidenszeit ist vorbei. Ich freute mich auf jeden Fall riesig, wieder Stadionluft schnuppern zu dürfen. Zum Spiel: Unentschieden sind für uns eigentlich zu wenig.

ka-news: Woran lag's, dass wieder kein Dreier raus kam?
Franz: Am Ende hat uns nur ein klein wenig das Glück gefehlt, sonst hätten wir den so ersehnten Dreier doch noch geschafft. Aber: Es geht weiter - immer weiter. Wir haben den Kampf um den Klassenerhalt noch nicht verloren. Wir haben durchaus noch die Hoffnung den Rückstand aufzuholen. Es bleiben vor allem noch drei Heimspiele. Die müssen gewonnen werden – und das wird uns gelingen.

ka-news: Worauf basiert dieser Optimismus?
Franz: Wir funktionieren noch als Mannschaft. Der Wille ist da – und bei uns brennt noch das Feuer. Wir werden in der Liga noch ein richtiges Feuer entfachen. Und: Auch wenn es komisch klingt: Aber wir haben einen Punkt gut gemacht. Die anderen Teams zeigen auch Nerven. Das wird bis zum Ende der Saison spannend bleiben. Wir werden noch punkten und das wird ein ganz enges Finale, das wir hoffentlich für uns entscheiden werden. Ein gutes Barometer sind immer die Zuschauerreaktionen, und die Fans haben uns mit Applaus verabschiedet...

ka-news: ... aber diese Fans haben auch "Becker raus" gerufen.
Franz: Das war nicht schön. Und ich finde es nicht gut. Ich kann aber auch nachvollziehen, dass die Leute unzufrieden sind, denn wir stehen auf Platz 18 in der Tabelle. Ich finde es jedoch schade, dass man gegen den Trainer schießt. Ede Becker macht einen guten Job. Der Trainer hat Godi Aduobe aus dem Spiel genommen, weil der verletzt war. Das wussten nur wenige. Zudem: Ede Becker motiviert uns immer, versucht ständig etwas Neues – er macht sehr gute Arbeit. Wir stehen absolut hinter dem Trainer.

ka-news: Kann man das Positive aus dem Spiel gegen Hoffenheim so zusammenfassen: Der KSC hat nach 752 Minuten endlich wieder Tore erzielt – und Maik Franz ist zurück?
Franz: Ja, ich bin wieder da und die Torbremse ist gelöst. Gute Voraussetzungen, die Klasse noch zu halten. Die Konkurrenz im Kampf um den Klassenerhalt patzt auch immer wieder. Der Abstand zum rettenden Ufer ist nicht riesig.

ka-news: Aber wenn der Fall doch eintritt, dass der KSC in Liga zwei zurück muss: Wird dann Maik Franz im Wildpark bleiben? Wird "Iron-Maik" dann einen neuen Vertrag unterschreiben?
Franz: Nochmals: Ich gehe vom Klassenerhalt aus, daher stellt sich diese Frage für mich im Moment nicht. Wir müssen uns auf die Spiele konzentrieren.

ka-news: Aber spekulieren Sie doch ein wenig…
Franz: Dass ich mich beim KSC und in Karlsruhe wohl fühle, das ist alles andere als ein Geheimnis. Es ist nicht so, dass ich sage: Ich verlasse den KSC auf alle Fälle! Der Verein wird demnächst auf mich zukommen. Ich werde mir dann alles anhören, und wenn die Rahmenbedingungen passen, die Perspektiven gut sind - dann könnte ich es mir auch vorstellen, im Fall eines Abstiegs beim KSC zu bleiben.

ka-news: In Leverkusen können Sie nicht helfen. Sie sahen die fünfte gelbe Karte und sind gesperrt.
Franz: Leider. So habe ich jetzt nochmals 14 Tage Zeit, um Kraft und Kondition noch weiter zu verbessern. Im Heimspiel gegen Cottbus greife ich dann voll an. Zur Karte: Einsatz und Kampf gehört dazu. Das müssen wir alle zeigen.

ka-news: Und was trauen Sie den Kollegen gegen Leverkusen zu?
Franz: Das wird natürlich ganz, ganz schwer. Aber die haben ein Pokalspiel im Mittwoch, auch daher glaube ich: Da ist für uns etwas drin.

Interview: Peter Putzing

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