Gesunde Ernährung am Oberrhein
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Karlsruhe - Welchen Einfluss haben Spargel, Äpfel oder Walnüsse auf Adipositas, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs? Diese Fragen erforschen deutsche und französische Wissenschaftler im oberrheinischen Ernährungsnetzwerk nutrhi.net. Wissenschaftler vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) sowie vom Max Rubner-Institut (MRI) in Karlsruhe sind an dem Projekt beteiligt, das die Universität Straßburg koordiniert. Die Ergebnisse stellt das Netzwerk bei einem Symposium am Donnerstag, 24. Mai, in Straßburg vor, zu dem die interessierte Öffentlichkeit herzlich eingeladen ist. Den gemeinsamen Studiengang hat EUCOR im vergangenen Jahr zertifiziert.

Wie sich der Verzehr von Gemüse und Obst auf die Gesundheit auswirkt, erforschen
Wissenschaftler im deutsch-französischen Netzwerk nutrhi.net.
Ein besonderes Ziel des länderübergreifenden Verbunds ist, die Ernährungssituation am Oberrhein zu untersuchen und die Arbeit auf einer Forschungs- und Kommunikationsplattform zu vernetzen, die auch der Öffentlichkeit zur Verfügung steht. Außerdem entwickelten die Wissenschaftler Methoden zur Durchführung und Auswertung von Verzehrstudien am Oberrhein. Erste Ergebnisse einer Pilotstudie zum Lebensmittelkonsum, insbesondere von für die Oberrheinregion typischen Erzeugnissen wie Spargel, Erdbeeren oder Walnüssen, sowie zur Nährstoffversorgung der oberrheinischen Bevölkerung liegen bereits vor. Die Wissenschaftler untersuchten zudem Mechanismen, die bei der Entstehung von chronischen Krankheiten wie Krebs oder Diabetes beteiligt sind und erforschten die krankheitsvorbeugende Wirkung von Nährstoffen aus regionalen Erzeugnissen.
Die Ergebnisse des Projekts stellen die Wissenschaftler am Donnerstag, 24. Mai, beim Symposium „Regionale Lebensmittel im Dienste der Gesundheit“ im Maison de la Région in Straßburg vor. Das kostenlose Symposium wendet sich an Wissenschaftler, an Akteure im Bereich Gesundheit und Ernährung, an Akteure aus Lebensmittelindustrie und Wirtschaft sowie an Verbraucher. Informationen zum Programm gibt es unter http://www.nutrhi.net/fileadmin/files/plaquette_nutrhi_colloque_2012_BD.pdf. Eine vorherige Anmeldung ist Voraussetzung für die Teilnahme.
Außerdem zielt nutrhi.net auf die Vernetzung der Lehre im Bereich der Ernährungswissenschaften und Lebensmitteltechnologie: Ein wichtiger Teil des Projekts ist daher der Aufbau eines bilingualen Studiengangs am KIT und an der Université de Strasbourg, die Lehrveranstaltungen sind bereits im vergangenen Wintersemester für Studierende des Chemie-, Bio- und Wirtschaftsingenieurwesens sowie der Lebensmittelchemie angelaufen. Die Studierenden des KIT und der Université de Strasbourg nehmen gemeinsam an Exkursionen und zweisprachigen Blockkursen im Bereich Lebensmittelverfahrenstechnik in Straßburg und am KIT teil. Das Projekt nutrhi.net wird durch das Interreg IV Rahmenprogramm der EU kofinanziert.
2011 hat die Europäische Konföderation der Oberrheinischen Universitäten (EUCOR) dem Studiengang das EUCOR-Label verliehen – künftig soll er weiter ausgebaut werden. EUCOR, gegründet 1989, bildet ein deutsch-französisch-schweizerisches Meta-Netzwerk. Ziele von EUCOR sind, Kooperationen der Mitgliedsuniversitäten in Forschung und Lehre, Verwaltung, Kultur und Sport zu fördern sowie die Mobilität der Studierenden zu unterstützen.
Weitere Informationen zum Projekt gibt es unter www.nutrhi.net.
Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts nach den Gesetzen des Landes Baden-Württemberg. Es nimmt sowohl die Mission einer Universität als auch die Mission eines nationalen Forschungszentrums in der Helmholtz-Gemeinschaft wahr. Das KIT verfolgt seine Aufgaben im Wissensdreieck Forschung – Lehre – Innovation.
Diese Presseinformation ist im Internet abrufbar unter: www.kit.edu




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