Berlin/Stuttgart Rund 84 600 Erstanträge auf Asyl in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg sind im vergangenen Jahr 84 610 Erstanträge auf Asyl gestellt worden. Das waren 11,7 Prozent aller Erstanträge in ganz Deutschland, wie das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge am Mittwoch mitteilte.

Baden-Württemberg liegt damit auf dem zweiten Platz nach Nordrhein-Westfalen mit fast 196 734 Anträgen (27,2 Prozent) und vor Niedersachsen mit 83 024 Anträgen (11,5 Prozent). Insgesamt wurden in Deutschland im vergangenen Jahr 745 545 Asylanträge eingereicht (einschließlich rund 23 000 Folgeanträge) - 268 869 mehr als 2015. Die Asylbewerber werden nach einem Schlüssel auf die Bundesländer verteilt.

Ein großer Teil der Antragsteller war bereits 2015 eingereist. Viele von ihnen konnten aber wegen der Überlastung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge nicht sofort einen Antrag stellen. «Der Berg unerledigter Anträge wird abgetragen», sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) in Berlin. Damit erklärt sich auch die Diskrepanz zu den Zahlen der neu in Baden-Württemberg angekommenen Flüchtlinge, die das Innenministerium für 2016 mit rund 31 000 (bis Ende November) beziffert hatte. Im Jahr 2015 waren mit rund 98 000 etwa dreimal so viele Flüchtlinge neu im Südwesten angekommen. Viele von ihnen konnten aber erst im Folgejahr einen Asylantrag stellen.

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