Lörrach Museum in Lörrach würdigt Reformation und andere Umbrüche

Zum 500. Reformationsjubiläum zeigt das Dreiländermuseum im badischen Lörrach in einer Sonderausstellung gesellschaftliche und politische Umbrüche. Die länderübergreifende Schau vergleiche die Reformationen in Baden, dem Elsass und in der Schweiz und

beleuchte ihre Folgen bis heute, sagte Museumsleiter Markus Moehring. Gezeigt würden mehr als 250 originale Exponate auf 400 Quadratmetern. Die Schau mit dem Titel «Reformationen. Der große Umbruch vor 500 Jahren am Oberrhein» öffnet erstmals diesen Samstag (7. Oktober). Sie ist bis Anfang April nächsten Jahres zu sehen.

«Als Martin Luther vor 500 Jahren seine Thesen veröffentlichte, hatte dies tiefgreifende Folgen auch am Oberrhein», sagte Moehring. Umbrüche waren die Konsequenz. In der Grenzregion wirkten so auch wichtige andere Reformatoren, die teilweise einen anderen Weg gingen. Die Ausstellung zeige die Vielfalt dieser Reformationen. Sie grenze sich damit ab von anderen Schauen zum Reformationsjubiläum.

Themen sind den Angaben zufolge unter anderem Bauernkrieg, Konfessionskriege, Wiedertäufer und Bilderstürmer sowie die auf Luther folgende katholische Gegenreformation. Informationen erhalten Besucher, passend zum Ort und Thema der Schau, in deutscher und französischer Sprache.

Anlass der Ausstellung ist der Beginn der Reformation vor 500 Jahren, der vom überlieferten Thesenanschlag Martin Luthers (1483-1546) an die Wittenberger Schlosskirche angestoßen wurde.

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