Wiesbaden Kriminologe: Fall des Supermarkt-Erpressers ungewöhnlich

Den Fall des Supermarkt-Erpressers vom Bodensee hält der Kriminologe und Psychologe Martin Rettenberger für äußerst selten. «Das ist auf jeden Fall eine ungewöhnliche Konstellation.

In der deutschen Kriminalgeschichte gibt es ein paar Fälle, die in diese Richtung gehen, aber die sind sehr selten», sagte der Direktor der Kriminologischen Zentralstelle in Wiesbaden im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur. In einem Zehn-Jahres-Zeitraum gebe es nur sehr wenige Fälle dieser Art.

Eine Gemeinsamkeit von Erpressungsversuchen mit vergifteten Lebensmitteln sei, dass die Täter innerhalb kurzer Zeit bundesweit, zum Teil darüber hinaus, einen «maximalen Aufmerksamkeitsfokus» erhielten. Er vermutet beim Täter ein «ausgeprägtes Geltungsbedürfnis». Wenn es nur um die Gier nach Geld ginge, ließen sich für Täter andere Wege finden.

Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Unsere Sonderthemen
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen