Der Wiener Kreis – Aktualität in Wissenschaft und Kunst

Wissenschaftliche Weltauffassung in gegenseitiger Durchdringung von Wissenschaft und Alltag Fr, 01.07.2016 | Ende Sa, 02.07.2016 | Symposium | ZKM_Kubus | Eintritt frei

Die Impulse des Wiener Kreises sind bis heute nicht nur in den modernen exakten Wissenschaften wie Physik, Mathematik, der Informatik sowie den Ingenieurwissenschaften allgegenwärtig, sondern haben weit darüber hinaus Disziplinen wie die Ökonomie, die Architektur, die Psychologie oder die Literatur bestimmt. Der Einfluss des Wiener Kreises geht über die sozialen Fortschrittsbewegungen bis in die moderne Kunst. Aus Anlass der Ausstellung »Der Wiener Kreis. Exaktes Denken am Rande des Untergangs« am Zentrum für Kunst und Medien veranstalten das Institut Wiener Kreis der Universität Wien, das Institut für Philosophie sowie das Institut für Technikfolgenabschätzung (ITAS) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und das Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) gemeinsam ein zweitägiges Symposium zur Wirkungskraft und Wirkungsgeschichte des Kreises von der kurzen Epoche seines Bestehens bis hin zur Gegenwart.

Programm Freitag, 1. Juli 2016
Programm Samstag, 2. Juli 2016

 

Freitag, 1. Juli 2016

Der Wiener Kreis – Retrospektive & Gegenwartsrelevanz
Sektionsleitung: Friedrich Stadler, Institut Wiener Kreis, Universität Wien

10:00-10:15 Uhr Begrüßung 
10:15-11:00 Uhr Friedrich Stadler (Universität Wien):
Der Wiener Kreis – Zur Gegenwartsrelevanz einer 
fächerübergreifenden und globalen
»wissenschaftlichen Weltauffassung«
11:00-11:45 Uhr Stefan Scherer (Karlsruher Institut für Technologie):
Der Wiener Kreis und die deutsche Literatur der
Zwischen- und Nachkriegszeit
12:00-12:45 Uhr Károly Kokai (Universität Wien):
Ästhetik und Logischer Empirismus – Zum kulturellen Umfeld
des Wiener Kreises
12:45-13:30 Uhr Johan Hartle (Hochschule für Gestaltung Karlsruhe):
Museumspädagogik und Bildstatistik. Otto Neuraths Politik
der Sichtbarkeit
13:30-15:00 Uhr Mittagspause

Der Einfluss des Wiener Kreises auf die modernen Natur- & Technikwissenschaften
Sektionsleitung: Rafaela Hillerbrand, Institut für Technikfolgenabschätzung / Institut für Philosophie, Karlsruher Institut für Technologie

15:00-15:45 Uhr Michael Stöltzner (University of South Carolina):
Moderne Physik und ihre Philosophie: Der Anspruch des Wiener Kreises
in Zeiten von LHC und Stringtheorie
16:00-16:45 Uhr Volker Peckhaus (Universität Paderborn):
Gödel, Einstein und der Wiener Kreis
17:00-17:45 Uhr Veronika Hofer (Universität Bielefeld):
Über die biologische Systemtheorie des Wiener Kreises
18:00-18:45 Uhr Thomas van Clarmann (Karlsruher Institut für Technologie):
Die Wiener, die Berliner, und das Klima 

Samstag, 2. Juli 2016

Politische Philosophie, Ökonomie und Mathematik als Gegenstand des Wiener Kreises
Sektionsleitung: Ulrich Arnswald, Institut für Philosophie, Karlsruher Institut für Technologie

9:00-9:45 Uhr Ulrich Arnswald (Karlsruher Institut für Technologie):
Die Verbindung des Utopismus von Mach bis zum Wiener Kreis
10:00-10:45 Uhr Martin Lemke (Universität Rostock):
Schlick als Staatsphilosoph - Politik als Technik
11:00-11:45 Uhr Karl Sigmund (Universität Wien):
Der Wiener Kreis und sein mathematischer Parallelkreis
12:00-12:45 Uhr Clemens Puppe (Karlsruher Institut für Technologie):
John von Neumann, Oskar Morgenstern und die Ursprünge
der modernen ökonomischen Spieltheorie im Wiener Kreis
12:45-14:00 Uhr Mittagspause
14:00-14:45 Uhr Christoph Limbeck-Lilienau (Universität Wien):
Die Internationalisierung des Logischen Empirismus und seine
öffentliche Wirkung

Der Wiener Kreis als Inspiration für Kunst, Architektur, Medien und Ästhetik
Sektionsleitung: Peter Weibel, Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe

15:00-15:45 Uhr Peter Weibel (Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe):
Der Wiener Kreis, von Ernst Mach bis Ludwig Wittgenstein,
und seine ästhetischen Folgen
16:00-16:45 Uhr Romana Karla Schuler (Universität für
Angewandte Kunst, Wien):
Ernst Mach und die Avantgarde der Gegenwart
17:00-17:45 Uhr Jochen Hörisch (Universität Mannheim):
Der logische Empirismus der ‚grafischen’ Medien: Fotografie
– Phonographie – Cinematographie
18:00-18:45 Uhr Georg Vrachliotis (Karlsruher Institut für Technologie): Architektur
und Wiener Kreis
18:45-19:30 Uhr Abschlusspanel
Moderation: Rafaela Hillerbrand (Karlsruher Institut für Technologie)
Panelteilnehmer: Hermann Czech (Wien)
Hans Lenk (Karlsruher Institut für Technologie)
Karl Sigmund (Universität Wien)
Friedrich Stadler (Universität Wien)
Georg Vrachliotis (Karlsruher Institut für Technologie):
Peter Weibel (Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe)
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ZKM - Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe: Auf über 15.000 m2-Ausstellungsfläche können BesucherInnen im ZKM | Karlsruhe überraschende Video-, Musik- und Lichtinstallationen, computergestützte, interaktive und immersive Environments ebenso wie ganz neue Ausstellungsformate erkunden. Mit anspruchsvollen Thesen- und Themenausstellungen vermittelt das ZKM seit 1989 der Öffentlichkeit aktuelle, gesellschaftlich relevante Entwicklungen aus einer internationalen, künstlerischen Perspektive.
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