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Karlsruhe Schlosslichtspiele-Künstler: Urbanscreen setzt auf "Musik-Sound-Collage"

In diesem Sommer gehen die Schlosslichtspiele in Karlsruhe in die dritte Runde. Aber wer sind die Menschen, die die Schlossfassade einen Sommer lang verwandeln? ka-news blickt hinter die Kulissen und spricht mit den Künstlern. Heute: Das Bremer Künstlerkollektiv Urbanscreen freut sich auf die Herausforderung.

Seit 2005 beschäftigt sich das Team von Urbanscreen, bestehend aus Architekten, Medienkünstlern, Bühnenbildnern, Musikern und Technikspezialisten, mit Medieninstallationen im öffentlichen Raum. Ihre Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet, mit dem Deutschen Lichtdesign Preis (2011, 2015 und 2017) einem silbernen Cannes Design Lion (2010) sowie dem MAB16 Award 2016 für das Projekt Klubhaus St. Pauli.

2017 sind sie zum ersten Mal ein Teil der Schlosslichtspiele in Karlsruhe. ka-news hat einem der Art-Direktoren von Urbanscreen, Till Botterweck, einige Fragen über die Arbeit von Urbanscreen gestellt. 

Herr Botterweck, wie haben Sie von den Schlosslichtspielen in Karlsruhe erfahren?  

Natürlich kennen wir das Event aus den vergangenen Jahren. Somit haben wir uns sehr gefreut, als Herr Weibel vom ZKM uns kontaktiert und gebeten hat, eine Arbeit für 2017 zu kreieren.

Warum wollten Sie an den Schlosslichtspielen teilnehmen? 

Zum einen ist das ZKM natürlich international ein Begriff und es ist für uns daher schon eine besondere Anfrage gewesen und zum anderen weil das diesjährige Thema Architektur ist. Unsere Projektionen arbeiten in der Regel sehr stark mit der Architektur des bestehenden Gebäudes und in diesem Fall konnten wir die historische Fassade mit moderner Architektur kombinieren, eine äußerst spannende Aufgabe! 

Der Name der Show lautet "Inhomogeneous" ("Ungleichförmig"). Was können die Zuschauer von dieser Show erwarten? 

Eine grafische dreidimensionale Komposition von verschiedenen architektonischen Stilen in Kombination mit einer energievollen Musik-Sound-Collage. 

URBANSCREEN
URBANSCREEN | Bild: ps

War das Karlsruher Schloss als Grundlage für die Show eine Herausforderung?

Die Herausforderung bestand durch die Größe und das panoramaartige Format. Darüber hinaus war es schon besonders, die verschiedenen Zitate aus der Architektur virtuell mit der realen barocken Fassade zu kombinieren. 

Wie lange hat es gedauert, bis die Show fertig war?

Die komplette Produktionszeit lag bei zirka drei Monaten- aufsetzen des Teams, Konzeption und Content-Produktion. Die eigentliche Content-Produktion hat dann in etwa eineinhalb Monate gedauert. 

An welchen anderen Projekten arbeiten Sie momentan?

An einer freien Produktion für das Festival Mercé in Barcelona und an einer Auftragsarbeit für einen internationalen Industriekunden, für den wir im Herbst eine Reveal-Show, ebenfalls in Spanien, umsetzen.  

Können Sie es sich vorstellen, nächstes Jahr noch einmal an den Schlosslichtspielen teilzunehmen? 

Auf alle Fälle! Sicher könnte man so einige Erfahrungen und Erlebnisse aus dem diesjährigen Jahr mit in das nächste nehmen. Es würde uns daher auf alle Fälle sehr freuen, noch einmal mit dem Gebäude und dem ZKM zusammen arbeiten zu können. 

Die Fragen stellte Katharina Scholl.

Mehr zum Thema
Schlosslichtspiele Karlsruhe: Die Schlosslichtspiele finden seit 2015 vor dem Schloss Karlsruhe statt. In diesem Jahr präsentieren die Künstler ihre eigens für die Schlossfassade kreierten Shows vom 3. August bis 10. September.
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Kommentare (3)
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  •   ALFPFIN
    (5607 Beiträge)

    Inhomogeneous
    Zitat von Katharina Scholl Eine grafische dreidimensionale Komposition von verschiedenen architektonischen Stilen in Kombination mit einer energievollen Musik-Sound-Collage


    Also meine Nachbarin, eine alte Dame, Typ Urkarlsruherin würde jetzt zu mir sagen:
    Detsch du des verschdehe, wenn du do hingingschd. grinsen
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  •   Ozeiger
    (1328 Beiträge)

    ...
    Musik-Sound-Collage...

    Alder...
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Ein_Gravierend
    (107 Beiträge)

    ...
    Und sie würde das beschreiben als...
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