Karlsruhe Art, Lichtspiele und Das Fest: Das waren die Kultur-Highlights 2016

Das Jahr 2016 war proppenvoll mit Kultur verschiedenster Couleur. ka-news-Kulturredakteur Toby Frei hat noch einmal drübergeschaut und sich die sprichwörtlichen Rosinen rausgepickt!

Schauen wir zuerst in die Lichtspielhäuser: Film des Jahres 2016 ist eindeutig "Toni Erdmann". Das Meisterwerk der Karlsruher und mittlerweile (inter)national hochgeschätzten Regisseurin Maren Ade, ein Werk voller Spitzen und Feinheiten, grandios gespielt von den Protagonisten Sandra Hüller und Peter Simonischek. Cineastisch auch unbedingt zu erwähnen: "The Revenant - Der Rückkehrer" mit dem großartigen (und "Oscar"-prämierten) Leonardo DiCaprio.

Lokaler Künstler hält sich wacker in den Charts

Und auch musikalisch war einiges los in der Fächerstadt, da nehmen sich die zahlreichen Konzert-Stätten allesamt nichts. Unsere Fotografen haben sich 2016 ins abendliche Getümmel gestürzt! Alle Bilder von den Kultur-Events in Karlsruhe finden Sie hier

Außergewöhnlich spannend waren beispielsweise die Gigs der Karlsruher No Sugar, No Cream, die ihre eigenständige Americana-Mischung gekonnt unters Volk brachten. Auch ihre neue Platte ("Years") als auch die im Jahresverlauf folgende EP "Nite Passes" haben wir uns rezensionstechnisch zur Brust genommen - und waren höchst zufrieden!

Apropos erfolgreiche "lokale" Künstler: Auch der Waldbronner Max Giesinger hat 2016 eine schöne neue Scheibe (inklusive der Hit-Single "80 Millionen") rausgezockt - und die tummelt sich Ende des Jahres immer noch in den deutschen Charts. Respekt!

Es gibt weitere tolle Karlsruher Bands, eine davon sind Runway Lights, die mit "Heartfelt" eine sehr respektable EP releast haben. Ebenso gelungen: Das Cover-Album des Blumfeld-Masterminds Jochen Distelmeyer namens "Songs From The Bottom Vol. 1" grüßt schön vom Norden! Auch eine runde Sache ist das neue Album von Udo Lindenberg.

Das Fest war ein Fest

Kommen wir zum Vor-Fest. Sie ist immer wieder erfreulich, diese spezielle Mischung aus Jung und Alt, aus Talent und alter Hase, und alle haben Spaß - man sieht's!

Bei den Das Fest-Konzerten waren überragende Auftritte dabei (Fettes Brot). Leider enttäuschten gelegentlich auch eigentliche Selbstläufer wie die Truppe von Wanda, die aber im frühen 2016 wiederum eine höchst amtliche Scheibe abliefertenMax GiesingerRea Garvey und auch Dellé bedachten die Fest-Besucher 2016 mit schönen Gigs.

Ein kleiner Tipp fürs kommende Das Fest: Gerne auch mal die Feld-Bühne besuchen. Da gibt es tolle Bands zu entdecken, die es (noch) nicht auf die Hauptbühne geschafft haben - oft war diese Stätte das Sprungbrett für größere Aufgaben. Ähnliches gilt übrigens auch für die feine Kultur-Bühne.

Alle Berichte und Bilder zu Das Fest finden Sie in unserem Dossier

Waalkes, Rütter und andere Comedians in Karlsruhe

In 2016 führten wir aber auch wieder jede Menge Interviews. Eines der interessantesten kam vom Karlsruher DJ (und Grafikdesigner) Toby O. Rink, und Tierfreund Martin Rütter sah neben seiner Hunde-Expertise über seinen Tellerrand hinaus. Rütter war übrigens nicht der einzige Comedian, der 2016 die Fächerstadt beehrte, auch Otto Waalkes und Co. hatten augenscheinlich Spaß mit ihren Fans!

 

Von A wie art bis Z wie Zeltival

Zu einem anderen interessanten Thema: Die "Karlsruher Museumsnacht" (Kamuna) ist mittlerweile ein Gütesiegel im Kultur-Kalender der Stadt Karlsruhe. Sie ist einmalig vom Erlebnis her, diese Nacht der Museen!

Immer wieder ein Erlebnis sind fraglos die alljährlichen kulturellen und künstlerischen Pflichttermine wie die "art Karlsruhe", das "Zeltival" und auch die "ARD Hörspieltage".

Aber auch Fans der härteren Gangart kamen mit dem "Knock Down Festival" und dem "Knock Out Festival" (jeweils) in der Schwarzwaldhalle 2016 voll auf ihre Kosten. Rock On!

2016 hatte das Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) eindrucksvolle Ausstellungen zu bieten, eine besonders schöne war (und ist noch bis 23. April 2017) die Fotografie-Schau "Albrecht Kunkel: QUEST. Fotografien 1989–2009". Sehen Sie (im ZKM) selbst! Spannend waren auch die Installationen "Digitale Wasserspiele" auf dem Marktplatz ("RainDance") und eben im ZKM ("3D WATERMATRIX").

Die "Schlosslichtspiele Karlsruhe" gingen nach der erfolgreichen Premiere im Stadtgeburtstagsjahr 2015 zurecht eine Runde weiter - und (nicht nur) die Karlsruher waren erneut begeistert! Zudem war das "Schloss in Flammen" wieder ein echtes visuelles Highlight!

Ab in die Innenstadt: Die 2016 eröffnete Monk Bar hat die Club-Szene Karlsruhes definitiv bereichert. Auch eine (temporäre) Attraktion in der ansonsten ziemlich mauen östlichen Kaiserstraße ist/war der Pop-Up Store Karlsruhe, hier gaben sich Hipster und Kenner die Klinke in die Hand. Das erfolgreiche Konzept erfährt übrigens bis Ende Januar 2017 eine Verlängerung.

"Ausgeschlachtet" heißt es jedes Jahr, und Kunst- und Kulturfreunde können sich im Alten Schlachthof einen schönen Abend machen.

Wenn man sich das tolle Kultur-Jahr 2016 noch einmal ins Gedächtnis ruft, kann man nur sagen: Viel Spaß in 2017!

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