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Karlsruhe Wo der Donnerdrache faucht: Ausstellung zu Bhutan im Naturkundemuseum

Zwischen China und Indien im Himalaja liegt es, das "verborgene Königreich" Bhutan, gerade einmal so groß wie die Schweiz. Zu entdecken gibt es das faszinierende und unberührte Naturparadies, seine Kultur und Menschen ab Donnerstag, 17. November, im Naturkundemuseum Karlsruhe. Bis zum 20. Mai 2012 erzählt die Sonderausstellung "Von Schmetterlingen und Donnerdrachen".

Gut getarnt verstecken sich die Schmetterlinge im begehbaren Suchbild - entdeckt man sie doch, leuchtet beim Berühren kleine Lämpchen an verteilten Präparaten der filigranen Flattermänner auf. Und wer genau hinhört, kann auch das legendäre Fabelwesen der Bhutaner, den Donnerdrachen, über den Köpfen hören. Fast täglich erklinkt sein Fauchen in den Gebirgen und Tälern Bhutans, wenn sich die schweren Wolken in unaufhaltsame Regenfälle auflösen.

Durch alle drei Räume der Sonderausstellung sind bunte Gebetsfahnen gespannt - sie flattern überall in Bhutans Himalajagebirge. Der Wind, so glauben die Einwohner, trägt die aufgedruckten Gebete hoch zu den Göttern. Eindrucksvoll erstreckt sich am Eingang außerdem auf 36 Quadratmetern der bunt leuchtende Thangka, ein buddhistisches Rollenbild.

Auch lebende Tiere hangeln sich durch die Äste in den Terrarien

"Entstanden ist die Idee zu dieser außergewöhnlichen Sonderausstellung aufgrund der Aquarelle des Malers Roland Bentz aus Bietigheim-Bissingen, der Bhutan bereits seit etlichen Jahren bereist", erläuterte Norbert Lenz, Leiter des Karlsruher Naturkundemuseums. Neben den Gemälden erwarten die Besucher in den insgesamt drei Sälen einzigartige Exponate, die von der vielfältigen Natur- und Kulturgeschichte des Landes erzählen, das als einzig verbliebenes buddhistisches Reich politisch unabhängig geblieben ist.

Allein elf verschiedene Katzenarten sind im "Land des Donnerdrachens" zu Hause - die präparierten Raubkatzen und auch lebende Tiere aus der Gattung der Baumstreifenhörchen sind in der neuen Sonderausstellung zu sehen. Im Verlauf der Schau werden zudem blühende Orchideen aus dem Botanischen Garten Karlsruhe in den Räumen des Museums sprießen. Ausgewählte Filme über Bhutan zeigt die Kinemathek in einer Kooperation.

Geöffnet hat das Naturkundemuseum dienstags und freitags von 9.30 bis 17 Uhr, am Wochenende von 10 bis 18 Uhr.

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