2  

Karlsruhe Schlosslichtspiele Karlsruhe 2017: Das sind die (neuen) Künstler!

Schon in den vergangenen Saisons (2015/2016) gestaltete eine illustre Anzahl an Künstlern die Schlosslichtspiele Karlsruhe, 2017 kommen noch einmal neue Kreative hinzu! Der künstlerische Schwerpunkt liegt dieses Jahr auf neuen Formen von Architektur.

Wer sind die Künstler bei den Schlosslichtspielen 2017?

In Karlsruhe sind Stars der internationalen Architektenszene zu Gast, die digitale Projektion und analoge Kunst virtuos miteinander verschränken: Das Architektenduo Hani Rashid/Lise Anne Couture (Asymptote), das Studio der Pritzker-Preisträgerin Zaha Hadid sowie der amerikanische Goldene Löwe von Venedig-Preisträger Greg Lynn. Die Künstlerauswahl wird von Eyal Gever, einem israelischen 3D-Artist und Designer und dem Bremer Künstlerkollektiv URBANSCREEN komplettiert. Auch die ungarische Künstlergruppe Maxin10sity entwickelt eine neue Show.

Insgesamt hat der Kurator der Schlosslichtspiele Peter Weibel sechs international renommierte Künstler und Künstlergruppen eingeladen, die Fassade des Schlosses mit herausragenden Projection Mappings zum Strahlen zu bringen. Gemeinsam mit der Karlsruhe Event GmbH gestaltet das ZKM das Großevent 2017 bereits in der dritten Spielzeit.
 

Zu den Künstlern/Künstlergruppen

Greg Lynn (geboren 1964) hat 2008 den Goldenen Löwen der Architektur-Biennale in Venedig gewonnen. Das "TIME Magazine" kürte Greg Lynn zu einem der 100 innovativsten Menschen des 21. Jahrhunderts. Greg Lynn lehrt derzeit als Professor für Architektur an der Universität für angewandte Kunst in Wien sowie an der UCLA School Of The Arts And Architecture in Los Angeles. Er war zuvor Gastprofessor an der Yale School Of Architecture.

Greg Lynn
Greg Lynn | Bild: ps


Zaha Hadid Architects ist ein Architektur- und Designstudio, das seit mehr als 40 Jahren atemberaubende Architekturprojekte rund um den Globus realisiert, unter anderem das Opernhaus in Guangzhou, das Wissenschaftsmuseum phaeno in Wolfsburg und das Zentralgebäude der BMW-Werke in Leipzig. Zaha Hadid Architects haben ihren Hauptsitz in London. Die Stararchitektin und Pritzker-Preisträgerin Zaha Hadid (1950-2016) gab dem Büro seinen Namen.

Zaha Hadid Architects
Zaha Hadid Architects | Bild: ps

Eyal Gever (geboren 1970) arbeitet nunmehr seit beinahe zwanzig Jahren an der Entwicklung von 3D-Technologien. An der Schnittstelle von Kunst und Technologie entwickelt er Computersimulationen extremer Ereignisse. Diese Simulationen verwandelt er mittels 3D-Druckverfahren in innovative physische Skulpturen.

Eyal Gever
Eyal Gever | Bild: ps

Gever ist ein Visionär der "cutting-edge-technologies", er hat zahlreiche Auszeichnungen für seine Innovationen in den Bereichen Multimediadesign und -technologie erhalten. Gever hat an der renommierten Bezalel Academy Of The Arts and Design in Jerusalem studiert. 2014 machte die National Aeronautics And Space Administration (NASA) Gever das Angebot, der erste Künstler zu sein, der Kunst im Weltraum schafft. Die U.S. Space Agency hat einen neuen 3D-Drucker entwickelt, der bei Schwerelosigkeit arbeitet und im Oktober 2014 zur Internationalen Raumstation geschickt wurde. Gevers Kunst im All wurde auf der Internationalen Raumstation und im September 2015 enthüllt.

Maxin10sity ist ein ungarisches KünstlerInnenkollektiv, das bereits bei den letzten beiden Ausgaben der Schlossslichtspielen vertreten war. Die Gruppe hat in der Vergangenheit Projection Mappings für das Bolschoi Theater in Moskau realisiert, das Brandenburger Tor sowie das Parlamentsgebäude in Bukarest. In diesem Jahr präsentieren sie ihre neue Arbeit Structures Of Life [Strukturen des Lebens]. Die Entstehung der ersten Zelle markiert den Ursprung allen Lebens auf unserem Planeten. Mit der Freisetzung von Sauerstoff wird die Voraussetzung für die Entwicklung des höheren Lebens an Land geschaffen. Maxin10sity verwandeln mit Structures Of Life die Schlossfassade in eine Art "Urozean", dessen atemberaubende Unterwasserwelten die ungeheure Vielfalt der ersten Formen von Leben zeigen. Maxin10sity erzählen die Geschichte der Entstehung des Lebens von der ersten Zelle bis zum menschlichen Pulsschlag.

Maxin10sity
Maxin10sity | Bild: ps


Hani Rashid erwarb einen Master in Architektur an der Cranbrook Academy Of Art und arbeitet als Professor für Architektur an der Universität für angewandte Kunst Wien. Lise Anne Couture absolvierte ihren Master in Architektur 1986 an der Yale University. Sie hat zahlreiche akademische Aufgabenbereiche übernommen, unter anderem den Bishop Chair an der Yale University und Gastprofessuren an der Princeton University, der Harvard University und der Columbia University. 1989 gündeten Hani Rashid und Lise Anne Couture das Gemeinschaftsbüro für Architektur und Kunst in New York Asymptote. Die zukunftsweisende Arbeit von Asymptote wurde weltweit bei verschiedenen Veranstaltungen, unter anderem bei der Architektur Biennale Venedig 2008, ausgestellt und in zahlreichen Publikationen besprochen.

Hani Rashid / Lise Anne Couture
Hani Rashid / Lise Anne Couture | Bild: Naho Kubota Photography

Der künstlerische Schwerpunkt der Schlosslichtspiele 2017 liegt auf neuen Formen von Architektur, die die Verbindung zwischen digitalen Elementen und analogen Artefakten eingehen, um effiziente Antworten auf die Frage zu geben, wie Lebensräume künftig gestaltet werden können. Hani Rashid und Lise Anne Couture stehen stellvertretend für diese visionären Baukonstruktionen, die nicht zwangsläufig in real Gebautem münden. Für die Schlosslichtspiele 2017 haben die Architekten die Arbeit Hyperfine Splitting 008_Mediations On Jakob's Ladder realisiert. Die Materialität des Gebäudes wird Stück für Stück aufgelöst: Es entstehen neue Strukturen im Fluss, reale Formgebungen der Schlossfassade interagieren mit computergenerierten Linien und Modellen.

URBANSCREEN ist ein Bremer Künsterkollektiv mit dem Schwerpunkt ortsspezifischer Medieninstallationen im öffentlichen Raum. Seit 2005 beschäftigt sich das interdisziplinäre Team aus Architekten, Medienkünstlern, Bühnenbildnern, Musikern und Technikspezialisten mit dem Dialog zwischen Videokunst und urbaner Kommunikation. Die Wurzeln des Künstlerkollektivs liegen in der "Lumentektur", der passgenauen Bespielung von Objekten mit Videoprojektion.

URBANSCREEN
URBANSCREEN | Bild: ps

Sie entwickeln Medienskulpturen, virtuelle Bühnenbilder und konzipieren sogenannte "Medienarchitekturen". Die Arbeiten von URBANSCREEN wurden mit verschiedenen international renommierten Preisen ausgezeichnet: Mit dem Deutschen Lichtdesign Preis in der Kategorie Lichtkunst (2011 und 2015), dem silbernen Art Directors Club Award (2010), einem silbernen Cannes Design Lion (2010) sowie dem MAB16 Award für das Projekt Klubhaus St. Pauli.

Termin: 3. August bis 10. September, Schlossplatz Karlsruhe, Karlsruhe

www.schlosslichtspiele.info
www.zkm.de
www.karlsruhe-event.de

Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Unsere Sonderthemen
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (2)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!
Schreiben Sie Ihre Meinung
Ein neues Posting hinzufügen
Fett Kursiv Link Zitat
Sie dürfen noch Zeichen schreiben