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Karlsruhe Karlsruher Sandkorn-Theater: Neustart beginnt zum Jahreswechsel

Der Countdown für den Neustart vom Sandkorn-Theater läuft. Während in der Sandkorn-Fabrik und im Sandkorn-Studio im Theaterhaus an der Kaiserallee noch Renovierungsarbeiten laufen, hat der künstlerische Leiter Erik Rastetter die ersten Monate seines Spielplans zusammengestellt.

"Wir starten an Silvester mit Dinner for One, Macho Man und zwei Mal "Wir schweifen App", der Show des mehrfach preisgekrönten Musik-Kabarettisten Markus Kapp," heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung.

Danach gehe es Schlag auf Schlag. Am 10. Januar hat die erste Eigenproduktion Premiere. "Wir schaffen das!" heißt das von Erik Rastetter inszenierte neue Kabarett. Prominentes Ensemblemitglied ist Marina "Mutti" Tamássy, die mit ihrer Paraderolle der Kanzlerin Angela Merkel national bekannt wurde.

Unter der musikalischen Leitung von Markus Kapp, der auch am Konzept mitarbeitet und selbst auf der Bühne steht, gehören außerdem Cynthia Popa und Markus Kern zum schlagkräftigen Kabarett-Ensemble. Weitere Vorstellungen sind laut des Sandkorntheaters wöchentlich bis zum 18. Februar.

Musikalische Komödie "Was lockt im Netz?"

Ebenfalls neu im Programm ist die musikalische Komödie "Was lockt im Netz?", in der Nici Neiss in zwölf verschiedenen Rollen in die Abgründe des heutigen Online-Datings blickt (25. Januar bis 3. Februar). Gastspiele mit der singenden Bauchrednerin Sabine Murza ("Murzarellas Music-Puppet-Show", 20. Januar), sowie einer Music-Comedy mit Markus Streubel und Markus Herzer ("Mr. Bond - die Hoffnung stirbt zuletzt", 27. Januar) runden das Kleinkunst-Programm im Januar ab.

"Als weiteres Highlight wird es am 19. Januar eine Aufführung der berührenden "Love Letters" von A. R. Gurney geben," informiert das Sandkorn-Theater. Und für die Freunde musikalischer Genüsse präsentieren die Hemingway-Lounge und der Jazzclub am 22. Januar im Sandkorn ein Konzert der Big Band der Hochschule für Musik Karlsruhe.

Kleinkunstzentrum und Theatermanufaktur

Die ersten Produktionen und Gastspiele seien ein Beleg dafür, wofür das Sandkorn in der Karlsruher Theaterlandschaft künftig stehen will - als Kleinkunstzentrum und als Theatermanufaktur, die am Puls der Zeit agiert, in der neue Stücke entwickelt werden - sowohl für das Kinder- und Jugendtheater, wie auch für den Abendspielplan.

Erik Rastetter betont darüber hinaus die Rolle von das Sandkorn "als offenes Haus, welches künstlerischen Kooperationspartnern eine Heimat bietet." Der kaufmännische Geschäftsführer Günter Knappe ergänzt: "Das Sandkorn vernetzt seine Stärken mit den Kulturorganisationen der (westlichen) Stadt."

Ein im Haus neu entwickeltes Jugendtheaterstück

Auch als Schnittstelle für Projekte mit sozialer und integrativer Bindekraft wie zum Beispiel "D!e Sp!nner!" oder dem hauseigenen Jugendclub, der aktuell für das Stück "Die Welle" probt, habe die Bühne eine wichtige Aufgabe. Beispielsweise laufen nach Angaben der Veranstalter bereits jetzt die konzeptionellen Vorbereitungen für ein im Haus neu entwickeltes Jugendtheaterstück, das den Arbeitstitel "Geschwisterkinder" trägt.

Hierbei geht es um die Kinder und Jugendlichen, die im Schatten der familiären Aufmerksamkeit stehen, weil ein schwer krankes oder behindertes Geschwisterkind den Fokus auf sich lenkt. "Schließlich wird es in den Räumen vom Sandkorn-Theater pädagogisch-praktische Theaterfortbildungen für verschiedene Alters- und Zielgruppen sowie privatwirtschaftliche Events und Kooperationen geben," so das Theater.

Einstimmig zur Unterstützung von das Sandkorn

"Die Konzeption des künstlerischen Leiters Erik Rastetter wurde am Wochenende auch dem Förderverein des Theaters auf dessen Hauptversammlung vorgestellt," heißt es in der Pressemitteilung weiter. Die Mitglieder bekannten sich einstimmig zur Unterstützung von das Sandkorn und der Idee "Theater und Mehr".

Der Gründungsvorsitzende des Fördervereins Ullrich Eidenmüller, sowie der aktuelle Vorsitzende, Martin Wacker, haben mit den Geschäftsführern den Neustart des Sandkorns gestaltet und weisen darauf hin, dass ein Kleintheater aktive Förderer braucht. "Jeder neue Förderer, ob privat oder aus der Wirtschaft, trägt aktiv zum Neustart der Sandkorn-Idee bei", so Martin Wacker.

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