Karlsruhe "Independent Days" 13: 111 Filme für Genießer!

Vom 24. bis 28. April wird Karlsruhe wieder zur Hochburg des internationalen unabhängigen Filmemachens, dann findet das "Independent Days" 13-Filmfest im Filmtheater Schauburg statt. Aus insgesamt über 560 Einreichungen aus der ganzen Welt hat die Festival-Jury ihre Favoriten ausgewählt, hierbei haben es insgesamt 111 Filme ins Programm geschafft.

"Filme aus 53 Ländern haben unser Festivalbüro erreicht. Dies zeigt, dass sich die 'Independent Days' mittlerweile fest etabliert haben und Filmemacher aus aller Welt anziehen", erklärt Festivalleiter Dr. Oliver Langewitz. "Die Qualität, Originalität und Vielfalt der eingereichten Beiträge haben unsere Jury wieder vor eine sehr schwierige Aufgabe gestellt, das Programm nach unserem bewährten Kategoriensystem zusammenzustellen", so Langewitz weiter.

Zwei Kurzfilmwettbewerbe mit hochwertigem Programm

Wie in den Jahren zuvor sind zwei Filmpreise ausgelobt: Im Low-Budget-Wettbewerb streiten die 20 nominierten Kurzfilme um den Filmpreis der Kulturstiftung der Sparkasse Karlsruhe. Dieser ist mit einem Preisgeld von 1.000 Euro dotiert. Beim No-Budget-Wettbewerb ist die "Goldene ID 2013" ausgelobt, die von der Stadt Karlsruhe mit 500 Euro bedacht wird. Hier treten insgesamt 28 Kurzfilme gegeneinander an. Die Trophäe selbst wurde in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal vom Karlsruher Künstler Stefan Doldt gestaltet.

Bei beiden Wettbewerben werden in der Vorrunde jeweils drei Kurzfilmblöcke gezeigt und das Publikum bestimmt per Abstimmung am Ende der jeweiligen Programmblöcke, welche Filme in den beiden Finalblöcken gegeneinander antreten werden. "Das Festivalpublikum wird es auch in diesem Jahr sehr schwer haben, aus den Wettbewerbsbeiträgen ihren Favoriten auszuwählen, die dann am 28. April eine der begehrten Filmtrophäen mit nach Hause nehmen dürfen", so Festivalleiter Langewitz.

Programmhighlights des Festivalprogramms

Auf den "Independent Days" werden neben den Wettbewerbsblöcken auch Independent-Filme gezeigt, die
einen Überblick über die unabhängige internationale Filmszene geben sollen. Neben den zahlreichen Kurzfilmen haben es in diesem Jahr fünf Langfilme in das Programm geschafft, so zum Beispiel der Thriller "Zeichen der Schwäche" (Regie: Markus Messner), der im Filmblock "Death Games" am Sonntag, 28. April, läuft.

Am Mittwoch, 24. April, wird um 23.30 Uhr "Two Hundred Thousand Dirty" (Regie: Timothy L. Anderson) gezeigt, eine schwarzhumorige Independent-Komödie über einen Arbeiter, der in einem Matratzenlager arbeitet und der plant, einen Mord zu begehen - natürlich des leidigen Geldes wegen, versteht sich. In Kooperation mit dem Roncalli-Forum Karlsruhe wird der Dokumentarfilm "Frohes Schaffen" (Regie: Konstantin Faigle) gezeigt. Sie ist ein Fetisch, ein Mantra, die geheime Religion des modernen Menschen: die Arbeit.

Kurzfilmblock "Spanish Shorts" im Programm

In Zeiten von Wirtschaftskrise und rasantem Arbeitsplatzabbau hinterfragt der Dokumentarspielfilm auf humorvolle wie schmerzhafte Weise den "heiligen" Lebenssinn Arbeit und zeichnet historisch nach, wie es überhaupt zu dieser wirtschaftlichen Misslage kommen konnte. Am Samstagabend läuft um 23.30 Uhr der Film "Polvora Negra" (Regie: Kapel Furman). Ein Mann wird gejagt und - als tot vermutet - zurückgelassen. Lange Zeit später kehrt er mit tiefen Narben als Castilho Paredes zurück. Er wird in einen Familienkonflikt zwischen Brüdern und Schwestern gezogen, die um ein Erbe streiten. Hier wird er als Revolvermann angeheuert, was zu wilden Feuergefechten und viel Blutvergießen führt.

So lange es Kugeln gibt, wird es Vergeltung geben. Eine brasilianische Western Story. "Zentrale Themen in diesem Jahr sind kulturelle Ausgrenzung, die massenmedialen Entwicklungsprozesse, die unsere Gesellschaft vor große kommunikative Herausforderungen stellen und das Thema Tod“, fasst Langewitz das "Independent
Days"-Programm zusammen. Da in diesem Jahr zahlreiche Filme aus Spanien eingereicht wurden, hat die Festivaljury zudem einen eigenen Kurzfilmblock "Spanish Shorts" ins Programm genommen.

Beziehungskonflikte in einer isolierten Welt, materialistische Herrschaftsansprüche und unterschiedliche Weltanschauungen rücken ebenso in den Fokus der Filmschaffenden wie düstere Horrorszenarien und kriminelle Handlungsmuster. "Das diesjährige Indy-Kino ist turbulent, leidenschaftlich und engagiert. Sozialkritik findet sich hier ebenso wieder wie die Furcht vor einer auseinanderbrechenden Welt, was hoffentlich nur eine Filmutopie bleiben wird", ergänzt Langewitz.

Festivalakkreditierungen über Startnext zu beziehen

Wer sich für das gesamte Festival-Programm akkreditieren möchte, kann sich einen Festivalpass für 50 Euro zulegen. Hier arbeitet das Festival in diesem Jahr erstmalig mit der Crowdfunding-Plattform Startnext zusammen. Über den Weblink www.startnext.de/independent-days-13-filmfest können sowohl die Festivalakkreditierungen sowie verschiedene Merchandising-Artikel bezogen werden, um das Festival zu
unterstützen. Hier sind zum Beispiel Kaffeetassen, T-Shirts, Schals oder original Gemälde Hamburger Künstlers Uli Pforr, der sich auch für das "Independent Days"-Motiv verantwortlich zeichnet, zu erwerben.

"Wer sich den Großteil des Programms ansehen möchte, sollte sich eine Akkreditierung zulegen. Wer aber zum Beispiel an einem oder zwei Tagen oder zusammen mit ein bis zwei Freunden nur ein paar Filmblöcke ansehen möchte, dem empfehlen wir ein 10er-Ticket", erklärt Langewitz.

Am Samstag, 27. April, findet ab 22 Uhr im Club Die Stadtmitte die große "Independent Days"-Party statt. Unter den heißen Beats von Popklub International (Bowsey & Mr.Ripley), auf dem vorderen Floor und wuchtigen Elektroklängen der Diskko Diggital (René Le Bon & Alex Wellington) im orangenen Saal können Besucher des "Independent Days"-Filmfests ordentlich abfeiern. Natürlich werden bei dieser Party auch viele der Filmemacher persönlich anwesend sein! Bei Vorlage eines gültigen Schauburg-Festivaltickets oder Festivalbatches ist der Besuch kostenfrei. Der kostenfreie Zugang zum Club Die Stadtmitte ist zudem bei Vorlage eines Festivaltickets auch am Freitag, 26. April, möglich.

Crowdfunding-Workshop für Filmemacher

Für Filmemacher gibt es im Rahmen des diesjährigen Filmfestivals ein echtes Highlight: Am Samstag, 27. April, wird es einen Crowdfunding-Workshop der Startnextmacher im Rahmen des parallel zu den "Independent Days" 13 stattfindenden Kongresses "KreativStart – Kongress für kreative Gründerinnen und Gründer" geben.

Startnext ermöglicht als führende Crowdfunding-Plattform im deutschsprachigen Raum Künstlern, Kreativen und Erfindern ihre Projektideen über die Online-Community finanzieren zu lassen. Unterstützer erhalten im Gegenzug für ihren finanziellen Beitrag individuelle und einzigartige Dankeschöns. Seit Herbst 2010 konnten so bereits mehr als 2.800.000 Euro von der Community eingesammelt und rund 570 Projekte erfolgreich finanziert werden.

Die Plattform ist insbesondere auch für unabhängige Filmemacher interessant, die alternative Finanzierungsmöglichkeiten für ihre Projekte suchen. Der Crowdfunding-Workshop ist also praktisch ein Muss für jeden Teilnehmer der "Independent Days". Anmeldungen sind bis zum 19.  April per E-Mail an k3@kultur.karlsruhe.de möglich, die Teilnahme ist kostenlos. Der Workshop findet um 11.45 Uhr im Existenzgründergründerzentrum Perfekt Futur auf dem Kreativpark Alter Schlachthof statt.

Termin: 24. bis 28. April, Filmtheater Schauburg, Karlsruhe

www.filmboard-karlsruhe.de
www.independentdays.de

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