Zwei Leichen, die sich wie Brüder gleichen, geben Hauptkommissar Andreas Bialas Rätsel auf: Die eine wurde am Feuerbacher Tunnel in Stuttgart aufgefunden, Todesursache Tuberkulose, die andere wird auf der Großbaustelle der Fildermesse zwischen Schalbrettern für eine breite Stützmauer entdeckt.
Die Bilder strahlen Lebensfreude aus. Der Buchtitel sagt etwas vom Lebensgefühl: "Wir weinen nicht, wir singen". Das Land, um das es geht, ist gleichermaßen schwarz und weiß. Es ist der einzige Industriestaat Afrikas, und der Landstrich kennt zudem bittere Armut. Kurz vor Start der Fußballweltmeisterschaft am "Kap der guten" Hoffnung war es Ansporn für zwei deutsche Bildautoren mit dem Blick für Zwischenmenschliches: "Das andere Südafrika" aufzuzeigen.
Wenn in Bretten der Jäger hinterm Wolff her ist, dann geht's um nicht weniger als den Titel des Oberbürgermeisters. Zum 1. Februar hat Paul Metzger nach 24 Amtsjahren aus Altersgründen abdanken müssen und wer einen Blick in den Bilderbogen "Bretten - Die Melanchthonstadt" (Info Verlag) wirft, kann verstehen, warum der Paule die Große Kreisstadt und ihre neun Ortsteile so ausgiebig regiert hat.
Auch wenn er noch nicht lange ermitteln lässt, ist Heinz Straub der Altmeister unter den Karlsruher Krimiautoren. Vier Stück hat der über 80-Jährige in den vergangenen Jahren veröffentlicht. In seinem neuesten Werk muss sich Oberinspektor Miltner mit der "Kunst des Tötens" (Schardt Verlag) auseinandersetzen.
Das Schlossareal ist deutschlandweit als eines der schönsten Barockensembles mit interessantem Rokoko-Innenleben bekannt. Was die Kraichgaustadt noch so alles zu bieten hat, zeigt auf 136 Seiten der Bildband "Bruchsal" (G.Braun Buchverlag).
Kinderseiten gehören in vielen Verlagen mittlerweile zum guten Ton des Blattmachens; erst recht in einer Zeit, da sich das Mediennutzungsverhalten zunehmend in Richtung online verschiebt und immer weniger zur gedruckten Tageszeitung gegriffen wird.
Fußball und Krimi sind eigentlich zwei naheliegende Begriffe. Holger Nicklas und Johannes Hucke haben sie mal ganz wörtlich genommen und den Schuss ins Blaue gewagt: "Strafraum" (Info Verlag, Lindemanns Bibliothek Band 68) heißt ihr KSC-Roman.
Die Männchen stellen sich zur Schau, die Weibchen wählen aus. Der Lauf der Dinge beginnt im Tierreich wie bei den Zweibeinern. Welche weiteren Parallelen und kuriose Ausgeburten sich die Natur noch so leistet, das verrät Karlsruhes bundesweit bekannter Biologe Mario Ludwig mit Co-Autorin Eva Dempewolf in "Papa ist schwanger" (BLV Buchverlag).
"Ein warmherziger Erd- und Poltergeist", so beschreibt Harald Hurst den "Einzelgängerfreund" im Vorwort. Als am 6. Mai 2008, einem Dienstagabend, das 61-jährige Herz nicht weiter schlagen wollte, verlor Karlsruhe eine der markantesten Figuren im hiesigen Literaturbetrieb. Die "Verführen zum Lesen" war stets sein Credo, ein Bändchen vereint nachgelassene Texte und dokumentiert das Wirken des Kuno Bärenbold.
"In nur vier Zeilen was zu sagen, erscheint zwar leicht, doch ist es schwer! Man braucht ja nur mal nachzuschlagen; die meisten Dichter brauchten mehr." Vordergründig tollpatschig und doch so hintersinnig - nur wenige gehen mit der deutschen Sprache so charmant um wie Heinz Erhardt.
Manche Bücher sollte man besser nicht lesen. "Feuchtgebiete" zum Beispiel. Und gehört haben muss man Charlotte Roches sinnbefreite Hirnausscheidungen sicher auch nicht. Was sich derweil in Heinz Strunks Gedankengängen zusammengebraut hat, weist zwar nicht nur äußerliche Ähnlichkeiten auf, doch beim "Fleckenteufel" (Tacheles/Indigo) lohnt vor allem aufmerksames Lauschen.