Eine neue Biografie über Joseph Beuys (1921 - 1986) wirbelt Staub auf. Autor Hans-Peter Riegel hat mit fast kriminalistischer Recherche an Originalschauplätzen und in Archiven viele Erzählungen aus Beuys' Leben als Legende entlarvt.
Die «Kleine Hexe» von Otfried Preußler hat es künftig nicht mehr mit «Negerlein» oder «Türken» zu tun, sondern stattdessen mit «Messerwerfern» und «Cowboys». Das berichtet die Tageszeitung «Die Welt» (Samstag) über die Ersatzfiguren für die heute als
Am 11. September 1973 wurde der chilenische Präsident Salvador Allende durch einen blutigen Militärputsch gestürzt. In aussichtsloser Situation beging er im belagerten Präsidentenpalast Selbstmord. Es folgte eine bleierne Zeit der Diktatur, in der tausende Sozialisten und Kommunisten ermordet oder ins Exil getrieben wurden.
Sinnlich und philosophisch gibt Jérôme Ferrari auf knapp 200 Seiten Einblicke in die Geschichte einer korsischen Familie. Typisch französisch könnte man meinen, doch die Konflikte der Figuren in «Predigt auf den Untergang Roms» sind universell.
Mit dem harten Thriller «Der stille Sammler» hat Becky Masterman einen packenden Debütroman geschrieben, in dem nur Weniges so ist, wie es anfangs erscheint.
Der Holocaust ist für die Geschichtswissenschaft immer noch eine Herausforderung. Wie war es möglich, dass mitten in Europa Millionen von Juden ermordet werden konnten?
In ihrem Buch «Als Hitler das rosa Kaninchen stahl» hat sie sehr bewegend erzählt, wie es war, mit der Familie vor den Nazis zu fliehen. Das war 1933, vor 80 Jahren. Fast genauso lange lebt Judith Kerr in London. Im Juni wird sie 90.
Der iranische Autor S. Mahmoud Hosseini Zad wird für seine Übersetzungen zeitgenössischer deutscher Literatur mit der diesjährigen Goethe-Medaille geehrt.
Durch das Jugendbuch «Als Hitler das rosa Kaninchen stahl» wurde sie berühmt: Berlin ehrt die Schriftstellerin Judith Kerr, die am 16. Juni 90 Jahre alt wird.
Der Coburger Rückert-Preis geht in diesem Jahr an den syrischen Autor Nihad Siris. Schon im Vorfeld hatte die Jury erklärt, in diesem Jahr einen Künstler aus dem vom Bürgerkrieg zerrissenen Syrien auszuzeichnen - «aufgrund der dramatischen Situation in diesem Land», wie Bürgermeister und Kulturreferent Norbert Tessmer sagte.
Als im vergangenen Jahr die «Vatileaks»-Affäre in Rom Schlagzeilen machte, sah sich die liberale Turiner Tageszeitung «La Stampa» genötigt, zu betonen: «Dass im Vatikan Eifersüchteleien existieren und es möglicherweise Spannungen und Kämpfe gibt, ist sicher keine Erfindung von Journalisten nach der Art von Dan Brown.»
Seine Bücher handeln von spannenden Mythen - und sie sind inzwischen selbst solche geworden. An diesem Dienstag kommt mit «Inferno» der neue Roman von Star-Autor Dan Brown weltweit auf den Markt.
Der Räuber Hotzenplotz, die kleine Hexe oder Hörbe mit dem großen Hut - sie alle sind auf der Koblenzer Festung Ehrenbreitstein zu sehen. Am Montag wurde dort eine Sonderausstellung über den im Februar gestorbenen Kinderbuchautor Otfried Preußler eröffnet, den Schöpfer der literarischen Figuren.
Erst raubte er Hunderte Banken und Geschäfte aus, dann wurde er als hoch angesehener Schriftsteller und Maler berühmt: Der Italiener Luciano Lutring ist tot.
Die Essener Autorin Anne Lepper erhält den Dramatikerpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft. Die 1978 geborene Lepper polemisiere in ihrem Stück «Seymour» auf witzige und gleichzeitig bitterböse Art gegen den Perfektionierungswahn unserer Gesellschaft, begründete Verbandsvertreter Markus Kerber die Entscheidung.
Der im Dezember verstorbene Romanist Hartmut Köhler (1940-2012) ist posthum mit dem Deutsch-Italienischen Übersetzerpreis geehrt worden. Der gebürtige Brandenburger erhielt die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung für seine Übersetzung von Dantes «Göttlicher Komödie».