„Alexandra Huber. oops!“ in der Jungen Kunsthalle

Kraftvoll, teils sehr farbintensiv, heiter und mitunter skurril sind die großformatigen Acrylarbeiten, Collagen und Zeichnungen der Münchner Künstlerin Alexandra Huber.

Ihre einfache, reduzierte Figurenwelt erinnert an die Kunst Jean Dubuffets - die Art Brut -, die sich vor allem das spontane und unmittelbare Schaffen von Kindern zum Vorbild nimmt.

Alexandra Huber ist eine genaue Beobachterin alltäglicher Szenen und Befindlichkeiten. Nichts Zwischenmenschliches ist ihr fremd, alles wird unter die Lupe genommen und durch die Titel oft in Schräglage gebracht. Es geht um den Menschen und seine Beziehungen, ja seine Beziehungsfähigkeit im weitesten Sinne.

Die Künstlerin gibt Hilfestellung bei der Interpretation und fügt Texte in die Bilder ein, die für den Betrachter eine Spur legen, die er verfolgen mag oder auch nicht. Mitunter ist es auch nur der Titel, der hilfreich fürs Bildverständnis ist. So spielt Sprache in Alexandra Hubers Werk eine große Rolle. Vor allem Redewendungen, geflügelte Worte und Namensgebungen werden mit viel Witz und Humor hinterfragt und ins Wortwörtliche überführt.

Alexandra Huber vereint in ihrer Kunst vielfältige Mal- und Zeichentechniken. Auf mehreren, übereinander gearbeiteten Farbschichten entfalten sich Linien, die sich als Spuren zeigen oder zu gekritzelten Gesichtern und Figurengruppen werden. Sie inspirieren zu eigenen Arbeiten in den Werkräumen. Neben der rein malerischen Umsetzung bietet sich auch die bildnerische Gestaltung geflügelter Worte an. Diese Ausstellung wird Schüler aller Altersgruppen sowohl in ihrer künstlerischen als auch sprachlichen Kreativität für eigene Arbeiten anregen.

Ausstellung: 19.10.2013 – 16.02.2014

Weitere Informationen unter: www.kunsthalle-karlsruhe.de
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