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Tatort Karlsruhe - Nervenkitzel und Gänsehaut bei den Krimitagen 2013 [4]

Karlsruhe (mw) - Neun Tage Gänsehaut in der Fächerstadt: Insgesamt 21 Autoren präsentieren sich und ihre Bücher bei den 7. Karlsruher Krimitagen von Dienstag, 12. bis Mittwoch, 20. März. Kulturamtsleiterin Susanne Asche und Elke Sieber vom Kulturbüro verrieten nun das Programm und die teilnehmenden Schriftsteller. Geplant sind unter anderem ein Krimi-Dinner und Lesungen an ungewöhnlichen Orten.
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Tatort Karlsruhe - Nervenkitzel bei den 7. Krimitagen der Fächerstadt
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Die Karlsruher Krimitage gehen in die siebte Runde.
Foto: (mw)

Zum siebten Mal kommen Autoten aus der Region und ganz Deutschland sowie Österreich in der Fächerstadt zusammen, wenn die Karlsruher Krimitage ausgerufen werden. "In der Regel findet das Literatur-Festival alle zwei Jahre statt", erklärte Susanne Asche, Leiterin des Kulturamtes, bei einem Pressegespräch. Somit sei es zu einer Traditionsveranstaltung in der Umgebung geworden.

"Wir bringen den Leuten keinen Schutt"

Auch auf Bundesebene seien die Karlsruher Krimitage zu einer festen Größe in der Branche geworden. "Wir bekommen viele Angebote von Verlagen, die sich auf dem Festival vorstellen wollen", so Asche weiter. Dies mache die Arbeit des Kulturbüros nicht einfacher. In Fragen der Autorenauswahl beschränkt sich die Jury vor allem auf die Aktualität der Bücher und deren regionalen Bezug. Gefragt seien besonders Autoren aus Baden, die beim "Karlsruher Tag" die Möglichkeit haben, ihre Werke zu präsentieren. "Wir möchten Talente fördern und vorstellen", betonte Asche.

Doch dies heiße nicht, dass jedes Buch für die Krimi-Tage ausgewählt werde: "Wir bringen den Leuten keinen Schutt", machte Asche deutlich. Die Kuratoren gingen von einer Grundsatzqualität der Bewerbungen aus - in der Regel sei diese aufgrund von verschiedenen Kooperationen mit den Verlagen gewährleistet. Etwa ein Drittel der Bücher werde angenommen - die meisten davon läsen die Initiatoren im Vorfeld selbst, um ein Gefühl für den Veranstaltungsrahmen zu bekommen. "Wir hatten noch nie grottenschlechte Geschichten vorliegen", sagte Asche. Auch bekannte Gesichter aus der Literaturszene seien zu erwarten, darunter Wolfgang Burger, Janet Clark und Volker Kutscher.

Krimi-Lesung in Grufti-Atmosphäre

An neun Tagen werden Lesungen von 21 Autoren geboten. Neu dieses Jahr: Die Veranstaltungen finden vorwiegend  nicht etwa in typischen Institutionen wie Bibliotheken statt, sondern laden die Gäste an Orte, zu denen die Öffentlichkeit selten Zugang hat: Auf dem Programm stehen Lesungen im Oberlandesgericht, im Gewölbekeller und im Landesmuseum. Besonders Grusel-Fans sollen im Musikclub "Nachtwerk" auf ihre Kosten kommen: Hier liest Arno Strobel am Donnerstag, 14. März, aus seinem Psycho-Thriller "Der Sarg" in gruftiger Atmosphäre. Besonders gefragt seien dieses Jahr kulinarisch begleitete Events wie das Krimi-Dinner am Sonntag, 17. März, im Schlosshotel. Hier wartet laut Flyer ein Vier-Gänge-Menü mit Aperitif auf die angemeldeten Gäste.

Deutsche Krimi-Autoren beziehen sich in ihren Geschichten oft auf gesellschaftlich-kritische Themen sowie auf die Politik und moderne Gefahrenquellen", weiß Susanne Asche. Auch die sozialen Netzwerke und das Thema Mobbing spielten in den Vorträgen des Krimi-Festivals in Karlsruhe eine Rolle. Damit sollen auch vermehrt junge Leseratten angesprochen werden: "Die Vermittlung von Literatur an Kinder und Jugendliche sowie die kulturelle Bildung liegt uns besonders am Herzen", so Elke Sieber vom Karlsruher Kulturbüro. Abwechselnd mit den Karlsruher Krimi-Tagen würden deshalb auch die Kinderliteraturtage veranstaltet. Auch dieses Mal steht ein besonderer Termin für Kinder im Krimi-Kalender: Mit Kriminalfällen der Steinzeit beschäftigt sich die Karlsruher Schülerakedemie am Mittwoch, 13. März, im Badischen Landesmuseum.

Das Etat der Karlsruher Krimitage belaufe sich laut Veranstalter auf nur etwa 8.000 Euro und liegt damit deutlich unter dem der Kinderliteraturtage. Für die diesjährigen Events wurde erstmals eine Facebook-Seite online geschaltet, auf der sich schon seit Monaten Leseratten jeden Alters über verschiedene Bücher austauschen. Dass soziale Netzwerke eine Plattform zum kulturellen Austausch bieten, entdeckte auch Susanne Asche, als sie nach eigenen Angaben vor Kurzem erlebte, wie Besucher einer Veranstaltung Twitter-Meldungen über die Atmosphäre und das Programm veröffentlichten. "Diese Art der Kritik und Werbung ist im Kommen", lächelte sie.

Mehr Informationen unter www.karlsruher-krimitage.de

Mehr zu: Ticker "7. Karlsruher Krimitage" Krimi Literatur Kultur



Kommentare [4]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (20148 Beiträge) | 03.02.2013 03:06
    Autoten?
  • (256 Beiträge) | 03.02.2013 07:08
    den Mist...
    "neun Tage Gänsehaut in der Fächerstadt:
    brauchen wir doch garnicht.
    Das haben wir doch das ganze Jahr.
    Die sollten lieber mal bei Dunkelheit und mit einem Handy durch die Stadt laufen und dann braucht man keine Krimi-Romane mehr.
  • (30 Beiträge) | 03.02.2013 11:47
    Ja
    ich wollte grad vorschlagen die setzen sich in eine dunkle Ecke in Karlsruhe und warten bis sie überfallen werden, das ist doch Krimi genug.
    Man stelle sich vor eine kleine Gruppe, einer der liest und der Rest mit ihren Handys in der Hand. Da dauerts nicht lange bis jemand kommt...
    Armes Karlsruhe
  • (638 Beiträge) | 03.02.2013 22:45
    oderGerichtssäle aufsuchen...
    da hat in Durlach ein Bauträger (BT) einen Generalunternehmer (GU) zum Eigentumswohnungsbau an geheuert. Im Januar 03 stellte der Bauträger fest, dass sein GU mittellos sei, aber der BT mache fertig.
    Im April 03 war aber auch dem BT die Kohle ausgegangen. Der Gu machte im April 03 pleite, der BT im Juli 03. Die Verwaltungsbeiräte teilten den Käufern im Juni 03 mit, auf dem Baukonto der Käufer, vom GU verwaltet, seien noch 160.000,- die gerichtlich zurückgeholt werden sollten. Im Oktober 03 stellten die Beiräte fest, dass die 160.000,- doch für den Bau verwendet worden seien. Im anschliessenden Verfahren gegen die Beiräte stellten die fest, es sei tätsächlich Baugeld. Aber damit der GU dieses Geld nicht zweckfremdend veruntreut, hätte der BT das Konto des Gu im März 03 geräumt. Beide hatten aber angegeben im Januar/April 03 kein Geld mehr zu haben.Die Karlsruher Gerichte stellten nun fest, es sei privat- Geld zu freien Verfügung des Bauträgers gewesen.Eine mittellose Firma.
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