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Euro rein - Buch raus: Karlsruher Stadtbibliothek bietet Literatur aus dem Automaten [11]

Karlsruhe (aj) - Mal ehrlich: Die wenigsten Karlsruher hatten es schon einmal mit einem Bücherautomaten zu tun. Dabei funktioniert es ganz einfach: Euro rein - Buch raus. Seit Kurzem steht genau so ein Automat in der Stadtbibliothek Karlsruhe. Er wartet direkt neben dem Aufzug im Erdgeschoss auf die Besucher und sieht einem Süßigkeitenautomaten verblüffend ähnlich. ka-news hat nachgefragt, was es mit der mobilen "Literaturkiste" auf sich hat.
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Bücherautomat
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Der KLAK-Bücherautomat in der Stadtbibliothek Karlsruhe.
Foto: (ps/HFG)

Viele kleine, bunte, nebeneinander gestapelte Bücher. Dieses Bild bietet sich dem Besucher der Stadtbibliothek, wenn er einen Blick in den neuen sogenannten KLAK-Automaten hinein wirft. In sechs Reihen sitzen jeweils vier verschiedene Ausgaben - jede in einem anderen Farbumschlag. KLAK steht für "Karlsruher Literatur Automaten Konzept", für "Karlsruher-Literatur-Ausgabe-Kontor" oder für "Karlsruher Lese-Animations-Kollektiv".

Studierende brachten den Stein ins Rollen

Wer der Versuchung nicht widerstehen kann (und soll), tippt einfach eine attraktive Nummer in das vorgesehene Tastenfeld, schmeißt einen Euro in den Schlitz - und heraus kommt ein liebevoll gestaltetes Buch. Auswählen kann man zwischen den Titeln "Klingt noch nach", "Heute war ein guter Tag", "Körperverletzung" und "Sonne über dem Caprio". Die Texte wurden von Studenten der Hochschule für Gestaltung (HfG) geschrieben - sie haben den Automaten auch ins Leben gerufen. Neben dem Automaten gibt es dann passende Postkarten zu den jeweiligen Werken.

"Die Studenten des Literaturseminars unter der Leitung von Stephan Krass betreuen den Automaten und füllen ihn laufend mit neuen Texten", erläutert Hannes Gerlach, selbst Produktdesign Student im 7. Semester und Teil des Seminars. Er berichtet auch, dass die Hochschule das Projekt finanziell unterstützt hat, "sie hat den ersten Druck finanziert".

Das Projekt sei 2012 anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Reclam Verlags verwirklicht worden. Der Reclam Verlag habe schon 1912 Bücherautomaten aufgestellt. Dies sei deshalb nun von den Studierenden der HfG aufgegriffen worden, die auch an der Gestaltung und dem Entwurf mitgewirkt hätten.

Etwa 650 Exemplare wurden bisher verkauft

Nach der ersten Aufstellung zur Eröffnung der baden-Württembergischen Literaturtage im Staatstheater Ende September sei der Automat zunächst im Prinz-Max-Palais gestanden. Dann sei er für kurze Zeit in die HfG umgezogen - seit Mitte Januar residiert er in der Stadtbibliothek, so Gerlach. "Falls alles planmäßig verläuft, kommt er als nächstes nach Durlach in die Bibliothek", erklärt der Student, der innerhalb des Seminars für Planungsaufgaben sowie Logistik zuständig ist. Er ist auch Teil der Textredaktion. Seit Februar 2012 seien etwa 650 Bücher verkauft worden.

Mehr zu: Ticker Bücherautomat Stadtbibliothek "Hochschule für Gestaltung" "Reclam Verlag" KLAK



Kommentare [11]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (2476 Beiträge) | 29.01.2013 16:30
    Super Sache! Hab da auch schon ein Buch gekauft und dann meiner Schwägerin
    zum Geburtstag geschenkt!

    Die kann ich aber nicht leiden.
  • (3289 Beiträge) | 29.01.2013 20:49
    Wenn die das hier ließt
    wird das sicher ein "Verhältnis" auf Gegenseitigkeit.
  • (2476 Beiträge) | 30.01.2013 10:41
    Kann sein, aber wenigstens hab ich dafür gesorgt, daß "lesen" für sie
    kein Fremdwort mehr ist das man mit ß schreibt!
  • (20215 Beiträge) | 29.01.2013 23:46
    Was ist denn
  • (1357 Beiträge) | 30.01.2013 00:18
    Literaturklassiker...
    ...würd ich mir gerne dort oder am Bahnhof ziehen, z. B. Krieg und Frieden, der Glöckner von Notre Dame, Steppenwolf, Kritik der reinen Vernunft, Untergang des Abendlandes u. ä. Wenn die Texte gemeinfrei sind, könnte man sie billig drucken und für ein oder zwei Euro verscherbeln. Die studentenlyrik mag nicht schlecht sein und ihre Berechtigung haben, interessiert mich aber nicht.
  • (4147 Beiträge) | 30.01.2013 12:02
    Tja
    Mal was Neues kennenlernen.
    Die Klassiker haben Interessierte sich sowieso schon zugelegt,die brauchen die nicht nochmal ziehen.Mal abgesehen davon kann man die nicht für einen Euro produzieren.
  • (438 Beiträge) | 30.01.2013 13:32
    Klar kann man das
  • (122 Beiträge) | 30.01.2013 01:01
    Ein regionaler Bezug...
    ... mit Hintergrund wäre schön.

    Warum nicht ein kleines Geschichts- oder Sachbuch z. B. zum untergegangen Mühlburger Wasserschloss, zu badischen Sagen? Als Ratgeber oder Sammlung zu den"Beste Kochrezepte der Karlsruher"? Oder etwas Heimatgeographie? Dann könnte man mit so einem Büchlein auch längerfristig etwas anfangen.
  • (17 Beiträge) | 30.01.2013 11:26
    find ich prima
    ...gibt es in Barcelona schon lange in den Metrostationen...
    wär doch was für unsere U-nterwelt
    aber ob es dann noch Bücher gibt... grinsen)
  • (193 Beiträge) | 30.01.2013 17:13
    Literatur aus dem Automaten
    für mich ist das Buch in "pinted form" ein Auslaufmodell. Die Zukunft gehört den neuen Medien wie dem eBook. Ganz selten nur greife ich auf solche gedruckten Bücher zurück. Und Kunst wie Simmel und Konsalik schon garnicht.
  • (20215 Beiträge) | 31.01.2013 03:14
    Bei Fahrenheit 451
    fängt Papier an zu brennen.

    Schwachköpfe wollen Weltliteratur ändern. Weltverbesserer wollen das Wort NEEGER aus der kleinen Hexe verbannen.

    So saudumm kann kein Mensch sein. Erst ändern sie die Bücher, dann verbrennen sie sie.

    Und das sind die gleichen Deppen die die vorherigen Deppen als Deppen bezeichnet haben. Wehret den Anfängen!

    Wer dafür ist die kleine Hexe umzuschreiben, wer der Totengräber des Systems sein will und dazu dumm wie eine Sockelleiste, wer absolut den Verstand verloren hat: Bitte melden!

    Kopfschuss umsonst, links raus, bitte jeder nur ein Kreuz.

    Wann gebietet eigentlich diesen Vollschwachmaten irgendeiner Einhalt? Die betteln doch geradezu aufs Maul geschlagen zu kriegen.

    Mannmannmann...
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