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10.05.2012 13:26
 
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Independent Days 12: Independent-Filmszene trifft sich wieder in Karlsruhe [0]

ID 12
Bild:ps

Karlsruhe (ps/tfr) - Das Programm für das "Independent Days 12"-Filmfest steht. Aus insgesamt über 450 Einreichungen hat die Festival-Jury ihre Favoriten ausgewählt, die von 16. bis 20. Mai im Filmtheater Schauburg gezeigt werden. Insgesamt haben es 112 Filme aus der ganzen Welt ins Programm geschafft.
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"Unsere Jury hatte keine leichte Aufgabe! Über ein halbes Jahr hat sie sich regelmäßig getroffen, um aus der Fülle der unterschiedlichen Einreichungen das Programm zusammen zu stellen", erklärt Festivalleiter Dr. Oliver Langewitz. "Die Vielfalt und Unterschiedlichkeit der Beiträge hat den Bewertungsprozess noch zusätzlich erschwert, doch am Ende haben wir nun ein abwechslungsreiches Programm geschaffen, das die ganze Bandbreite des unabhängigen Filmschaffens widerspiegelt", stellt Langewitz fest.

So haben es wieder zahlreiche internationale Highlights in das Filmprogramm geschafft, darunter auch Beiträge aus Ländern wie Spanien, Russland, Indien, Polen, Estland, UK oder den USA (42 Prozent internationale Produktionen). Dass die Festivalmacher zum wiederholten Male ein gutes Händchen bei der Auswahl der Filme bewiesen hat, zeigen Filme wie der für den "Oskar" nominierte Kurzfilm "Raju" (Regie: Max Zähle) oder
der Film "Mutant Calculator" (Regie: Alexander Tuschinski), der gerade auf mehreren US-amerikanischen Filmfestivals zahlreiche Preise gewonnen hat.

Zwei Kurzfilmwettbewerbe mit qualitativ hochwertigem Programm

Wie in den Jahren zuvor sind zwei Filmpreise ausgelobt: Im Low-Budget-Wettbewerb streiten die 16 nominierten Kurzfilme um den Filmpreis der Kulturstiftung der Sparkasse Karlsruhe. Dieser ist mit einem Preisgeld von 1.000 Euro dotiert. Beim No-Budget-Wettbewerb ist die "Goldene ID 2012" ausgelobt, die von der Stadt Karlsruhe mit 500 Euro bedacht wird. Hier treten insgesamt 29 Kurzfilme gegeneinander an. Die Trophäe selbst wurde in diesem Jahr vom Karlsruher Künstler Stefan Doldt gestaltet.

Bei beiden Wettbewerben werden in der Vorrunde jeweils drei Kurzfilmblöcke gezeigt und das Publikum bestimmt per Abstimmung am Ende der jeweiligen Programmblöcke, welche Filme in den beiden Finalblöcken gegeneinander antreten werden. Die Konkurrenz ist groß und so wird es das Publikum sicherlich schwer haben, seine Favoriten zu küren.

"Wir stellen fest, dass auch immer mehr unabhängige Filmemacher dank der neuen digitalen Filmtechnologien die Möglichkeit haben, technisch qualitativ hochwertige Produkte abzuliefern", so Festivalleiter Langewitz. "Die Unterscheidung liegt dann nicht mehr in der Form der Darstellung, sondern in der Qualität des Inhalts."

Programmhighlights geben Überblick über Independent-Szene weltweit

Neben den beiden Wettbewerben finden sich zahlreiche Filme außer Konkurrenz im "Independent Days"-Programm, die die Jury überzeugt haben. "Für die Auswahl der Wettbewerbsbeiträge legen wir neben der Qualität der Filme noch Kriterien wie zum Beispiel Länge oder Budgetierung an. Wir wollen aber auch einen Überblick über das unabhängige Filmschaffen verschaffen, und so zeigen wir auch Independent-Produktionen, die aus den strengen Wettbewerbskriterien herausfallen, uns durch ihre außergewöhnliche Machart und
Qualität aber ebenfalls überzeugt haben", so Langewitz. "Hier freue ich mich, dass es auch wieder neun Langfilme in das Programm geschafft haben."

"Der Taktstock" (Regie: Michael Wende) ist zum Beispiel ein preisgekrönter, humorvoller Dokumentarfilm über die große Kunst des Dirigierens. Ein Diplomabschlussfilm über den Dirigentenwettbewerb der Bamberger Symphoniker, gemixt mit einer animierten Figur, die Taktstöcke baut. Besonders überzeugt der Film durch den als Cartoon dargestellten Erzähler, der von Herbert Feuerstein gesprochen wird.

Eine packende Dokumentation stellt auch der Film "Win or Die - Voices of the Libyan Revolution" (Regie: Nic Nagel) dar. 2011 machte sich Nic Nagel allein auf den Weg in die libysche Revolution, der sie über Benghasi nach Misrata und an die Front im westlich gelegenen Dafniya führte. Daraus entstanden ist ein Film, der unerwartete und packende Einblicke in ein Land im Umbruch gibt.

Kurzfilm-Wettbewerb "Karlsruhe@Identity" zeigt "Karlsruher" Filme

Auch wird ein Kurzfilm aus Karlsruhes Partnerstadt Krasnodar gezeigt, zu der die Festivalorganisatoren bereits einen mehrjährigen kulturellen Austausch hegen. "On The Phone" (Regie: Timofeev Vadim) besticht durch seinen ungewöhnlichen Protagonisten, ein öffentliches Münztelefon. Der Dokumentarfilm "Pumping Ercan" (Regie: Michael Reithmeier, Peter Künzel und Frank Müller) thematisiert den Fitnesswahn und begleitet hierbei Ercan, der nach zehn Jahren Wettkampfpause erneut Weltmeister im Bodybuilding Schwergewicht werden will.

Der Kurzfilm-Wettbewerb "Karlsruhe@Identity", der eine Kooperation zwischen "Das Fest", dem Tourismus Karlsruhe und dem Filmboard Karlsruhe darstellt, zeigt Filme, die im Stadtgebiet Karlsruhe gedreht worden sind. Die coolsten, witzigsten und originellsten Beiträge feiern auf den "Independent Days" 12 ihre Premiere.

"In diesem Jahr sind auffällig viele politische und soziokulturelle Filme eingereicht worden, die die Probleme der heutigen Gesellschaft in einer globalisierten Welt widerspiegeln", so Langewitz. "Kinderarmut, Krieg, die
Ausbeutung der dritten Welt oder soziale Ausgrenzung finden sich immer wieder als Thema der Filmemacher wieder. Es ist bemerkenswert, dass sich insbesondere auch Jungfilmer mit solchen Konflikten auseinander setzen und wir sind gerne Plattform für derartige aufklärerische Filmarbeit".

Das Filmprogramm oszilliert hierbei zwischen Lebenstristesse und überbordenden Liebebekenntnissen, zwischen sozialen Abnormitäten und gesellschaftlicher Anerkennung, zwischen Zukunftsvisionären und konservativen Traditionalisten. Die Filmblöcke laden zur Reflektion ein, ohne hier den Unterhaltungswert einzubüßen, denn Spannung ist hier immer garantiert.

Preisträgerfilm des 2. "Film- und Vision-Schul-Contest" feiert seine Premiere

Die Jugendstiftung der Sparkasse Karlsruhe und das Filmboard Karlsruhe e. V. haben in diesem Jahr zum zweiten Mal den Karlsruher"Film&Vision-Schul-Contest" ausgelobt. Als Preisträger einen Workshop gewonnen haben Schüler aus den Jahrgangsstufen 9 und 10 der Video-AG der Drais-Realschule. Der Film zeigt Momentaufnahmen unendlich vieler Geschichten, die mit dem Thema "Liebe" zu tun haben. Der Workshop wird im Frühjahr 2012 umgesetzt und feiert auf dem "Independent Days "12-Filmfest im Rahmen der Preisverleihung am Sonntag, 20. Mai, seine Premiere.

Nach wie vor ist das "Independent Days"-Filmfest nur durch die Unterstützung der zahlreichen Förderer und Unterstützer möglich, und natürlich durch die ehrenamtliche Mitarbeit des Festivalteams. Zum mittlerweile zweiten Mal wird das Festival von der Georg Fricker Stiftung gefördert und auch die Stadt Karlsruhe unterstützt das Festival zum wiederholten Male mit einer Projektförderung, zudem hat die Kulturstiftung der Sparkasse Karlsruhe zum wiederholten Male ihren mit 1.000 Euro dotierten Filmpreis für den Low-Budget-Wettbewerb ausgelobt. Auch stehen Firmen wie JC Decaux, die Tema Medien, die Südwestfilm oder die Medienpartner ka-news.de, Baden TV, die klappe auf! und S.W.O. den "Independent Days" zur Seite.

Festivalakkreditierungen und 5 to go-Festivalkarte

"Wir danken allen Förderern und Unterstützern herzlich für ihr Engagement. Und natürlich allen ehrenamtlichen Mitarbeitern, die über ein ganzes Jahr das Festival planen und vorbereiten. Hier sind wir natürlich auch immer auf der Suche nach weiteren Helfern. Wer also schon immer einmal Festivalluft auch hinter den Kulissen schnuppern wollte, ist herzlich eingeladen, sich bei der Festivalleitung zu melden", so Langewitz.

Filmbegeisterte, die bei der Festivalplanung mitarbeiten möchten, können sich beim Festivalteam unter info@independentdays.de melden.

Wer sich für das gesamte Festival-Programm akkreditieren möchte, kann sich eine Akkreditierung für 50 Euro zulegen. Diese kann mit einer formlosen E-Mail an akkreditierung@filmboard-karlsruhe.de beantragt werden.
Akkreditierte haben zu allen Programmblöcken Zutritt. Neu in diesem Jahr ist das 5 to go-Ticket. Für 25 Euro können 5 Festivalblöcke besucht werden.

"Wer sich an allen Festivaltagen das Programm ansehen möchte, sollte sich eine Akkreditierung zulegen. Wer aber zum Beispiel an einem oder zwei Tagen oder zusammen mit ein bis zwei Freunden nur ein paar Filmblöcke ansehen möchte, dem ist das 5 to go-Ticket empfohlen“, erklärt Langewitz.

Partyspaß mit Filmemachern im Club Die Stadtmitte

Am Samstag, 19. Mai, findet ab 22 Uhr im Club Die Stadtmitte die große "Independent Days"-Filmfest-Party statt. Unter den heißen Beats von DJ Justin Nova auf dem vorderen Floor und wuchtigen Elektroklängen der Karlsruher Spatzen im orangenen Saal können Besucher des "Independent Days"-Filmfests ordentlich abfeiern.

Natürlich werden in bei dieser Party auch viele der Filmemacher persönlich anwesend sein. Bei Vorlage eines
gültigen Schauburg-Festivaltickets oder Festivalbatchs ist der Besuch kostenfrei. Der kostenfreie Zugang zum Club die Stadtmitte ist zudem bei Vorlage eines Festivaltickets auch am Freitag, 18. Mai, möglich.

Termin: 16. Mai bis 20. Mai, Filmtheater Schauburg, Marienstraße 16, Karlsruhe

www.independentdays.de
www.schauburg.de

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