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24.08.2011 16:32
 
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Fächerstadt von oben in 3D: Karlsuhe am ZKM virtuell durchfliegen [4]

Karlsruhe (nak) - Das Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) ist seit heute um eine Attraktion reicher: Nun ist es möglich, Karlsruhe in einem virtuellen 3D-Stadtmodell zu durchfliegen. Das neue "Exponat" ist Teil der "Car Culture. Medien der Mobilität"-Ausstellung.
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Virtueller Flug
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Bei der Simulation werden wichtige Gebäude, wie das Karlsruher Schloss deutlicher dargestellt als andere.
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In Zusammenarbeit mit dem Liegenschaftsamt der Stadt Karlsruhe, dem Engineering Mathematics and Computing Lab (EMCL) des Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und dem ZKM ist das 3D-Stadtmodell entstanden.

Simulation verschaffte Flamingos sonnigen Brutplatz

Für das Bedienen des Stadtflugs stellt man sich einfach vor den Bildschirm. Eine time of light Kamera des Kinect-Systems der Spielkonsole Xbox 360 nimmt die Raumbewegungen der Menschen wahr, wodurch der Flug gesteurt wird. Mit ausgestreckten Armen - wie Superman - navigiert der Museumsgast den Flug durch die dreidimensionale Stadt. Die rechte Hand ist für die Perspektive zuständig, die linke gibt die Richtung an.

"Man fliegt nicht nur durch Karlsruhe, man fühlt sich auch als würde man fliegen", erklärt Sebastian Ritterbusch, Projekt Manager und Senior Scientist beim EMCL. Das Modell dient nicht nur der künstlerischen Darstellung der Fächerstadt, es hilft auch Architekten und Stadtplanern bei ihrer Arbeit. So konnte der Karlsruher Zoo durch Schattenwurfberechnungen auf Grundlage dieses Modells einen sonnigen Brutplatz für seine Flamingos finden. Darüber hinaus seien die Nutzungsmöglichkeiten in der Medizin besonders interessant. Der tastaturlose Einsatz von Computern bei Operationen könne die Gefahr einer Kontamination verringern, so Ritterbusch.

Wissenschaft und Kunst nutzen sich gegenseitig

Erste Bürgermeisterin Margret Mergen lobte die Zusammenarbeit des ZKM mit dem KIT. Die 3D-Simulation sei ein gutes Beispiel für die guten Kooperationen in Karlsruhe. "Das ZKM ist ein lebendiges Labor, hier ist man bereit sich mit anderen Fähigen zusammen zu tun." Außerdem freue sie sich, dass das KIT sich mit so einfachen, aber für die Stadt wichtigen Dingen beschäftige.

Als "usability Labor" mit 22.000 Besuchern sei das ZKM ein guter Ort eine solche Technologie zu testen, so Christiane Riedel, Geschäftsführerin des ZKM. Mit der Kooperation nutze die Wissenschaft der Kunst - und umgekehrt. Die eingebaute Kamera filme auch die Nutzer, so dass es möglich sei deren Verhalten zu untersuchen. Dabei sei deutlich geworden, dass besonders junge Menschen sehr große Medienkompetenzen aufweisen. Dies setze das ZKM und das KIT unter Durck, interessante Anwendungen zu entwickeln. Um die Medienkompetenzen der Jungen weiter zu stärken, schlägt Mergen den Einsatz der Simultaion auf der E-Learnig Messe vor.

Nicht alle Gebäude werden detailliert dargestellt

Das 3D Modell soll ständig weiter entwickelt und auf dem neusten Stand gehalten werden. So sind bei der Simulation schon ein paar der Baustellen in der Karlsruher Innenstadt zu erkennen. Je nach Interesse werden die Gebäude unterschiedlich dargestellt. Ein wichtiges Gebäude, wie das Karlsruher Schloss, wird sogar detailgenauer dargestellt als ein gewöhnliches Wohnhaus.

Die Ausstellung "Car Culture. Medien der Mobilität"  findet bis zum 8. Januar nächsten Jahres im ZKM statt und ist Teil des baden-württembergischen Automobilsommers. Solange wird auch das 3D-Stadtmodell dort zusehen sein.

Mehr zu: Karlsruhe ZKM KIT 3D-Stadtmodell

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