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19.04.2012 16:11
 
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"Déjà-vu?": Die Kunst des Kopierens in der Karlsruher Kunsthalle [1]

Karlsruhe (sas) - In Zeiten des Internet ist "Copy and Paste" fast selbstverständlich geworden. Dass aber Kopien nicht erst seit dem Siegeszug der digitalen Medien üblich sind, zeigt die Ausstellung "Dejà-vu? - die Kunst der Wiederholung von Dürer bis Youtube" in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe. Ab dem 21. April zeigt das Museum unter anderem, wie Menschen mit Kopien in Zeiten umgingen, als sich noch niemand für das Urheberrecht interessierte.
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Déjà-Vu?-Ausstellung Kunsthalle
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Cindy Sherman, Untitled Film Still #22 (Serie: Untitled Film Stills), 1978, s/w-Fotografie (links); Aneta Grzeszykowska, Untitled Film Still # 22 (Serie: Untitled Film Stills), 2006, C-Print (rechts)
Foto: Fotos: Staatliche Kunsthalle Karlsruhe/ Grafik: ka-news

"Original ist nicht gleich Original. Und Kopie ist nicht gleich Kopie", sagt Pia Müller-Tamm, Direktorin der Staatlichen Kunsthalle im Vorfeld der Ausstellungseröffnung am Freitagabend. Dass das Kopieren vielfältige Formen, Funktionen und Motive hat, will die Ausstellung "Dejà-vu? - die Kunst der Wiederholung von Dürer bis Youtube" den Besuchern zeigen.

120 Werke aus sieben Jahrhunderten

Dazu haben die Kuratoren rund 120 Werke unter anderem von Albrecht Dürer, Eugène Delacroix, Vincent van Gogh und Giorgio de Chirico aus sieben Jahrhunderten zusammengetragen. Die Ausstellung spannt erstmals den Bogen von der Kunst des späten Mittelalters über die Moderne bis zur zeitgenössischen Kunst und zur Welt des Internets. Damit will sie die verschiedenen Facetten und Bedeutungen der Kopie sichtbar machen.

"Wir wollen die Kopie rehabilitieren und ihr zu ihrem Recht verhelfen", erläutert Anriane Mensger, Kuratorin der Ausstellung, eines ihrer Ziele. Zudem liefere sie einen ausführlichen Überblick über die verschiedenen Formen der Kopie. "Der Besucher soll einen differenzierten Blick darauf erhalten, was Kopie beziehungsweise Nachahmung eigentlich ist und sehen, dass die Wiederholung mindestens genauso interessant ist wie das Original."

Doch die Ausstellung unterscheide sich nach Angaben der Kuratoren nicht nur inhaltlich deutlich von anderen Ausstellung dieser Art. Zum ersten Mal hat die Kunsthalle eine Ausstellung in Kooperation mit Studenten der Hochschule für Gestaltung (HfG) konzipiert. Dabei erhielten diese nicht nur einen Einblick in die Museumsarbeit, sondern konnten die Ausstellung grundlegend mitgestalten.

Ausstellung nicht nur für Kenner

"Es war eine Besonderheit für uns Studierende, fast von Anfang an, an der Ausstellung mitzuarbeiten", berichtet der Student Henning Arnecke. So durften er und seine Mitstreiter nicht nur bei der Auswahl der Exponate ein Wörtchen mitreden, sondern auch bei der Ausstellungsarchitektur wesentlich mitarbeiten. Die Ausstellung sei außerdem so konzipiert, dass Besucher auch ohne kunsthistorisches Wissen ihren Inhalt verstehen könnten.

Das Ergebnis der Zusammenarbeit können Besucher vom 21. April bis 5. August diesen Jahres in der Staatlichen Kunsthalle Dienstag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr und am Wochenende und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr bestaunen. Zur Ausstellung hat das Museum auch ein umfangreiches Begleitprogramm entwickelt. Dazu gehört neben Führungen und Vorträgen auch die Begleitausstellung "Copyshop", in der Kinder, aber auch Erwachsene, berühmte Werke auf verschiedene Art und Weise selbst kopieren können. Weiterer Informationen zum Programm gibt es im Internet.

Mehr zu: "Kunsthalle Karlsruhe" Déjà-vu Ausstellung Kunst

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