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Straßenbahnunfall in Rüppurr: Autofahrer befreit - Bahnen fahren wieder [25]

Karlsruhe-Rüppurr (trs) - Wie die Polizei mitteilt, hat sich am Ostendorfplatz in Rüppurr ein Unfall zwischen einer Straßenbahn und einem Auto ereignet. Dabei ist der Pkw-Fahrer in seinem Fahrzeug eingeklemmt worden und musste von der Feuerwehr befreit werden. Inzwischen fahren die Straßenbahnen wieder.
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KVV AVG Straßenbahn Stadtbahn Tram Ettlingen S1 Verkehr
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(Symbolbild)
Foto: ERS

Stand 12.30 Uhr

Der Autofahrer sei jedoch ansprechbar, heißt es in einer Polizeimeldung. Feuerwehr, Notarzt und Rettungsdienst sind vor Ort.

Die Linie S1/S11 ist seit 12.30 Uhr zwischen Ettlingen und Albtalbahnhof unterbrochen. Züge von/nach Ettlingen und von/nach Albtalbahnhof verkehren jedoch.

Aktualisierung 14.30 Uhr

Wie die Berufsfeuerwehr der Stadt Karlsruhe mitteilt, wollte der Autofahrer die Straßenbahngleise kreuzen, um die Ostendorfstraße einzufahren. Dabei erfasste eine Straßenbahn das Fahrzeug auf Höhe der Fahrertüre und schleifte den Wagen mehrere Meter mit. Der Fahrer wurde im Auto eingeklemmt. Er musste von der Feuerwehr aus seinem Pkw befreit werden, außerdem wurde das Fahrzeug mit einer Seilwinde von den Gleisen geschleppt. Am Auto entstand Totalschaden.

Der Einsatz war um 13.15 Uhr beendet. Der Straßenbahnverkehr fließt inzwischen wieder.

Aktualisierung 15.45 Uhr

Beim Zusammenstoß mit einer S-Bahn der Linie S1 hat am Freitagmittag der Fahrer eines Post-Lieferwagens vermutlich schwere Brustverletzungen erlitten. Nach den Feststellungen des Verkehrsunfalldienstes hatte der aus Richtung der Straße im Grün kommende 52-Jährige gegen 12.15 Uhr den Ostendorfplatz zur Ostendorfstraße hin überqueren wollen und war bei gelbem Ampellicht in die Kreuzung eingefahren. Nachdem er anschließend wegen zweier Pkw vor ihm gestoppt hatte, fuhr er mit quietschenden Reifen los, wurde aber von der in Richtung Hauptbahnhof fahrenden Bahn erfasst und trotz deren Notbremsung noch mehrere Meter mitgeschleift.

Durch die Aufprallwucht wurde der Postbedienstete derart hinter dem Steuer eingeklemmt, dass er von der Feuerwehr mit der Rettungsschere befreit werden musste. Von einem Notarzt erstversorgt, kam der Mann schließlich mit einem Rettungswagen in eine Klinik. Nachdem der Postwagen mit einem Kran der Feuerwehr aus dem Schienenbereich gezogen und die Unfallstelle geräumt war, konnte der in beiden Richtungen blockierte Straßenbahnverkehr um 12.56 Uhr wieder freigegeben werden. Der Fahrzeugverkehr wurde im gleichen Zeitraum einspurig an der Engstelle vorbeigeführt. Der bei dem Unfall entstandene Sachschaden dürfte sich nach ersten Schätzungen auf rund 10.000 Euro beziffern.

Mehr zu: Ticker Straßenbahnunfall "Unfall KVV" VBK Tram



Kommentare [25]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (142 Beiträge) | 29.06.2012 19:45
    Straßenbahnunfall in Rüppurr
    Als Autofahrer habe ich die Pflicht so zu fahren, dass ich im Notfall anhalten kann. Wenn ich als Autofahrer auffahre ist das immer meine Schuld. Dies sollte auch für Strassenbahnen gelten die in Fußgängerbereiche ein- bzw. ausfahren und auf Strecken, die von Strassen gekreuzt werden auf denen sich Fußgänger, Fahrradfahrer und Autofahrer bewegen.
  • (186 Beiträge) | 29.06.2012 20:14
    Au f der Kreuzung
    Also wenn das stimmt, daß das Postauto wenn auch mit Gelb auf der Kreuzung war, muss doch auch die Strassenbahn (auch wenn sie hier vielleicht rechtlich Eisenbahn spielt) nach meiner Meinung warten, bis die Kreuzung geräumt ist. Also übersehen kann man ein Auto auf der Kreuzung am Ostendorfplatz eigentlich nicht. Ich kann doch auch mit meinem Fahrzeug bei Grün nicht einfach so losfahren ohne die Lage auf der Kreuzung zu checken. Was anderes ist es sicher, wenn wie so oft entgegen der Beschilderung dort unvermittelt abgebogen wird, das war aber zumindest nach dem Bericht wohl nicht der Fall.
  • (254 Beiträge) | 29.06.2012 20:27
    §19 Bahnübergänge
    (4) Kann der Bahnübergang wegen des Straßenverkehrs nicht zügig und ohne Aufenthalt überquert werden, ist vor dem Andreaskreuz zu warten.
  • (186 Beiträge) | 29.06.2012 21:14
    O.K., das stimmt formal
    Auch wenn die Strassenbahn hier warum auch immer innerstädtisch Eisenbahn spielt gibt es doch immer noch gesunden Menschenverstand, oder? Damit möchte ich auch keinesfalls dem oder der Fahrerin zu nahe treten, denn jedem kann mal irgendwas passieren. Aber was ich meine ist, selbst wenn ich dann als "Lokführer" im Recht bin, muss ich doch trotzdem auch gucken, wenn ich in der Stadt in eine Kreuzung fahre. Diesen Eindruck habe ich halt an dieser Kreuzung/Haltestelle häufig nicht, obwohl die ja auf Grund der vielen brenzlichen Situationen als gefählich einzustufen ist. Die Strabas fahren hier sehr oft wie die Eisenbahn und viele pfeifen bevor sie bremsen (noch mal, formal wahrscheinlich sogar korrekt).
  • (35 Beiträge) | 29.06.2012 21:18
    Wie unten geschildert...
    IST die Strecke der S1/S11 eine Eisenbahn- und keine Straßenbahnstrecke mehr, die Straßenbahn spielt dort nicht Eisenbahn sondern IST eine. Man sollte sich mit seinen Äußerungen mäßigen, wenn man keine Ahnung von dem System hier hat und auf Eisenbahnstrecken ist zu pfeifen, wenn etwas auf dem Bahnübergang ist und bei drohendem Zusammenprall zu bremsen. Reicht der Bremsweg nicht aus, ist es eben so. Das ist Tatsache und eine rechtlich saubere Angelegenheit.
  • (204 Beiträge) | 30.06.2012 12:39
    Zum lesen
    In dem Zusammenhang ist auch dieses Urteil ganz interessant zu lesen. Die Örtlichkeit sollte man trotz Anonymisierung zwinkern leicht wieder erkennen können, nämlich zwei Stationen weiter südlich. Der Fall ist nicht ganz vergleichbar, weil die Bahn dort von der freien Strecke kam, und nicht aus der Haltestelle ausfuhr, aber der Tenor des Urteils ist unter anderem, dass der Fahrer auch eine Sorgfaltspflicht gegenüber seinen Fahrgästen hat, und z.B. wegen Sturzgefahr nicht verpflichtet ist, sofort eine Gefahrenbremsung auszuführen, wenn ein PKW verkehrswidrig auf den Kreuzungsbereich zufährt.
  • (369 Beiträge) | 29.06.2012 20:43
    ?
    Der Bahnfahrer hat wohl nicht damit gerechnet daß der Fahrer des Lieferwagens wieder anfährt.
  • (35 Beiträge) | 29.06.2012 21:09
    Eisenbahn - keine Straßenbahn.
    Tatsache ist:

    Die Strecke ab Albtalbahnhof ist keine Straßenbahnstrecke mehr, sondern eine Eisenbahnstrecke. Rein rechtlich bedeutet das: Der Fahrzeugführer fährt dort nicht auf Sicht und Autofahrer haben sich so zu verhalten wie von Chris.Lok75 beschrieben. Steht dann ein Auto auf dem Bahnübergang und reicht die Notbremsung des Lokführers nicht aus, um einen Zusammenprall zu verhindern, ist das schlicht Pech und die Schuld des Autofahrers.

    @Hartmut1955: In der Stadt ist es so, dass für Straßenbahnen die selben Rechte/Pflichten wie für Autofahrer gelten, da auch die Straßenbahnen nach der StVO fahren. Was ich allerdings oben geschildert habe, sollte als Antwort auf deinen Kommentar ausreichen.
  • (68 Beiträge) | 29.06.2012 21:26
    Antwort auf Eisenbahn - keine Straßenbahn
    Bis zur Battstr. fahren die S-Bahnen auf Sicht.
    da gilt auch für die Bahn das gleiche wie für Autos,wenn die Strecke nicht frei befahrbar ist,darf die Bahn auch net einfahren.
    Erst ab der Battstr. fahren sie nach Eisenbahnvorschr.

    GUTE BESSERUNG FÜR DEN POSTLER
  • (35 Beiträge) | 29.06.2012 22:01
    Nicht Fahren auf Sicht, sondern Fahren im Sichtabstand
    ...ist was Unterschiedliches, weil du nur so fährst, dass du vor einem vorausfahrenden Zug zum Halten kommen musst und nicht vor Autos oder sowas. Ist also kein Fahren auf Sicht.

    FV-NE §12(3) und FV-NE Anlage 12
  • (186 Beiträge) | 29.06.2012 21:27
    Dann
    sollte das schleunigst geändert werden. Es gibt aus meiner Sicht keinen Grund, warum die Strassenbahn im Karlsruher Stadtteil Rüppurr eine Eisenbahn ist. Dort gibt es täglich brenzliche Situationen und es grenzt an ein Wunder, dass nicht mehr passiert.

    Und nebenbei, auch wenn ich nicht auf Sicht fahren muss, ist gucken beim Anfahren aus der Haltestelle auch bei der Eisenbahn bestimmt nicht verboten. Ich habe den Unfall gesehen und wundere mich immer noch, wie das geht.
  • (35 Beiträge) | 29.06.2012 21:31
    Warum?
    Für mich eine plumpe Ausrede, um die Verantwortung auf den Lokführer zu schieben. Warum soll der gucken, wenn ein Autofahrer nichtmal ne gelbe oder rote Ampel beachten kann? Da kann ich nur den Kopf schütteln und sagen, dass sich das so schnell nicht ändern wird, allein schon, weil die Strecke der AVG gehört und die betreibt nunmal nur Eisenbahnen und keine Straßenbahn wie die VBK in Karlsruhe.
  • (186 Beiträge) | 29.06.2012 22:05
    Sie sollten
    einfach mal meine Posts richtig lesen. Ich kritisiere nicht die Strassenbahnfahrer (oder ab irgendwelchem mir völlig unbekannten Punkt der Strecke Lokführer) im allgemeinen und auch nicht den oder die Beteiligte heute, sondern dass die Strassenbahn in der Stadt Eisenbahn ist, und plumbe Ausreden habe ich auch nicht nötig. Aber ich habe halt Schwierigkeiten damit, wenn jemand von der Haltestelle losfährt und eigentlich sehen könnte, dass in 10 Meter Gefahr droht, ob das nun eine Straba oder eine Eisenbahn ist, ist mir wurscht. Das Teil ist für mich in meiner Stadt immer das gleiche. Fahren Sie, BenCin, eigentlich immer und zu jeder Zeit mit dem Verkehrsmittel Ihrer Wahl immer nach dem Motto, ich bin formal im Recht?
  • (35 Beiträge) | 29.06.2012 22:11
    Zu Ihrer Info...
    ...fahre ich diese Fahrzeuge selber und sehe es daher als schweren Fehler an, die Sachlage so zu verallgemeinern wie Sie das tun ("Das Teil ist für mich in meiner Stadt immer das gleiche."). Ich dagegen merke den Unterschied und weiß genau wie ich mich zu verhalten habe, wenn ich von einer Eisenbahnstrecke in das Straßenbahnnetz einfahre und umgekehrt, aber manche Autofahrer wissen wohl nichtmal wie sie sich zu verhalten haben, obwohl sie nur ein Fahrzeug fahren, dass ständig nach StVO zu bewegen ist. Verantwortung tragen alle, aber sie ist eben in den verschiedenen Bereichen auf verschieden gewichtet. Damit sollte man leben können und deswegen wird auch die S1/S11 nicht einfach zu einer Straßenbahn!
  • (1282 Beiträge) | 30.06.2012 18:46
    korrekt
    deshalb halten die straßenbahnen bei umleitung und nutzung der baumeisterstraße auch an den fußgängerampeln an, wenn die auf rot schalten!
  • (1210 Beiträge) | 29.06.2012 22:00
    Mit quietschenden Reifen
    Steht doch im Bericht,wie es passiert ist.Wenn der ***gelöscht wegen Beleidigung*** steht und dann mit quietschenden Reifen anfährt,ist ja wohl die Schuldfrage geklärt.Dümmer kann man ja wohl nicht sein.Konnte man am Montag gut beobachten.Ampelanlage Durlacher Allee-Durlach Bahnhof ausgefallen.Trotz Andreaskreuz fahren aber mindestens 10 Autos ganz frech vor der Bahn vorbei.Ich hätte einfach draufgehalten.
  • (2 Beiträge) | 30.06.2012 16:33
    An "Loko" mit quietschenden Reifen
    Haben Sie den Unfall etwa gesehen ? Das Sie sich erlauben können über die Schuldfrage zu urteilen? Geschweigedenn bezeichnet man einen Mann, der in einen solchen Unfall verwickelt ist und das mit Sicherheit nicht mit Absicht, nicht als Depp. Ich würde mich in Grund und Boden schämen, einen solchen unqualifizierten Kommentar abzugeben? Wie alt sind sie? 12 oder 13?
    Ich habe den Unfall beobachtet. Der Mann ist bei Grün losgefahren und auch in die Kreuzung eingefahren. Warum der Bahnfahrer einfach losfährt ohne zu beachten wer oder was vor ihm steht, dass frage ich mich.
    Ich hoffe Sie überlegen in Zukunft, wie Sie über andere Leute urteilen und wie Sie Menschen bezeichnen, die in einen schweren Unfall verwickelt sind und vielleicht um ihr Leben bangen.
    Wenn nicht sollten Sie sich fragen, wer hier der Depp ist.
  • (1210 Beiträge) | 30.06.2012 17:55
    Kleine blonde Frau
    Ich war nicht dabei, kann aber lesen.Bei gelb in die Kreuzung eingefahren,nochmal anhalten müssen und trotz Andreaskreuz mit quietschenden Reifen noch versucht rüberzukommen.Da sollte auch eine Blonde verstehen,daß es für eine Mitschuld des Stadtbahnfahrers nicht reicht.
  • (2 Beiträge) | 30.06.2012 22:37
    Das hat doch nichts mit...
    ...einer (brünetten) "blonden Frau" zu tun. Ich bilde mir nur, im Gegensatz zu Ihnen, meine eigene Meinung und gehe nicht nur danach was ich höre oder lese. Außerdem scheint es mir als haben Sie missverstanden was ich Ihnen vermitteln wollte: Über andere Leute zu urteilen und/oder diese in öffentlich Kommentaren zu "beschimpfen" ist einfach unter aller Kanone. Nur darum ging es mir.
    Wenn Sie in der Situation des Fahrzeugs gewesen wären, hätten Sie also nicht versucht noch von der Fahrbahn zu kommen, wenn Sie sehen, dass die Bahn, warum auch immer, einfach anfährt...da könnten ja die Reifen quietschen und Leute, wie Sie, plötzlich Richter spielen. Da kann ich Ihnen nur wünschen, dass Sie nie in eine solche Situation kommen.
  • (3657 Beiträge) | 30.06.2012 06:45
    Wie sehr den Autofahrer Gelblicht interessiert...
    kann man jeden Tag zu Hauf in KA beobachten. Wie sehr ihn ein Einfahr-/Weiterfahrverbot in die Kreuzung interessiert bei Rückstau sieht man am Besten an der Kreuzung Kriegs-/Brauer-/Rheinhold-Frank-Str. oder Mühlburger Tor. Da steht man lieber quer vor den anderen auf der Kreuzung die dann grün bekommen, als einmal bei grün/gelb anzuhalten wie vorgeschrieben, damit die Kreuzung frei bleibt.

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