"Das Fest": Fünf Euro für den Hügel?
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Karlsruhe (mia/ps) - Es deutet alles darauf hin, dass "das Fest" künftig nicht mehr komplett kostenfrei sein wird. So zumindest lautet die aktuelle Beschlussvorlage für die Gemeinderatssitzung am morgigen Dienstag. Um die Voraussetzungen für die Durchführung "der einmaligen, generations- und spartenübergreifenden Kulturveranstaltung für Karlsruhe und die Region" zu schaffen, soll der Gemeinderat nun den vorgeschlagenen Maßnahmen zustimmen.
Nachdem der Stadtjugendausschuss im September der Öffentlichkeit mitgeteilt hatte, dass er "Das Fest" künftig aufgrund der Sicherheitslage nicht mehr als Träger durchführen könne, wurde eine dezernatsübergreifende Projektgruppe geschaffen, die die "Elemente des bisherigen 'Festes' auf den Prüfstand stellen sollte, um aus den Ergebnissen realistische Ansätze für 'das Fest' von morgen zu entwickeln". Insbesondere die Fragen zur Sicherheitsproblematik, Einhaltung des Jugendschutzes und zur Organisationsform sollten beantwortet werden.
"Zwei-Zonen-Modell" für mehr Sicherheit
Die Sicherheitsproblematik sei vor allem auf die "Überfüllung" zurückzuführen, so die Experten. Eine grundlegende Voraussetzung für die Fortführung der Veranstaltung sei daher nur eine Beschränkung der Besucherzahl, vor allem im Hügelbereich, sowie wirksame Zugangskontrollen. Für diese werden derzeit verschiedenen in Frage kommende Systeme geprüft. So könnten unter anderem "minderjährige Besucher mit farblich getrennten Einlassberechtigungen versehen werden, welche auch bei den Ausgabeständen von alkoholischen Getränken zur Kontrolle dienen", so die Beschlussvorlage.
Hierfür hat die Expertengruppe ein "Zwei-Zonen-Modell" vorgeschlagen, welche das Festivalgelände in die vergrößerte "Hügelzone" um die große Bühne und die "Sport- und Familienzone" bis zum Kühlen Krug unterteilt. Dabei werde der bisherige Kinder- und Familienbereich mit den Mobi-Angeboten des StjA in Richtung Kühler Krug verlagert und dadurch nicht mehr durch Konzertbesucher "gestört".
Durch die neu geschaffene Hügelzone werde der bisher stark frequentierte Weg zwischen der Alb und der Hauptbühne als Rettungs- und Versorgungsweg freigehalten. Zudem werde es in diesem Bereich keine Glasflaschen mehr geben, sondern die Getränkeausgabe ausschließlich auf Becher- und PET-Flaschen umgestellt werden.
Das Fest soll sich langfristig selbst finanzieren
Durch ein neues Getränkelogistikkonzept mit mehr Ausgaben sollen zudem mehr Erlöse generiert werden, damit sich die Veranstaltung "finanziell selbst tragen kann". Auch die geplante Organisationsform trage zur Finanzierung bei. So wird ein "Drei-Säulen-Modell" vorgeschlagen, bei dem Stadt, Wirtschaft und Bürgerschaft "das Fest" künftig, zumindest die nächsten sechs Jahre bis zum Stadtjubiläum 2015, gemeinsam tragen.
Zur Finanzierung soll auch die Einführung einer Reservierungsgebühr beitragen. Hier wird vorgesehen, dass der Zutritt zur Hügelzone am Freitag und Samstag zirka fünf Euro pro Tag kosten wird. Die Kosten richten sich allerdings nach den zusätzlichen Aufwendungen für Security und Infrastruktur. Der Sonntag und das Klassikfrühstück blieben weiterhin ohne Reservierung.
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- (77 Beiträge) | 16.11.2009 17:17StadtschussFest ohne Stja, mit Eintritt und noch mehr Kontrolle passt zwar in unsere Konsumentengesellschaft, hat aber mit der traditionsreichen Veranstaltung wie wir sie kennen und lieben rein gar nichts zu tun. Ctrl alt esc! Danke für eine schöne Jugend auf dem Hügel lieber Stadtschuss! Schade um die Zeiten als Fisher Z noch der Topact war und wir noch bis tief in die Nacht auf dem Hügel verblieben ohne von Security- Fachkräften des Geländes verwiesen wurden. Wer solche Retortenbands wie Culcha Candela oder diesem musikalischen Halbaffen einläd und sich wundert, dass der Hügel platzt tut mir leid. Fluhrer hat das Augenmaß verloren und aus dem Fest das gemacht, was wir wohl demnächst haben: ein schäbiges Kommerzspektakel mit doofen Armbändeln, abgesteckten Zonen und wahrscheinlich the best of the Charts.... austauschbarer Plastikpop. Karlsruhe trauert um das Highlight eines jeden Sommers.
- (1882 Beiträge) | 16.11.2009 19:50Culcha CandelaAls die 2006 Sonntags gespielt haben, hatte ich noch gut Platz vor der Bühne. Waren aber wohl in der Zwischenzeit zu oft in den Charts...
- (84 Beiträge) | 16.11.2009 20:05Hm, bei den meistenpassiert doch gar nichts bei Ctrl-Alt-Esc
Bei mir taucht da aber ab und zu ein Totenkopf auf.
Aber ich gebe dir recht. Ich gehe schon seit Jahren nichts mehr aufs Fest, weil es einfach keinen Spaß mehr macht. - (138 Beiträge) | 17.11.2009 08:46..stimm ich dir zu
- (4094 Beiträge) | 17.11.2009 12:19Ich glaube nicht,dass "die Leute" wegen der Topacts kommen, sondern es kommen viele, weil viele da sind. Die speziellen Fans einer Band fallen da meiner Ansicht nach kaum ins Gewicht.
- (638 Beiträge) | 16.11.2009 17:27..vernünftig....wenn man berücksichtigt, dass in jeder zweitklassigen Dorf-Disco Eintritt zu zahlen ist, ist ein Betrag von lediglich 5 Euro absolut akzeptabel !!
- unbekannt(869 Beiträge) | 16.11.2009 18:08:-)Ich seh das was anders, letztendlich gehts nur um die Kohle und das war klar, dass das irgendwann passiert, wäre ja auch zu schön gewesen, wenn es irgendwas geben würde, was noch kostenlos wäre
- (907 Beiträge) | 16.11.2009 19:43coolbluefireWas ist dir lieber, kein Fest, oder 5€ Eintritt? Das habet ihr alle denen zu verdanken, die meinen auch noch heimlich ihre Getränke mitnehmen zu müssen, um ja nicht drinnen einen Euro ausgeben zu müssen. Und dann Abends in der Kneipe, dann rollt der Rubel wieder!
Ich kannte genug von diesen Pappaenheimern. Dass so eine Veranstaltung allerdings auch eine Menge Geld kostet, das ist solchen Leuten piepsegal. Irgendwann gibts dann halt mal gar nichts mehr gratis. Selbst schuld, sage ich da nur!
- unbekannt(869 Beiträge) | 16.11.2009 21:48friend60Das ist nicht das Problem, in 2 Jahren heisst es dann 10 Euro, in drei Jahren 15 Euro usw.usw.usw
- (3724 Beiträge) | 16.11.2009 21:49(Stadt) Schuss nach hinten ??Eine Preisänderung führt normalerweise zu einer Änderung der Nachfrage (es könnten dann weniger Leute kommen) Verteilt man dann die angefallenem Kosten auf die Besucher die gekommen waren, dann merkt man, dass mit 5€ bspw. es nicht getan ist. Mögliche Maßnahme: Getränkepreise erhöhen, Mehr Eintritt verlangen.
Es kann auch sein, dass bei 5€ gar nichts passsiert und genau so viel Leute kommen wie zu Zeiten als es umsonst war.
Oder: Es kommen sogar mehr Leute. Dann aber werden die Preise aufgrund der höheren nachfrage erhöht. - (938 Beiträge) | 16.11.2009 21:54vernünftig ABERbei fünf euro müssen natürlich weiterhin top-acts vorhanden sein, um auch ein fest-feeling zu schaffen und nicht zu viele leute vom festival abzuhalten. die gefahr schleichender preiserhöhungen über die jahre ist mit einem "unkostenbeitrag" natürlich immer gegeben..
- (562 Beiträge) | 17.11.2009 10:34Fest-FeelingAlso das Fest-Feeling ging mir flöten, als immer mehr auf Top-Acts gesetzt wurde, die Bühne immer riesiger wurde und ab Nachmittag nur noch Gedrängel herrschte. Früher schlenderte man herum, traf Freunde, setzte sich irgendwo hin, hörte unbekannte, aber deswegen nicht schlechte Bands und war entspannt.
Lasst die Top-Acts weg, macht die Bühne kleiner und lasst den anderen Kram. Reservierungsgebühr. Alleine für die Wortschöpfung gehört jemandem ans Hirn geklopft. - (4094 Beiträge) | 17.11.2009 12:16Es spielen janicht nur Top Acts. Sei doch einfach von 13 bis 20 Uhr da (am besten an der Zeltbühne) und geh dann mit Kumpels, die genauso denken wie Du in einen Biergarten in der Nähe. So vermeidet man Topacts am effektivsten.
- (138 Beiträge) | 17.11.2009 08:45...Klar sind 5€ nicht viel, aber das Geld würde dann für die Sicherheitszone um den Hügel und das Sicherheitspersonal ausgegeben. Hier sind definitiv keine Mehreinnahmen zu erwarten.
Zusätzlich geht der Werbeslogan "größtes kostenloses Open-Air" verlohren, wobei am Ende doch wieder die Geldgier der Geldgeber siegen würde und endlos Tickets für die Hügelzone verkauft würden..
Aus meiner Sicht der total falsche Ansatz, lasst es so laufen wie es war und ladet keine so bekannten TopActs mehr ein, davon haben wir alle mehr! - (862 Beiträge) | 17.11.2009 09:42DAS FEST stirbtzunächst einmal,wissen wir alle zu genau, wer Alkohol trinken will, der bekommt ihn auch.Da bedarf es keine Armbändchen,Volljährigkeit.Bei 5 Euro Eintritt, die noch zu verkraften wären,verliert das Fest die Tradition.Fischer Z war ein gutes Stichwort,das waren noch Bands,die Musik gearbeitet haben.
-Back to the Roots-lasst die HipHop Bands weg,dafür gibt es Festhallen, wie in Durlach usw. und lasst dafür lieber regionale Bands spielen und ein oder zwei Highlights.Lasst den ganzen kommerziellen Schitt weg und machts wie früher.Leider kommt mann heut zu Tage nicht an Security vorbei,das halte ich für notwendig und ist auch ok.
Das sind Kosten,die könnte man umschlagen,auf gewisse Standgebühr von den Getränke und Fessalienfreaks. Warum wird immer alles was gut war kompliziert ?Neues Stadion haben wir nicht,U-strab braucht kein Mensch,aber das Fest, das hatte immer etwas Freude gebracht......und jetzt soll es sterben ?Beamtenstadt Karlsruhe - nicht mehr viel vor,eher dahinter..... - (91 Beiträge) | 17.11.2009 11:28ZustimmungDa kann ich nur zustimmen. Irgendwie haben einige Entscheider dieser Stadt wohl einen Minderwertigkeitskomplex und meinen den durch unsinnigen Gigantismus zu bekämpfen.
Warum muss man "Familien" (zu den ich/wir inzwischen gehöre/n) und "Konzertbesucher" (zu denen ich bisher immer gehörte) trennen?
Ich gebe zu, dass ich mich in den letzten Jahren nicht getraut hätte, mit Kind auf den Hügel oder vor der Bühne zu gehen. Aber warum nicht einfach wieder einen Gang zurück schalten?
Das Fest war doch genau deshalb so beliebt, weil jung und alt zusammen feierten (ohne Angst es könnte was passieren). Und soll ich dann als Familien-Festteil-Besucher über meinen Verzehr die Topacts für die Schnorrerkids (die sich vorher voll laufen lassen) finanzieren??? Von 5 Euro lassen die sich wohl kaum (incl. Sicherheit finanzieren). Nein danke!
Früher hat sich das Fest auch mal weitgehend selbst finanziert, woran das wohl lag???? - (4094 Beiträge) | 17.11.2009 12:14Das Wesentliche am Festist, dass es (fast) die ganze Bevölkerung anspricht. Und es ist ganz eng mit der Klotze verbunden. Alles andere kann im Prinzip verändert werden, wenn es gut organisiert ist. Rumzuheulen, weil das Fest heute anders ist als 1990 ist lächerlich. Es gibt genügend Veranstaltungen, die jetzt so sind, wie das Fest damals.
Bei Eintritt kommt es sehr darauf an, ob dann ewig lange Kontrollschlangen am Eingang entstehen.Und er muss natürlich durchgesetzt werden, d.h. alle Schleichwege müssen abgeschnitten werden.
Was die Überfüllung angeht, würde es sehr helfen, wenn man einfach mal heim geht, wenn einem die Musik nicht so zusagt, statt da zu bleiben, weil "alle" da sind, und sich hinterher zu beschweren, dass es so voll war.




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