Larkin Poe betören mit lieblichem Gesang
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Hamburg (dpa) - Spring» heißt das erste Mini-Album einer Konzeptreihe über die vier Jahreszeiten. Es ist zugleich das Debüt von Megan und Rebecca Lovell als Larkin Poe. Vom Bluegrass kommend, lässt die Band den Frühling in rockig-poppigen Folk-Facetten erblühen.
Erste Erfolge feierten Rebecca (18) und Megan (21) mit ihrer ältesten Schwester Jessica (23) unter dem Namen The Lovell Sisters. Zusammen brachten sie 2009 noch ihr Album «Time Grow» heraus und spielten auf diversen Folkfestivals - wie das North Carolina Merlefest in den USA. Den drei Mädchen kam dabei spielerisch ihre klassische Klavierausbildung zugute, sowie auch ihre Leidenschaft für die Wurzeln des Bluegrass mit traditioneller Instrumentierung wie Fiedel und Dobro (Resonatorgitarre).
Nachdem Jessica aus privaten Gründen die Band verließ, planten die beiden jüngeren Schwestern einen Neuanfang und benannten das Projekt nach Ihrem Urururgroßvater Larkin Poe. Mit soviel Heimatgefühl bestückt, wollten die Schwestern jedoch fort von der rein akustischen Performance, hin zu einem neuen Sound mit Einflüssen aus Folk, Pop, Country und Rock. Der hinreißende Gesang der beiden und die Vorliebe für Bluegrass ist zwar immer noch zu hören, jedoch wirkt die Musik nun mit Bass, elektrischer Gitarre und Rock'n'Roll-Schlagzeug ihrer Backing Band druckvoller und erfrischender.
Seit zwei Jahren schreiben die Schwestern eigene Songs, um ihren Fans eine eigene Handschrift zu vermitteln. «Wir lieben Musik über alles. Wir wollen nicht über die Popkultur definiert werden oder darüber, wie wir uns kleiden», meint Megan. «Wir wollen, dass die Menschen wirklich unsere Musik lieben und sehen, dass wir sehr leidenschaftlich sind, in dem, was wir sind, den Texten, die wir schreiben und wie wir spielen.»
Die größte Inspirationsquelle des Gesangstils sehen die Schwestern in dem Singer-Songwriter Jeff Buckley. Doch auch Fleetwood Mac und die Eagles prägen die Art ihres Spielens. Sie verstehen es, Tradition und Moderne zu vereinen und demonstrieren mit «We Intertwine» oder «Long Hard Fall» erste Chartambitionen. Auch wenn der manchmal rockige Gesang etwas übertrieben im Ausdruck klingen mag, so haben Larkin Poe ein eindrucksvolles und in sich schlüssiges Debüt vorgelegt, das Lust auf mehr macht.




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