Hindi Zahra mag Couscous
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Hamburg (dpa) - Sie hat sich Zeit gelassen mit ihrem ersten Soloalbum, aber jetzt scheint die Stunde von Hindi Zahra gekommen zu sein.
Die 30-jährige Sängerin mit marokkanischen Wurzeln, die seit ihrem 18. Lebensjahr in Paris lebt, legt mit «Hand Made» ein hinreißendes Debüt vor - elf Songs, selber geschrieben und arrangiert, die locker alle Genregrenzen von World Music bis Jazz und Folk hinter sich lassen.
Im Interview mit dem «Deutschlandfunk» verglich sie ihr Album mit einem marokkanischen Couscous, «alles kann zusammenpassen», und im Falle von «Hand Made» stimmt die Mischung einfach. Hindi Zahra nimmt sich, was sie braucht, aber das Resultat ist kein fader Crossover-Mischmasch, sondern exquisite, abwechslungsreiche Singer/Songwriterkost.
Das geht schon los mit dem Opener «Beautiful Tango», einer lasziven Synthese aus elegant modernisiertem Zigeunerjazz und hingebungsvollem Gesang, «Oursoul» geht schon wieder in eine andere, folkige Richtung, «Fascination» ist eine wundervoll swingende, sehnsüchtige Ballade, die ein wenig nach Cat Power klingt, und mit dem kraftvollen, hitverdächtigen «Set Me Fee» landet Kahra schließlich beim Blues - und erreicht mit dem düsteren «Kiss & Thrills» fast somnambule Qualitäten.
Es gibt einiges zu entdecken auf diesem Album, Hindi Zahra ist keine Künstlerin, die sich festlegen lässt. «Mein Vater ist immer umhergezogen» sagt sie im DLF-Interview, «das Nomadenleben liegt mir im Blut». Hoffentlich können wir noch öfter mit dieser faszinierenden Chanteuse auf Reisen gehen.




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