Local Natives: Indie-Rock aus dem Affenhaus
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Hamburg (dpa) - Die Newcomer-Band Local Natives aus Kalifornien überzeugt auf ihrem ersten Album «Gorilla Manor» mit einem frischen und vielseitigen Indie-Rock, der sich hinter den großen Acts des Genres nicht zu verstecken braucht.
Den Kern der Local Natives bilden der Keyboarder Kelcey Ayler sowie die beiden Gitarristen Ryan Hahn und Taylor Rice. Alle drei stammen aus Silver Lake bei Los Angeles und besuchten dort gemeinsam dieselbe High School. Ein Jahr nach ihrem Abschluss fanden sie sich als Band zusammen und die folgenden drei Jahre arbeiteten sie intensiv an ihren Songs.
Das Haus in Orange County, das sie während dieser Zeit bewohnten, wurde später auf den Namen «Gorilla Manor» getauft. Alle Beteiligten erlebten demzufolge einige wilde, chaotische Jahre, bevor sie im Winter 2008 die Aufnahmen für ihr Debütalbum in Angriff nahmen. Auf dem SXSW-Festival in Austin, Texas, einem der größten Indie-Festivals des Landes, avancierten die Local Natives nach zahlreichen Auftritten in kürzester Zeit zum neuen Geheimtipp.
«Gorilla Manor», das nicht nur musikalisch beeindruckende Album, besticht zudem durch ein opulentes, surreal anmutendes Artwork, für das die Rhythmussektion, bestehend aus Drummer Matt Frazier und Bassist Andy Hamm, verantwortlich zeichnet. Das Schlagzeugspiel ist neben dem Harmoniegesang von Rice und Ayler eines der auffälligeren Elemente im Gesamtsound der Band. Fraziers Spiel verleiht auch den verhaltenen Stücken des Albums eine rockige Note. Besonders geglückt erscheinen die Songs, wenn harte Riffs und Rhythmen mit den lieblichen Melodien der Sänger und Gitarristen wechseln. Dann schwingen sich die Local Natives zu ungeahnter Größe auf, wie auf dem hervorragend arrangierten Ausnahmestück «Who Knowes Who Cares» oder dem ähnlich gelungenen «Camera Talk».
Mitunter erinnert ihr Harmoniegesang wie in «World News» verdächtig an die Fleet Foxes, aber die Local Natives verzichten bewusst auf den pastoralen, einlullenden Klang jener erfolgreichen Gruppe und setzen gekonnt eigene, härtere Akzente. Auf «Gorilla Manor» belegen sie oft genug, welch Potenzial in ihnen steckt, so dass weiteren Veröffentlichungen mit Spannung entgegengesehen werden darf.




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