Leandra Gamine: Mädchen mit Stimme
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Hamburg (dpa) - Man traut seinen Ohren kaum: Ihre Stimme klingt, als hätte Leandra Gamine schon einige Leben durchlebt: Ganz dunkel getönt schiebt sie sich durch den lateinamerikanisch inspirierten Song «Tango» von ihrem Debüt «Romance».
Dabei drückt die Berlinerin mit ihren 15 Jahren noch die Schulbank, lernt Mathe und Deutsch statt durch Bars und Konzerthallen zu ziehen. Gamine - ein Künstlername - heißt zwar auf Französisch junges Mädchen, aber «Romance» klingt so ganz und gar nicht nach dem gängigen Teenie-Pop der Disney-Fabrik, der mit Miley Cyrus, Ashley Tisdale oder den Jonas Brothers momentan so populär ist.
Entdeckt hat sie der Produzent und Songwriter Fritz Graner, der sich im Musik-Business auskennt. Schließlich hat er unter anderem als Modern-Talking-Keyboarder jahrelang für Thomas Anders und Dieter Bohlen georgelt. Mit dem ohrwurmigen und simplen Bohlen-Pop aber hat «Romance» nichts zu tun: Jazz, Pop, Chanson - die Göre mit der Wunderstimme hat einfach alles drauf und ein erstaunlich reif klingendes Album vorgelegt, das den Anspruch hat, auch Erwachsene zu begeistern - und das gelingt mühelos. «Leandra ist ein absolutes Naturtalent», meint ihr Entdecker Graner, den auch «der zarte Kindfrau-Charme und ihr jungenhafter Schelm» sogleich faszinierte.
Nein, eine neue Pop-Lolita ist Leandra Gamine aber dennoch nicht. Ganz dezent ist das Video zu ihrer Single «Tango» geraten, durch das sich das Mädchen eher als Chaplins «The Kid» bewegt. Hier steht ganz eindeutig die Stimme der 15-Jährigen im Vordergrund. Und die klingt nicht nur nach dunklem Chanson, sondern vermag auch munter die Tonleiter rauf und runter zu jagen - sicher in allen Lagen.




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