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Karlsruhe Nach Meister-Aus: KSC hält an Saisonzielen fest

Die Zeit der Ausreden ist vorbei. Mit der Freistellung von Marc-Patrick Meister als Cheftrainer des Karlsruher SC hat die Mannschaft nun keine Alibis mehr. Das jedenfalls macht Manager Oliver Kreuzer am Montag deutlich.

"Im Spiel am Freitag hat die Mannschaft alles vermissen lassen. Das war ein Offenbarungseid", spricht Kreuzer Klartext. Man habe andere Ziele und Vorstellungen vom Saisonstart. "Wir wollen Stabilität reinbekommen und Defensiv gut stehen – das haben wir bis zum heutigen Zeitpunkt nicht geschafft." Man habe nicht nur eine Ergebniskrise, sondern auch die Art und Weise, wie die Mannschaft spiele, sei nicht befriedigend. "Die große Gegentorflut spricht auch für sich."

Die Entscheidung einen Trainer zu entlassen falle nie einfach, aber man habe sich viele Gedanken gemacht und Gespräche geführt und beschlossen, "dass wir jetzt einen neuen Weg gehen." Vorerst übernehmen Zlatan Bajramovic und Christian Eichner die Trainingsarbeit. Wie lange dies der Fall sein wird, lässt Kreuzer offen. "Im Fußball soll man nichts ausschließen." Er sucht nach einem Trainer mit Erfahrung und einer gewissen Art von Autorität.

"Wenn du in 12 Monaten vier Trainer beschäftigst, dann spricht das nicht für gute Arbeit. Ich übernehme da auch die volle Verantwortung", so Kreuzer. Meister habe er als Fußballfachmann kennengelernt, "als Trainer, der klare Ansagen machen kann." Er habe ihm die Herausforderung daher zugetraut. Nun müsse man aber eingestehen, dass dies nicht funktioniert habe. "Es war wirklich so, dass wir eine gute Vorbereitung hatten, es war ein guter Teamgeist in der Mannschaft. Ich hatte ein richtig gutes Gefühl. Dann begann die Meisterschaft und auf einmal waren die elementaren Dinge alle nicht mehr da."

Der Auftritt am Freitag in Köln sei dann einfach nur erschreckend gewesen. "Deswegen glaube ich, dass der Schritt, jetzt etwas Neues zu tun nach dem fünften Spieltag, der ist richtig. Es sind immer noch 33 Spiele. Wir rücken auch nicht von unseren Zielen ab."

Die erste Bewährungsprobe haben Bajramovic und Eichner am Dienstagabend im badischen Verbandspokal gegen den SV Rohrbach/Sinsheim (Anpfiff 19.30 Uhr). Bajramovic äußerte am Montag allerdings erst einmal Kritik: "Meiner Meinung nach werden im Fußball viel zu schnell die Trainer entlassen." Ein Trainer müsse sich natürlich immer vor die Mannschaft stellen, aber man solle den Spielern nicht zu oft dieses Alibi geben. "Da muss ich die Jungs in die Verantwortung nehmen", so der Ex-Profi.

Ihn selbst habe die Trennung überrascht. "Aber ich bin Fußballer durch und durch und helfe, wo ich kann." Zugleich fordert er von der Mannschaft ein, dass sie auch etwas zurückzahle. "Sie kann nicht immer nur fordern." Er erwartet, dass Zweikämpfe angenommen werden. "Wenn Mannschaften bis vor unser Tor kommen, ohne dass wir sie berührt haben, dann hat das weder etwas mit Taktik zu tun, noch mit etwas anderem. Dann hat das mit Feigheit zu tun!"

Der Coach packt seine Spieler damit an der Ehre. Jetzt bleibt abzuwarten, wie sie darauf reagieren.

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Kommentare (33)
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  •   haustier
    (1252 Beiträge)

    ...
    stimmt, viele hier im netz begreifen einfach nichts ...

    Ich bin kein Freund vom Welle, gehe mit Sicherheit auch nicht mit einigen seiner Entscheidungen konform, aber bevor man hier wieder sinnlose Sprüche abgibt oder Hetze betreibt sollte man vielleicht auch eindeutige Alternativen aufzeigen und nicht wieder ankommen mit: der könnte das machen oder der wäre der Richtige. Das "könnte", "wäre" kann man sich sonst wo hin stecken !
    Soweit mir bekannt ist, besteht der Aufgabenbereich eines Präsidenten darin, den Verein wirtschaftlich zu führen und ihn nach außen hin zu vertreten .. und darin sehe ich kein Fehlverhalten ! Für beispielsweise den sportlichen Bereich gibt es den sportlichen Leiter, für Buchhaltung/Steuern eine entsprechend andere kompetente Person.

    Wenn hier Schuldige zu suchen sind, dann fange mal den Spielern an. Die Meisten meckern nur über den Vorstand und jubeln den wahren Versagern (denen auf dem Platz) regelmäßig zu.
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  •   RainerBu
    (259 Beiträge)

    genau
    stimme zu. Übrigens sind die Spieler bei Normalform zumindest gut genug für einen Mittelfeldplatz. Aufstiegsdruck sofort ist nicht gut. Sollen sich mal auf ihren Job konzentrieren . Gegen Leverkusen sind sie hohes Tempo gegangen.Gegen schnelle Kölner waren sie schlafmützig hoch drei. Kann ich auch nicht verstehen.
    Scheint als ob sie sich für den schnöden Liga-Alltag etwas zu schade sind . Unkonzentriert sind .
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  •   sauerbraten
    (1637 Beiträge)

    Wer in 12 Monaten vier
    Trainer beschaeftigt, macht etwas verkehrt,- sehr richtig, Herr Kreuzer und wer Dutzende Spieler holt, die, durch die Bank, den Nachweis der Tauglichkeit schuldig bleiben, ebenso. Wenn Herr Kreuzer dann noch sagt, dass er die Verantwortung uebernimmt, dann sei die Frage erlaubt, was diese Verantwortung-Uebernahme nun tatsaechlich bedeutet und was die Konsequenz daraus ist? Und wenn er sich dann noch hinstellt und sich von dieser unumgaeglichen Trainerabloesung ueberrascht zeigt, obwohl er zuvor soooo ueberzeugt vom Meister war, dann wuerd ich das in der Kategorie, "Vielsagend" eintueten. Schade, haette mir zu dem Kreuzer-Foto jetzt eine andere Schlagzeile und einen anderen Folgetext gewuenscht.
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  •   Garrincha
    (317 Beiträge)

    hahaha
    zwinkern
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  •   Torflut
    (2151 Beiträge)

    Ist halt
    das übliche Gerede.
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  •   Mannheim56
    (73 Beiträge)

    Trainer Suche
    Der grundlegende Fehler für die Misere von heute liegt mit Sicherheit in der Verpflichtung von oral . Diese Verpflichtung und die null Bockmentalität unseres Sportdirektors Jens Todt führten zu dieser schlimmen Situation .Im Dezember des vergangenen Jahres stand man vor einem Scherbenhaufen Mirko Slomka Als Retter den einzigsten Fehler den man Kreuzer anlasten kann ist die Installation von meister . Durch diese Installation ist auch die Sommervorbereitung für einen neuen Trainer vorbei . Manche Kommentare erscheinen oftmals böse und es wird alles verantwortlich gemacht außer die Mannschaft selbst . Die heutige ansage Durch die Trennung erscheint mir mehr als notwendig und glaube auch Das ist für die Spieler wichtig war diese klaren Ansagen sich anhören zu müssen . Die Spiele geben Interviews welche wenig sinnhaft sind Sie sollten lieber mal arbeiten für ihr Geld . Dem neuen Trainer kann man nur viel Glück wünschen und ein gutes Händchen
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  •   sauerbraten
    (1637 Beiträge)

    Es ist wohl wahr, dass "der rote Faden"
    der schlechten Entscheidungen schon vor Kreuzer Fahrt aufgenommen hat - die Abgaenge von Hennings und Yabo nicht vernuenftig kompensiert zu bekommen, war ein Knackpunkt, Mauersberger & Gordon ohne Not quasi wegzuschicken, ein Weiterer, dann kam der Oral mit nem Dreijahresvertrag , der naechste Meilenstein im Selbszerstuemmelungsprozess des KSC - all das wurde nicht von Kreuzer verbockt, aber ab Slomka hatte er bei allem seine Finger im Spiel. Als der KSC in die letzte Winterpause ging, war er noch zu retten, nach Kreuers Panikeinkaeufen dann nicht mehr. Meister war zu keiner Zeit eine Loesung und schon vor Saisonstart verbrannt. Da haette spaetestens mit dem Abstieg Schluss sein muessen. Und auch jetzt sieht es wieder so aus, dass die Kaderzusammenstellung nicht schluessig ist und mit Mehlem wurde ein hochbegabtes Eigengewaechs ohne Not abgegeben. Glaube nicht, dass der unbedingt weg wollte, aber der KSC konnt ja nix mit ihm anfangen. Nee, also ich hab kein Vetrauen mehr in Kreuzer
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  •   HerrSchwarz
    (38 Beiträge)

    Das öffentlich ausgegebene Saisonziel
    mit dem sofortigen Wiederaufstieg und dem damit verbundenen ersten Tabellenplatz war von Anfang an unseriös und überheblich. Selbst wenn die Verantwortlichen ein solch ambitioniertes Saisonziel verfolgen, muss dies nach außen hin nicht so plump kommuniziert werden.
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  •   nochnoname
    (27 Beiträge)

    Hätte schon einen Vorschlag für Eiche und Zlatan für die Abendgestaltung:
    Nen Sixer kaufen, mal beim Ede vorbeischauen, gemütlich auf der Terasse hocken und fragen wie das eigentlich so geht mit dem Aufsteigen.

    Im Ernst, so gut wie sich Eichner und Becker kennen kann man sich da ruhig mal austauschen und sich so nen Berater im Hintergrund ins Boot holen finde ich...
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  •   Ludwigsstammtischbruddler
    (568 Beiträge)

    Den Neuen
    am besten gleich wieder mit einem langfristigen Vertrag ausstatten. grinsen
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