6  

Karlsruhe KSC-Trainingslager: Tag 4 - Ausfälle, Verlängerungen und Neuzugänge

Bis zum 15. Januar weilt der Karlsruher SC im Trainingslager im spanischen Estepona, wo sich der abstiegsbedrohte badische Zweitligist auf die Rückrunde vorbereitet. Das Ziel ist klar: Es geht um den Klassenverbleib in der zweiten Liga. Für ka-news ist Harald Linder vor Ort und berichtet täglich aus dem Trainingslager an der Costa del Sol.

"Direkt spielen, direkt spielen", rief Co-Trainer Marc-Patrick Meister seiner Trainingsgruppe heute morgen immer wieder zu, als Passspiel auf dem Programm stand, während Mirko Slomka mit seiner Gruppe Doppelpässe und Torabschluss üben ließ.

KSC-Team kämpft mit Grippe und Verletzungen

Da konnte Erwin "Jimmy" Hoffer noch nicht mittun, aber der KSC-Angreifer stand nach auskurierter Erkältung zumindest wieder auf dem Platz und lief seine Runden. Hoffers Platz auf der KSC-Krankenstation hat derweil Dirk Orlishausen eingenommen. Dieser musste mit Grippe das Bett hüten und wird morgen im Testspiel gegen den 1.FC Magdeburg (14 Uhr auf der KSC-Anlage in Estepona, ka-news wird berichten) nicht zum Einsatz kommen.

Das gilt auch für Martin Stoll und Manuel Torres, die beide nach Verletzungen an der Hüfte, beziehungsweise am Oberschenkel zurzeit aufs Fahrradfahren im Fitnessraum des Hotels beschränkt sind. Ebenfalls angeschlagen ist Marin Sverko, dessen Einsatz morgen ebenfalls ungewiss ist. Zudem absolvieren Gaetan Krebs und Enrico Valentini weiter ihr Aufbauprogramm, wobei Teamarzt Marcus Schweizer vor allem Krebs schon sehr gute Fortschritte nach dessen Kreuzbandriss bescheinigt.

Ein Stürmer "anders als die, die wir haben"

Alle anderen Spieler sind fit und mit Freude und Eifer dabei, wie Cheftrainer Mirko Slomka zufrieden konstatiert. Er lernt seine Mannschaft "immer besser" kennen, wie er sagt und macht sich ein immer deutlicheres Bild über die Stärken und Schwächen seiner Akteure. Dass er sich zusammen mit Sportdirektor Oliver Kreuzer Verstärkungen auf der einen der andere Position wünscht, wird morgen im Gespräch mit Präsident Ingo Wellenreuther und Vize Günter Pilarsky, die dann zu Besuch kommen, ein Thema sein.

"Auf der Mittelachse würden wir gerne noch etwas tun", sagt Oliver Kreuzer und meint damit einen Innenverteidiger, einen Mittelfeldspieler und einen Stürmer, der "anders ist, als die, die wir jetzt haben", so Slomka. Ihm schwebt dabei ein großgewachsener, kopfballstarker Angreifer vor- wobei mit Vadim Manzon zwar ein solcher Spieler im Kader ist, der aber wohl nicht die von Slomka gewünschte Qualität mitbringt und deshalb auch zu Hause in Karlsruhe blieb.

Für das Mittelfeld hat man bei KSC immer noch Jonas Meffert im Blick, der nach seinem Wechsel vom KSC zum SC Freiburg dort nicht über die Rolle eines Reservisten hinauskam, der dem KSC als Leihspieler aber "durchaus helfen könnte", wie Kreuzer sagt.

Bleiben Yamada und Valentini im Wildpark?

Der muss sich aber nicht nur mit möglichen Neuzugängen beschäftigen, sondern auch mit Spielern, deren Verträge auslaufen, mit denen der KSC aber gerne verlängern würde. Diese Spieler haben bislang aber alle Gespräche abgeblockt. Das ist kein Wunder, denn noch ist nicht klar, wohin die KSC-Reise geht.

Das gilt zum Beispiel für Hiroki Yamada ebenso wie für Enrico Valentini, die sich wohl erst dann äußern werden, wenn klar ist, ob der KSC weiterhin in der zweiten Liga spielt oder doch den bitteren Gang in die dritte Liga antreten muss. Für Mirko Slomka ist Letzteres kein Thema. Der ist fest davon überzeugt, "dass wir den Klassenerhalt schaffen werden."

Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (6)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!