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Teheran Ex-KSC-Coach Winfried Schäfer neuer Trainer in Teheran

Kamerun, Thailand, Jamaika und jetzt Iran: Winfried Schäfer hat eine neue Herausforderung gefunden. Der 67-Jährige freut sich auf die tägliche Arbeit auf dem Trainingsplatz - und viele neue Eindrücke daneben.

Fußball-Weltenbummler Winfried Schäfer hat auf seiner Job-Reise über die Kontinente eine neue Aufgabe übernommen. Der 67-Jährige ist neuer Trainer des iranischen Hauptstadt-Clubs Esteghlal Teheran.

Er habe einen Zweijahresvertrag unterschrieben, bestätigte Schäfer der Deutschen Presse-Agentur. Der Club veröffentlichte auf Twitter Bilder, die den ehemaligen Nationaltrainer Jamaikas und Kameruns bei der Vertragsunterschrift zeigen.

«Die Leute hier sind sehr freundlich und stolz, dass ich hierher gekommen bin», berichtet der frühere Trainer des Karlsruher SC (1986-1998) kurz nach der Vertragsunterzeichnung. Man merke, welch großen Stellenwert sein neuer Club in Teheran habe. «Das ist ein riesiger Verein, wie Schalke 04 oder Borussia Dortmund in der Bundesliga», sagt Schäfer. «Wahnsinn, was hier abgeht.»

Der frühere Profi von Borussia Mönchengladbach, Kickers Offenbach und dem KSC hatte neben seinen Tätigkeiten als Nationaltrainer auch schon Clubs in Dubai, Aserbaidschan und Thailand trainiert. Nun also Iran. «Ich habe mir das gut überlegt», sagt Schäfer. «Ich hatte einige Angebote.»

Der iranische Fußball habe ein hohes Niveau, sagt er. «Das Land ist regelmäßig bei der WM, hat sich auch jetzt schon für Russland 2018 qualifiziert.» Auch die Liga sei sehr gut.

Schäfer, der mit Kamerun 2002 den Afrika Cup gewann, betont: «Ich möchte wieder jeden Tag auf dem Trainingsplatz stehen. Da freue ich mich drauf.» Daneben will er aber auch seine neue, zumindest vorübergehende, Heimat kennenlernen. «Das Land hat eine große Kultur. Das wird auch interessant.»

Mit Esteghlal freut er sich besonders auf das Stadtduell mit Persepolis - das «Derby gegen die Roten», wie Schäfer sagt. Davor hat der Coach jedoch einiges zu tun. Sein Club steht in der Liga nur auf Rang elf, habe zudem Verletzungssorgen, erklärt Schäfer. Da gebe es viel Arbeit. «Aber ich bin einer, der gerne arbeitet.» Schon am Mittwoch soll es mit dem ersten Training losgehen.

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