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Karlsruhe KSC-Teamplayer Peitz: "Wir tun gut daran, etwas tiefer zu stapeln"

Dominic Peitz studiert Sport-Business-Management, wird wohl im Laufe des Jahres mit dem Bachelor abschließen. Doch sein Hauptaugenmerk gilt noch immer dem Profifußball. "Peitzer" ist der Mann im Kader des Karlsruher SC, der gar nicht anders kann als immer alles zu geben; der in Sachen Einsatz nur Vollgas kennt, der aufgrund seiner enormen sozialen Kompetenz auch als "Kabinenspieler" und Leader gilt. Mit Peitz sprach Peter Putzing.

Herr Peitz, Sie gelten als absoluter Teamplayer, sind nach außerhalb des Spielfeldes für die Mannschaft enorm wichtig. Dennoch: Sportlich können Sie nicht rundum mit Ihrer Situation zufrieden sein, Sie sitzen zur Zeit auf der Bank.

(lacht) Wenn ich 21 Jahre alt wäre, dann könnten Sie vielleicht auf eine andere Reaktion hoffen. Aber in meinem Alter (Anm. d. Redaktion: Peitz ist 31 Jahre alt) ist man ruhiger. Ich weiß, wie der Hase läuft, wie das Profigeschäft geht. Natürlich will ich spielen, aber das eine - nicht zu spielen - hat mit dem anderen - unzufrieden zu sein - überhaupt nichts zu tun.

Mit Ihren Teamkollegen Dennis Kempe und Dimitrios Diamantakos wird heftig verhandelt. Auch Ihr Vertrag läuft aus. Wie ist da die aktuelle Situation?

Ich halte es mit Sportdirektor Jens Todt, der da sagt: Ich vermelde etwas, wenn es etwas zu vermelden gibt.

Ist die Verlängerung auch davon abhängig, wer Nachfolger von Markus Kauczinski wird?

Von meiner Seite aus nicht.

Haben Sie eine Meinung dazu, dass sich die Trainersuche nun schon mehr als vier Monate hinzieht?

Man beobachtet das als Spieler natürlich, aber das ist ganz allein Vereinssache.

In der Rückrunde läuft es gut: vier Spiele, zehn Punkte. Reicht es noch dazu, ganz vorne heranzukommen?

Für mich stellt sich diese Frage so nicht. Ich habe es mannschaftsintern nicht so vernommen, dass wir zur Aufholjagd blasen. Da hat keiner gesagt: "Wenn nicht wir, wer dann?"

... aber darüber wird öffentlich diskutiert.

Wir wollten so verfahren, wie wir es die letzten drei Jahre gemacht haben: vorsichtig sein, die kommenden Aufgaben lösen. Wir haben all die Probleme, die es anfangs der Saison gab, gut in den Griff bekommen. Wir haben mittel- bis langfristig eine gute Situation.

Wir sollten uns keine Ziele setzen, die man nur schwer verifizieren kann. Wenn wir dieses Jahr nicht ganz mit vorneweg gehen, dann ist das auch irgendwie ganz normal. Wir tun gut daran, etwas tiefer zu stapeln und nicht nach jedem dritten Sieg etwas Großes aufzurufen. Wenn man alles richtig einordnet, dann sind wir in einer  Supersituation.

In Braunschweig kassierte der KSC eine 0:6-Klatsche. Da ist man sicher motiviert, das wieder gutzumachen?

Natürlich will man das ausmerzen. Aber das war eine andere Situation! Nach der verpassten Relegation war für uns eine schwierige und auch "komische" Zeit. Ich bin sicher, dass das Ergebnis so nicht wieder eintreten wird.

Wie sehen Sie Ihre Chancen, beim Anpfiff dabei zu sein?

Ich versuche in jeder Einheit Leistung zu bringen, versuche permanent die Trainer zu überzeugen, dass ich Samstag auf dem Platz stehe. Schauen wir mal, ich lasse mich überraschen.

Die Fragen stellte Peter Putzing.

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