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Karlsruhe KSC-Allrounder Valentini: "Freue mich riesig auf FC Bayern-Spiel"

In der zweiten Liga gibt es wohl kaum einen Profi, der so vielseitig einsetzbar ist wie KSC-Spieler Enrico Valentini. Egal ob in der Offensive oder in der Viererkette - Valentini spielt überall gut. Zuletzt hatte er sich beim Karlsruher SC auf der Position des Rechtsverteidigers fest gespielt. Als er vor dem Jahreswechsel nach einer Gelbrotsperre in die KSC Startelf zurückkehrte, kam er als Linksverteidiger zum Einsatz. Fast logisch, dass er auch dort einen guten Job ablieferte. Mit dem 26-Jährigen sprach Peter Putzing.

Herr Valentini, haben Sie das neue Jahr gut begonnen?

Ja, es begann super. Mit der Familie, ganz ruhig…

... zu Hause in Nürnberg oder sonst wo auf der Welt?

In Nürnberg.

Gibt es irgendwelche Vorsätze?

Nein, so etwas mache ich nie - sportlich wie privat. Ich nehme es, wie es auf mich zukommt.

Der KSC war Ende 2015 klar im Aufwind. Glauben Sie noch an den Aufstieg in Liga eins?

In der zweiten Liga ist vieles möglich. Paderborn war vor zwei Jahren zu einem ähnlichen Zeitpunkt auch im Mittelfeld der Tabelle platziert und ist am Ende aufgestiegen. Wir haben auf jeden Fall die Qualität, etwas Ähnliches zu schaffen.

Ihr Trainer Markus Kauczinski traut dem Team zu, dass es eine Serie startet und dann ganz vorne ranschnuppert.

Das sehe ich genau so. Es ist noch einiges für uns drin.

Trainer Markus Kauczinski geht am Ende der Saison. Beeinflusst Sie das irgendwie?

Nein, weder mich noch die Mannschaft. Wir merken nichts davon. Er ist genau so engagiert dabei wie zuvor auch. Auf dem Platz und in den Ansprachen. Wir arbeiten alle wie vor seiner Entscheidung. Wir haben eine gute Gruppe, mit einer gesunden Ordnung, daher läuft da nichts aus dem Ruder.

Haben Sie einen Wunschkandidaten als Kauczinski Nachfolger?

Nein. Ich kenne wenig Trainer aus eigener Erfahrung, und die, die ich kenne, haben zudem alle Jobs. Ich lasse mich überraschen, mir ist das im Endeffekt egal.

Auffällig ist: Der Konkurrenzkampf im KSC Kader ist knallhart. Auch für Sie. Sascha Traut ist wieder fit, und der verteidigt rechts - auf der Position, die zuletzt Ihr Stammplatz war. Wie sehen Sie die Aussichten?

Grundsätzlich darf sich bei uns eigentlich keiner als Stammspieler fühlen, auf jeder Position hat der Trainer Auswahl. Die Vorbereitung läuft, da muss man im Training und in jedem Testspiel den Trainer überzeugen. Wenn man schlecht trainiert und schlecht spielt - dann ist man draußen. Ich gebe alles und bin zuversichtlich, dass ich dann am Ende in der Startelf stehe. Aber nochmals: Als Stammspieler kann sich bei uns keiner bezeichnen.

Beeindruckend ist Ihre Vielseitigkeit. Egal ob vorne, egal ob hinten. egal ob rechts oder links: Enrico Valentini spielt überall gut. Wie kommt das?

Woher das kommt weiß ich nicht. Aber: Grundsätzlich werde ich lieber auf einer Position gesehen...

… und diese Lieblingsposition wäre?

Links vorne. Aber ich kann mich eben auch mit anderen Positionen anfreunden. Ich versuche mich in die neue Situation zu versetzen, mich auf die spezielle Anforderung zu konzentrieren und dann, das alles einfach bei vollem Einsatz zu genießen. Beim KSC spiele ich seit eineinhalb Jahren rechts hinten. Zuletzt auch mal links, was auch in Aalen schon vorkam. Und auch wenn es wie eine Floskel klingt: Wo mich der Trainer hinstellt ist letztlich egal, wichtig ist, dass ich spiele.

Wo werden Sie beim Auftakt gegen den FSV Frankfurt spielen?

Valentini (lacht): Wie gesagt: da, wo mich der Trainer hinstellt.

Zuvor geht's im Testspiel gegen die Bayern. Ist das für Sie als Franke etwas Besonderes?

Ob Franke oder nicht: Gegen Bayern München zu spielen, das ist etwas ganz Besonderes. Da kommt die Creme de la Creme des Fußballs in das ausverkaufte Wildparkstadion - das ist großartig für uns und die Fans.

Haben Sie nicht ein wenig Furcht vor Lewandowski, Robben oder Ribery?

Gar nicht. Das Motto heißt: Genießen und das Beste aus sich herausholen gegen solche Topstars. Das wird interessant, weil Bayern kurz vor dem Saisonauftakt steht, sich nicht blamieren will und dort viele um ihren Platz kämpfen. Ich freue mich riesig auf dieses Spiel.

Die Fragen stellte Peter Putzing.

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