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Karlsruhe Tabelle "interessiert nicht": KSC geht mit Selbstbewusstsein in weitere Saison

Der Start in die Saison war sehr durchwachsen, doch nun scheint eine Trendwende geschafft zu sein. Der Karlsruher SC steht aktuell in der Tabelle auf Rang 9. Doch wie Trainer Schwartz angibt, interessiert ihn das aktuell nicht so sehr.

Nach zwei Siegen in Serie, nach dem ersten Auswärtserfolg der Saison - dem überzeugenden 3:0 in Rostock - gingen die Karlsruher mit viel Ruhe und Selbstbewusstsein in das wegen der Partien der DFB-Auswahl gegen England und Frankreich spielfreie Wochenende.

Doch so ganz ohne Spielpraxis wollten die KSC'ler dann doch nicht sein. Daher absolvierten sie am vergangenen Donnerstag in Freiburg ein Testspiel –unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Die Partie, die im Trainingszentrum der Breisgauer stattfand, endete 0:0. Nicht mit dabei: Fabian Schleusener, der neue Torjäger des KSC. Den schonte Chefcoach Alois Schwartz, denn für "Schleuse" sind nach seinem Kreuzbandriss Anfang 2017 kleine Auszeiten noch immer gut.

16 Treffer bis zum Saisonende?

Schleusener und Trainer Schwartz – das sind zwei der Hauptverantwortlichen für den Aufschwung der "Blau-Weißen" in den vergangenen Wochen. Beim 3:0 Sieg in Rostock gelang dem 26-Jährigen Stürmer zum zweiten Mal in dieser Saison ein Doppelpack. Schleusener entwickelt sich immer mehr zum KSC-Top-Torjäger. Bisher stehen sechs Treffer zu Buche. Statistisch betrachtet erzielt er alle 131 Minute einen Treffer.

Diese Tendenz geht nach oben, auch weil er nach dem Kreuzbandriss immer besser in Form kommt. Rechnet man die Torbilanz hoch, dann stünden am Ende der Saison mindestens 16 Treffer auf dem Konto von "Schleuse." Dazu befragt, lacht der Ex-Freiburger. "Na ja, da sollte man die Kirche im Dorf lassen. Natürlich wird man als Stürmer an Toren gemessen und natürlich will man möglichst viele Tore machen, da bin ich keine Ausnahme. Aber: Für mich geht es um den Gesamterfolg – Fußball ist Mannschaftssport. Wenn wir in Rostock gewonnen hätten, ohne dass ich ein Tor gemacht hätte - ich hätte mich genauso gefreut."

Apropos Erfolg: Seit Schwartz Chefcoach im Wildpark ist, kehrte der Erfolg zum KSC zurück. Die Basis dafür? Die Defensivarbeit. In zehn Spielen unter seiner Regie blieben die Badener sechsmal ohne Gegentor, ließen nur vier Treffer zu. Der KSC wurde wieder zum Badischen Bollwerk – wie einst unter Ex-Coach Markus Kauczinski.

Fokus liegt auf dem Nachwuchs

Diese Entwicklung ist für Schwartz das Ergebnis "von harter Arbeit. Wir feilen in jedem Training daran, dass wir gut gegen den Ball spielen, dass wir eng stehen, einander helfen und jedem Gegner wenig Räume geben - und das funktioniert." Zudem hat Schwartz im Vergleich zu den ersten Partien rund die Hälfte der Feldspieler ausgetauscht - auch aus Verletzungsgründen.

Die fünf neu eingesetzten Spieler sind im Schnitt sieben Jahre jünger - und viel laufstärker. Auch das ist ein Puzzleteil zum Erfolg. Schwartz hat schon in seiner Zeit als U23 Trainer in Kaiserslautern ein gutes Auge für Talente bewiesen. In den sechs Jahren bei den Roten Teufeln gelang unter seiner Regie 15 Feldspielern und drei Torhütern – darunter Nationalspieler Kevin Trapp – der Sprung zu den Profis.

Beim KSC gibt Schwartz im Moment einigen Nachwuchsspielern eine Chance, bei den Profis reinzuschnuppern: "Im Training sind vier A-Jugendspieler dabei. Pakalis Herzog, Oliver Wähling, William Heers und Torhüter Mario Schragl. Ich hätte gerne noch ein paar mehr, aber einige sind mit U-Nationalmannschaften unterwegs", sagt Schwartz.

Trotz der positiven Entwicklung, trotz der etlichen Erfolge, Schwartz beteuert immer wieder, dass ihn aktuell die Tabelle „nicht interessiert.“ Erst wenn die Winterpause bevorsteht, dann werde er „sicher mal kurz draufschauen und beobachten: Was hat sich ergeben? Was haben wir an Punkten gesammelt?“ Zunächst habe die Partie gegen Zwickau absolute Priorität. „Für mich ist zunächst wichtig, dass wir unsere Spiele weiter so gestalten wie zuletzt und punkten.“

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Kommentare (7)
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  •   schwarzvoraugen
    (2751 Beiträge)

    14.11.2017 11:33 Uhr
    Der echte FC Bayern hatte auch einen schlechten Start
    legte dann aber eine echte Trendwende hin, steht heute unangefochten auf Platz 1.

    Wir reden nach zwei Siegen bereits von einer Trendwende, liegen weit abgeschlagen von der Tabellenspitze auf Platz 9.

    So gibt es also doch einen messbaren Unterschied zwischen dem FCB und dem Möchtegern FCB.

    Deshalb: Schnauze halten, Leistung zeigen und immer wieder den Abstand zur Spitze verinnerlichen. Dann wird das was.
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  •   hansfranz12
    (261 Beiträge)

    13.11.2017 17:05 Uhr
    ksc
    wenn die aufsteigen wird das huhn in der pfanne verückt.
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  •   friend60
    (2529 Beiträge)

    13.11.2017 17:01 Uhr
    Schwartz
    Ich glaube an ihn, eine positive Änderung ist klar ersichtlich. Weiter so grinsen
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  •   Rundbau-Gespenst
    (9708 Beiträge)

    13.11.2017 16:25 Uhr
    aber Herr Putzing...
    ... nix Neues? Die Lobhymne auf Herrn Schleusener gab's doch die Tage schon mal!
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  •   RaZheL
    (149 Beiträge)

    13.11.2017 14:37 Uhr
    Mir persönlich
    Mir gefällt dieser Herr Schwartz ungemein. Er strahlt eine super Ruhe in den Interviews aus und analysiert dies sehr sachlich. Ich glaube mit ihm kann noch mehr gehen. Sind wir gespannt.

    RAUS IN DEN WILDPARK!!!
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  •   Senfdazu
    (60 Beiträge)

    13.11.2017 16:14 Uhr
    Jep
    aber nicht nur in guten Zeiten sondern auch, wenn der KSC die Unterstützung und den (Schönwetter- und fans bringen nicht den benötigten) Rückhalt dringend braucht. Auf in den Wildpark, und nicht nur bei wichtigen Gegnern. Jeder Gastverein ist, wenn es zum Unterstützen unseres KSC geht, darauf hinzuweisen, wer im Wildpark regiert. Also: #nurderksc
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  •   Senfdazu
    (60 Beiträge)

    13.11.2017 16:02 Uhr
    Jep
    der Wildpark macht wieder Spaß. Macht die Hütte voll.
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