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Karlsruhe Und jährlich grüßt das Abstiegsgespenst: KSC vor dem Endspiel der Endspiele

Am kommenden Sonntag steigt im Karlsruher Wildpark das Abstiegsendspiel des Karlsruher SC gegen Eintracht Frankfurt. Wohl kein KSC-Fan wird sich ungläubig die Augen reiben, ob des erneuten Endspiels am letzten Spieltag. Denn jährlich grüßt das Abstiegsgespenst im alten Geisterschloss Wildpark.

Gegen Union Berlin sollte es 2011 mit dem Klassenerhalt aus eigener Kraft reichen. Aber wieso sollte es dieses Jahr wieder hinhauen? Der KSC ist einfach keine Endspielmannschaft...

In der Saison 2010/2011 hatten es die Blau-Weißen um (inzwischen Ex-) Trainer Rainer Scharinger in denen eigenen Händen, oder wohl besser in den eigenen Füßen. Dieses Jahr gestaltet sich das Thema Abstieg ein bisschen anders. Der KSC muss, um den direkten Klassenerhalt zu schaffen, auf einen Patzer der Kontrahenten Aue oder Cottbus hoffen.

Was spricht eigentlich noch für den KSC?

Bei einem Sieg gegen den sicheren Aufsteiger Eintracht Frankfurt bliebe man dann in der Liga. Bei einer Niederlage des KSC und einem Sieg der Alemannia aus Aachen müsste die Elf um Trainer Markus Kauczinksi den sofortigen Gang in die 3. Liga antreten.

Aber was spricht eigentlich für den KSC? Vielleicht höchstens, dass die Männer vom Main bereits aufgestiegen sind und es am letzten Spieltag ein bisschen schleifen lassen. Darauf muss der KSC hoffen, denn traditionell sind die Blau-Weißen keine Endspielmannschaft. Ob nun im Halbfinale des Uefa-Cups gegen den vermeintlich schwächsten Gegner Casino Salzburg oder am 34. Spieltag der Saison 1993/1994 gegen Wattenscheid, als ein Sieg gerreicht hätte, um erneut in den Uefa-Cup einzuziehen. Aber die Elf verlor mit 1:5. In dieser Saison hatte der KSC bereits einige Endspiele, die punktlos liegengelassen wurden.

Man kann quasi die Uhr danach stellen, dass dem KSC in wichtigen Spielen die Nerven versagen. Hansa Rostock, FSV Frankfurt, FC Ingolstadt und nun Alemannia Aachen. Big Points, die der KSC fahrlässig ausgelassen hat. Wer dachte zur Winterpause, dass die Mannschaft aus der Fächerstadt überhaupt noch einmal in Schlagdistanz zum 15. Tabellenplatz kommen könnte? Und dann ist die Chance da und wie eh und je schafft es der KSC nicht, aus den Fehlern der Gegner einen Vorteil zu ziehen. Warum sollte man nun also für das nahende Endspiel gegen die Eintracht überhaupt optimistisch sein? Sollen die Fans etwa wieder auf Fehler der Anderen hoffen, um ihr Team dann eventuell in der Relegation unterstützen zu müssen?

Aber mal ehrlich, bevor der KSC seine Fans in zwei Relegationsspielen - die Endspiele unter den Endspielen und somit alles andere als KSC-Gebiet - erneut enttäuscht, wäre ein direkter Abstieg vielleicht sogar die bessere Alternative. Noch mehr Enttäuschungen und Tiefschläge kann man den treuen Fans der Blau-Weißen eigentlich nicht zumuten. So hart es auch klingen mag. Fast könnte man dem Team zurufen: Ganz oder gar nicht!

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