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Frankfurt Rückschlag im Abstiegskampf: KSC unterliegt beim FSV

Der Karlsruher SC musste am Sonntagmittag einen Dämpfer im Abstiegskampf der zweiten Fußball-Bundesliga hinnehmen. Beim direkten Konkurrenten FSV Frankfurt unterlagen die Badener mit 2:1 (2:0).

Der KSC, bei dem Matthias Cuntz nach abgesessener Sperre wieder in der Startelf stand, fand schwer in die Begegnung. Die Anfangsminuten gehörten klar den Gastgebern, die durch Chadli Amri (5. Minute), Björn Schlicke und Micanski (14.) gleich drei gute Möglichkeiten hatten.

Immer wieder wurde die Karlsruher Defensive mit schnell vorgetragenen Angriffen unter Druck gesetzt. Entlastungsangriffe gelangen dem KSC kaum, immer wieder schlichen sich leichte Fehler ins Aufbauspiel der Badener ein.

Ergebnisse und Tabelle 2. Bundesliga - 23. Spieltag

Früh in der Partie der erste Wechsel: In der 26. Minute musste Frankfurts Amri nach einem Zusammenstoß mit KSC-Torwart Dirk Orlishausen mit einem Schien- und Wadenbeinbruch ausgewechselt werden. Für ihn kam Karim Benyamina in die Partie. Der FSV zeigte sich jedoch wenig beeindruckt von diesem Rückschlag und spielte weiter mutig nach vorne.

KSC kassiert 26. Gegentor nach Standardsituation

Wie einfach die neu formierte Karlsruher Abwehrreihe noch auszuhebeln ist, demonstrierten die Gastgeber in der 32. Minute. Bei einer hohen Hereingabe von Zafer Yelen in den Strafrasum stimmte die Zuordnung beim KSC nicht, Micanski kam frei zum Kopfball und nickte zur 1:0-Führung für den FSV ein.

Kurz vor der Halbzeit dann der zweite Nackenschlag: Nach einem Eckball konnte Steffen Haas einen Schuss noch blocken, doch Samil Cinaz kam an den Ball und brachte ihn zum 2:0 für Frankfurt über die Linie (43.). Es war der 26. Gegentreffer für den KSC nach einem Standard. 

In der Halbzeitpause wechselte auch der KSC ein erstes Mal: für Cuntz kam Simon Zoller. Die erste gefährliche Torchance hatte dann aber Klemen Lavric nach gut 55 Minuten. Der Ball ging knapp über das Tor. Weiter gab es kaum nennenswerte Szenen für die Karlsruher, viel zu durchsichtig waren die Angriffe. Einzig nach ruhenden Bällen wurde es vor dem Frankfurter Tor gefährlich. 

Erst nach 71 Minuten gelang es dem KSC erstmals in dieser Partie den Ball sicher durch die eigenen Reihen laufen zu lassen und sich so eine Chance zu erarbeiten - gleich mit Erfolg. Denn Zoller stand plötzlich im Strafraum frei und schoss zum 2:1 ein (72.). Damit war Spannung für die Schlussminuten garantiert. 

In der letzten Viertelstunde schickte KSC-Coach Andersen mit Marco Terrazzino eine frische Offensivkraft auf das Feld. Er ersetzte Kapitän Iashvili. Die besseren Chancen hatte aber weiterhin der FSV. Karlsruhe konnte sich einmal mehr bei Schlussmann Orlishausen bedanken, der das Spiel mit seinen Paraden bis zum Ende offen hielt. 

Mit dieser Niederlage rutschte der KSC wieder auf den vorletzten Tabellenplatz ab. 

Aufstellung FSV 1899 Frankfurt: Klandt - Huber, Schlicke (46. Konrad), Gledson, Teixeira - Cinaz, Heitmeier - Görlitz (75. Yun), Amri (26. Benyamina) - Micanski, Yelen.
Karlsruher SC: Orlishausen - Staffeldt, Soumaré, Rada, Charalambous - Haas - Groß (85. B. Müller), Cuntz (46. Zoller) - Calhanoglu - Lavric, Iashvili (75. Terrazzino). 

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