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Karlsruhe Pleite zum Abschluss: KSC unterliegt "Löwen" mit 1:3

Der Karlsruher SC verabschiedet sich mit einer Niederlage in die Winterpause: Am 19. Spieltag unterlagen die Badener mit 1:3 (0:1) gegen den TSV 1860 München und bleiben damit auch im fünften Spiel unter Cheftrainer Jörn Andersen ohne Punktgewinn.

"Verdient es euch!" stand in großen Lettern auf einem Plakat im Fanblock des Wildparkstadions. Auf dem Rasen bemühte sich der KSC dieser Aufforderung nachzukommen und sich die Liebe der Fans zurückzuerobern, klappen wollte dies in der ersten Halbzeit aber noch nicht. So schallten lediglich vereinzelt Gesänge der "Löwen"-Fans durch das Stadionrund.

Unterdessen hatte der KSC wieder ganz früh in der Partie eine gefährliche Situation zu überstehen: Bereits nach 85 Sekunden brannte es ein erstes Mal im Karlsruher Strafstoß, als Stefan Aigner nach Freistoß von Daniel Bierofka den Ball an den Pfosten köpfte.

Auf der Gegenseite hatte Bogdan Müller eine gute Chance, nach Steilpass von Klemen Lavric im Laufduell mit einem Münchner Verteidiger aber keinen platzierten Schuss zustande brachte (5. Minute). Anschließend bestimmten einmal mehr Fehler im Spielaufball und leichte Ballverluste das Geschehen. Dazu sah Giuseppe Aquaro in der 14. Minute seine 5. Gelbe Karte der Saison und wird beim nächsten Spiel fehlen.

Lange passierte nichts mehr auf dem Feld.Erst eine Flanke von Djordje Rakic, die Benjamin Lauth mit der Brust zurücklegte nutzte Bierofka, um die Gäste aus München etwas überraschend in Führung zu bringen. Dirk Orlishausen war bei dem Schuss aus 20 Metern machtlos (32.).

Kurz vor der Halbzeit die Riesenchance für den KSC zum Ausgleich: Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld kam Dennis Kempe frei zum Kopfball, das Leder knallte jedoch an die Querlatte (44.). Diese Aktion war das von den Fans erhoffte Zeichen, die zu Beginn des zweiten Spielabschnitts ihren KSC wieder lautstark unterstützten.

Die nächste Chance hatte aber erneut München, als Stefan Buck nach einem Freistoß auf das Tor von Orlishausen brachte (63.). Um wieder etwas Schwung in das Spiel seiner Mannschaft zu bringen, wechselte Andersen einen frischen Stürmer ein: Für Lavric kam Anton Fink (67.).

Bierofka sorgt für Entscheidung

Die erste nennenswerte Chance hatte dann aber Christian Timm, der den Ball aus knapp zehn Metern aber auf das Tornetz lüpfte (69.). Drei Minuten später war es dann endlich soweit: Nach Vorarbeit von Timm war es der eingewechselte Marco Terrazzino, der den umjubelten Ausgleichstreffer zum 1:1 erzielte (72.).

Die Befreiung schien geglückt, der KSC drängte sogar auf das Führungstor. Doch dann schlugen die "Löwen" eiskalt zurück: Nach einem Freistoß stand Stefan Aigner genau richtig und köpfte zur erneuten Führung für die Gäste ein (80.). In der 87. Minute erhöhte Bierofka vom Elfmeterpunkt das entscheidende 1:3. Vorausgegangen war ein Foul von Niklas Hoheneder an Kevin Volland.

Aufstellung KSC: Orlishausen - Lechner, Hoheneder, Aquaro, Kempe - Groß (84. Milchraum) - Müller (46. Terrazzino), Iashvili , Krebs – Timm, Lavric (67. Fink).

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