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Karlsruhe Aufräumarbeiten haben begonnen: KSC plant neuen Kader

Es war eine bittere Saison für den Karlsruher SC mit einem knüppeldicken Ende: Abstieg in die 3. Liga. Herrschte nach dem Schlusspfiff am Montagabend Unglaube und Enttäuschung vor, begannen am Dienstagabend die "Aufräumarbeiten" und die Planungen für die Saison 2012/13.

Die Bagger, die am Dienstag im Wildparkstadion anrollten, hatten fast schon etwas symbolisches. In den kommenden Wochen werden die Spuren der Vergangenheit beseitigt, sprich die alten Wellenbrecher in den Blöcken D1 und A4 abgetragen und (hoffentlich pünktlich) zur neuen frisch hergerichtet.

Eine ähnliche Aufgabe erwartet die Verantwortlichen des KSC in den kommenden Wochen. Vom Zweitligakader wird nicht mehr viel übrig bleiben. Manager Oliver Kreuzer äußerte im Gespräch mit ka-news die Hoffnung vielleicht sieben oder acht Spieler in Karlsruhe halten zu können. Sie sollen das Grundgerüst des neuen KSC bilden.

Gespräche laufen auf Hochtouren

Doch aktuell haben nur Hakan Calhanolglu, Timo Kern, Sebastian Schiek und Dirk Orlishausen einen gültigen Vertrag. Wer die weiteren Spieler sind, wollte Kreuzer am Dienstag nicht sagen. "Ich habe schon mit vielen Beratern gesprochen und ihnen gesagt, dass ich schnell eine Entscheidung brauche."

Kreuzer weiter: "Einige Spieler haben seit Wochen Vertragsangebote für beide Ligen auf dem Tisch. Sie Jungs haben natürlich immer gewartet was mit dem Verein passiert. Jetzt wird man sehen, ob die Jungs auch in der dritten Liga bleiben wollen."

Ein Akteur der sicher nicht mehr das Trikot des KSC tragen wird, ist Marcus Piossek. Der Mittelfeldspieler, der verletzungsbedingt nur im Regionalligakader des KSC im Einsatz war, wechselt zum Drittligisten VfL Osnabrück. Dort unterschrieb er einen Vertrag bis 30. Juni 2014. Auch die Winterneuzugänge Makhtar Thioune, Elias Charalambous, Bakary Soumaré und Íonut Rada werden den Verein wieder verlassen.

"Es hat wirklich keiner geglaubt, dass wir absteigen. Auch die potenziellen Neuzugänge haben sich auf die zweite Liga fokusiert. Jetzt ist es doch die 3.  Liga geworden und wir müssen schauen, wie Spieler, mit denen wir verhandelt haben, reagieren", so Kreuzer.

Kein kompletter Neuaufbau

Ein Kader mit 20 bis 22 Spieler strebt der KSC-Manager, der noch einen Vertrag bis 30. Juni 2012 besitzt, an. Dazu könnte noch das ein oder andere Talent aus der A-Jugend kommen. "Wir wollen einen schlanken Kader, aber du brauchst auch eine schlagkräftige Truppe", erklärt Kreuzer gegenüber ka-news die aktuell schwere Personalsituation. "Was ich vermeiden will ist der totale Neuaufbau."

Es sei ausgeschlossen, dass der KSC 20 Spieler von anderen Vereien hole, denn dann hätte man ein ähnliches Problem wie vor dieser Saison: man müsste sich erst als Team finden. Und die Zeit drängt: Am 6. Juni bittet Trainer Markus Kauczinski sein Team zum Traininsauftakt, am Wochenende 20.-22. Juli ("Das Fest"-Wochenende) beginn die neue Drittligasaison. Wenige Wochen bleiben Kreuzer, Kauczinski und allen KSC-Verantwortlichen, die "Baustelle" Kaderplanung abzuschließen.

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