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Karlsruhe Kann der Dauerpatient KSC die Wildpark-Klinik bald verlassen?

Drei Spiele sind seit der Winterpause vergangen. Der Karlsruher SC ist aus dieser Spielpause überraschend gut ins Fußballjahr 2012 gestartet. Zwei Siege stehen dem Zweitligisten zu Buche, dazu kommt ein Unentschieden. Die letzten zwei Spiele stand beim KSC sogar hinten die Null. Totgeglaubte leben länger, besagt ein bekanntes Sprichwort. Doch der Gesundheitszustand des KSC ist noch immer kritisch. Nun heißt es über den Berg kommen. Die Intensivstation der Wildpark-Klinik will schließlich bald verlassen werden.

Sportarzt Jörn Andersen konnte tun und lassen, was er wollte. Sein Patient, die Mannschaft des KSC, gab keine Lebenszeichen von sich. Schon vor der Winterpause erklärten viele Spezialisten den Problempatienten für tot. Nie und nimmer würden sich die Blau-Weißen ins Leben zurückkämpfen können.

Neue Abwehrkräfte für den KSC-Körper

Doch Klinikdirektor Ingo Wellenreuther und sein Chefchirurg Oliver Kreuzer gaben das Sorgenkind nicht auf. In einer Notoperation um Leben und Tod wurden dem KSC unwichtige Organe entnommen. Das Hauptaugenmerk des Eingriffs lag auf der instabilen Abwehr. Teile, die nicht funktionierten, wurden entfernt. Neue Abwehrkräfte wurden dem kalten KSC-Körper hingegen einverleibt. Allesamt lebenserhaltende Maßnahmen, die Chirurg Kreuzer umsetzte. Doktor Andersen schaffte es nach der Winterpause, dem Patienten neues Leben einzuhauchen, nachdem der Kreislauf in der Vorbereitung noch nicht richtig in Schwung kam.

Eine neue Seele für das KSC-Spiel gabs zudem aus dem eigenen Umfeld obendrauf. Der junge Hakan Calhanoglu soll nun dafür sorgen, dass der Kreislauf in Fahrt kommt. Und das schafft er! Der Körper hat die neuen Abwehrkräfte gut aufgenommen, scheint aufzublühen. Das Herz schlägt wieder - langsam. Denn noch ist der KSC lange nicht bereit und gewappnet, die Intensivstation zu verlassen.

Der Weg aus dem Krankenbett ist möglich

Der Zustand bleibt kritisch, lebensbedrohlich sogar. Ein Abstieg käme dem Tod gleich. Nach und nach, von Spiel zu Spiel, müssen nun alle Organe der Mannschaft einwandfrei funktionieren, damit der angeschlagene KSC gesund wird. Ein Aufstehen aus dem Krankenbett ist durch die erfolgreiche Serie geebnet, jetzt muss der Patient seinen Überlebenswillen beweisen. Kämpfen. Rückschläge verkraften. Den Kampf gegen den Tod gewinnen. Das ist der KSC seinen Angehörigen, die seit Jahren treu am Krankenbett Wildparkstadion wachen, schuldig.

Dann kann der Dauerpatient nach dem 34. Spieltag die Intensivstation eventuell verlassen und richtig gesund werden. Und wer weiß, vielleicht zeichnen sich Chefchirurg Kreuzer und der behandelnde Arzt Andersen in Zukunft sogar als erfolgreiche Schönheitschirurgen aus. Aber dafür muss sich der KSC erst rehabilitieren und die Klasse halten. Und das ist momentan erstmal alles, was sich die besorgten und allzeit treuen Angehörigen wünschen.  

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Kommentare (65)
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  •   schwarzvoraugen
    (2581 Beiträge)

    25.02.2012 14:25
    Welch ein bescheidener Kommentar
    Chirurg Kreuzer hat dem Patienten zunaechst einmal einen toedlichen Pillen Cocktail verabreicht, welcher zu einem lebensbedrohlichen Kollaps gefuehrt hat.

    Klinikdirektor Wellenreuther stand in dieser Zeit teilnahmslos daneben.
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  • 0
    unbekannt
    (1446 Beiträge)

    23.02.2012 16:41
    Dank an dayray!
    Was er oben schreibt, bringt doch die Sache auf den Punkt!

    Und wenn man sich anschaut wieviel an Schulden in den letzten 1,5 Jahren IW-Präsidium aufgenommen und investiert wurden für den "Erfolg" von zweimal Abstiegskampf hintereinander, dann relativiert sich nach Kosten-Nutzen-Sicht der derzeitige sportliche Erfolg doch recht schnell.

    Nach meiner Sicht reicht es auf diesem Weg kurzfristig wohl schon für einen vorübergehende Verlegung von der Intensiv runter. Nur leider, um dann den Patienten infiziert mit einer schweren Autoimmun-Erkrankung aus wirtschaftlichem Harakiri-Kurs und unprofessionellen Strukturen ohne funktionierende Kontrollmechanismen in der Kiste aus der Klinik zu tragen.

    Doch bis dahin ist ja dann die OB-Wahl gelaufen... Operation gelungen, Patient tot.
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  • 0
    unbekannt
    (1446 Beiträge)

    23.02.2012 16:53
    Und zu dem Argument
    daß bei einer Professionalisierung die Mitglieder nichts mehr zu sagen hätten, ist es doch eine Frage wie man den Vereinseinfluß mehrheitsmäßig gestaltet.

    Abgesehen davon haben die Mitglieder bei heutigem Stand doch überhaupt keinen Einfluß auf das laufende Geschehen. Man kriegt doch als Mitglied noch nicht einmal auf normalem Weg Informationen über den genauen Stand der Dinge und jeder Vereins-Funktionär, der ohne Erlaubnis von IW eine Info weitergibt steht mit zwei Beinen im Vereinsausschluß, wenn er vom großen Zensor erwischt wird. Mitreden und Mitentscheiden nicht erwünscht und das wird durch den neuen Satzungsentwurf weiter zementiert.

    Demokratie und Mitbestimmung sieht anders aus!
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  • 0
    unbekannt
    (5582 Beiträge)

    23.02.2012 09:38
    am
    sonntag drei punkte und gegen düdorf werden wieder mehr zuschauer da sein, die halt nur kommen, wenn der KSC gut spielt. ich mag solche fans zwar nicht aber ohn die geht es nicht!
    aber erstmal 3 punkte holen am sonntag dann reden wir weiter.
    wir sind dabei und ich denke es wird ein deutliches heimspiel für unseren KSC!!!
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  •   Hexenbesen
    (1545 Beiträge)

    22.02.2012 22:11
    Wildpark-Klinik?
    Ich lach' mich schlapp, okay war ja Fasching - eher Feldlazarett!
    Und: der Dauerpatient braucht sicher noch einige Frischzellen und Blutspenden. Vielleicht sollte man ihn deshalb in eine andere, neu gebaute Klinik mit entsprechender moderner Ausstattung verlegen und damit die Chancen auf vollständige Heilung zu vergrößern bzw. den Heilungsprozess zu beschleunigen!
    grinsen
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  • 0
    unbekannt
    (21 Beiträge)

    22.02.2012 19:23
    und ich dachte...
    das wäre die Schlagzeile, dass wir endlich ein neues Stadion bekommen....

    ich naiver Mensch.
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  •   Mozzer
    (1425 Beiträge)

    22.02.2012 22:12
    Ich dachte auch.....
    ...zuerst, es geht ums marode Stadion und darum, endlich ein neues Zauberkästchen zu bekommen.
    Trotzdem ist der Artikel gelungen. Schöne Betrachtung der bisherigen Saison......
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  • 0
    unbekannt
    (6 Beiträge)

    22.02.2012 14:12
    Auswärtssieg
    Sau wichtig wären erst mal drei Punkte in Frankfurt. Die zählen viel mehr als ein Sieg gegen Fortuna. Typisch KSC wäre aber wieder wenn wir beim FSV gewinnen, dann kommen gegen die Fortuna 20-25000 Zuschauer, wir verleiren 5:0 und bekommen den Rest der Saison wieder nur 11000 in den Wildpark
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  •   Torflut
    (2086 Beiträge)

    22.02.2012 13:15
    Ja Ja
    die Angst Wählerstimmen zu verlieren.
    OB und KSC Präsident vielleicht ein Vorteil.
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  • 0
    unbekannt
    (1924 Beiträge)

    22.02.2012 13:11
    ich denke...
    nach dem Düsseldooof-Spiel,wissen wir wo hin es geht.Sollten wir, und das glaube ich fest, bis dann 13 Punkte geholt haben,wird der Abstieg kein Thema mehr sein.Weil dann ist es möglich,alle zu schlagen..Dann sollten die Spieler,die sich voll reingehängt haben,auch die Reservisten,langfristiger gebunden werden,denn die haben es dann verdient und haben gezeigt,daß sie "hoch"wollen.Sponsorensuche muss sofort aktiviert werden.Unser Trainer,dem ich wenig zugetraut hatte,hat mich positiv überrascht.Und Herr O.Kahn mit seiner großen klappe, der soll sich einbringen und zeigen was er kann(kahn). 2014 erste Bundesliga und Karlsruhe ist dabei !!!! KSC forever.
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