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Karlsruhe KSC kündigt "null Toleranz" gegenüber Gewalttätern an

Zweitliga-Absteiger Karlsruher SC sieht sich nach dem Antrag des Kontrollausschusses des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) auf ein sogenanntes Geisterspiel ohne Zuschauer grundsätzlich zu Unrecht auf der Anklagebank.

"Hier geht es darum, dass ein Verein für das Verhalten von Gewalttätern oder Krawallmachern bestraft werden soll", sagte KSC-Präsident Ingo Wellenreuther der Nachrichtenagentur dpa. Der KSC habe sich von den Vorfällen distanziert. "Wir haben weiterhin auch deutlich gemacht, dass wir gegenüber Gewalt null Toleranz praktizieren werden", sagte er. Zum Antrag selbst wollte sich der CDU-Bundestagsabgeordnete mit Hinweis auf das laufende Verfahren nicht äußern.

Der DFB-Kontrollausschuss hatte für den badischen Traditionsclub am Dienstag einen kompletten Zuschauerausschluss für das erste Heimspiel der Saison zuzüglich einer Geldstrafe in Höhe von 15.000 Euro beantragt. "Wir werden den Sachverhalt erst einmal eingehend prüfen. Insbesondere die erhobenen Vorwürfe, die Begründung und das Strafmaß. Dann werden wir bis Montag dazu Stellung beziehen, vorher können wir dazu nichts sagen", erklärte Wellenreuther.

Nach dem Abstieg des badischen Traditionsclubs in die 3. Liga am 14. Mai war es im Anschluss an das Relegationsspiel gegen Jahn Regensburg zu schweren Ausschreitungen gekommen. Teilweise vermummte Anhänger hatten versucht den Platz und später auch den Sicherheitsbereich des Stadions zu erstürmen. Dabei flogen Steine, Gläser und Leuchtmunition. Rund 70 Personen wurden bei den Krawallen verletzt, unter ihnen auch 18 Polizeibeamte.

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