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Karlsruhe KSC entlässt Trainer Andersen - Kauczinski übernimmt

Der Karlsruher SC hat auf die negativen Ergebnisse der letzten Wochen reagiert und mit Jörn Andersen bereits zum zweiten Mal in dieser Saison den Trainer freigestellt. Dies teilten die Verantwortlichen am Montagmittag auf einer Pressekonferenz im Wildparkstadion mit. Nachfolger wird der bisherige Coach der U23 Markus Kauczinski.

Die Amtszeit von Jörn Andersen beim KSC ist nach nur viereinhalb Monaten beendet. KSC-Präsident Ingo Wellenreuther verkündete die Freistellung des Norwegers auf einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz am Montagmittag. Sportdirektor Oliver Kreuzer betonte, dass es "keine Entscheidung gegen den Menschen Andersen" gewesen sei. Aufgrund der Konstellation im Tabellenkeller der zweiten Liga und der neuerlichen 3:0-Niederlage in Fürth kam man am späten Sonntagabend jedoch zu dem Entschluss, dass man reagieren müsse.

Der ehemalige Torschützenkönig der Fußball-Bundesliga hatte erst im November den Cheftrainerposten von Rainer Scharinger übernommen. Bei seiner Amtsübernahme rangierten die Badener auf Rang 14 der Tabelle. Nach nur zwei Siegen, zwei Unentschieden und neun Niederlagen unter Andersen ist man derzeit Vorletzter. Der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt bereits sieben Punkte.

"Wir müssen alles tun, um die Klasse zu halten"

Daher sah sich der Verein zum Handeln gezwungen und präsentierte mit Kauczinski gleich einen neuen Coach. "Mit Herrn Kauczinski haben wir einen Cheftrainer, der erreichen soll, dass der KSC die Klasse hält", so Wellenreuther. Der 41-jährige war bereits drei Mal Interimstrainer beim KSC und ist nicht nur Nachfolger von Andersen, sondern auch dessen Vorgänger: Nach der Trennung von Scharinger, nahm der bisherige U23-Trainer im Heimspiel gegen den FC Ingolstadt auf der Bank platz und feierte prompt einen 3:2-Sieg.

Eine Woche später, bei der Auswärtsniederlage in Paderborn, saß dann bereits Andersen an der Seitenlinie. Ein langfristiges Engagement bei den Profis kam für Kauczinski damals nicht in Frage, da ihm die nötige Fußballlehrerlizenz fehlte. Diese besitzt er allerdings seit vergangener Woche.

Kauczinski arbeitet seit 2001 im Wildpark, davor war er in der Jugendabteilung des FC Schalke 04 tätig. Seit 2009 war er für die zweite Mannschaft verantwortlich und springt nun zum vierten Mal bei den Profis ein - dieses Mal allerdings als langfristige Lösung, wie auch Wellenreuther betonte. Bisher trug er sechs Mal die Verantwortung bei der ersten Mannschaft und holte dabei immerhin acht Punkte - genau so viele wie Andersen in 13 Partien.

Vertrag läuft bis 2014 und gilt auch in der 3. Liga

Der neue Trainer nimmt seine Arbeit sofort auf und steht am Dienstag das erste Mal mit seinem neuen Team auf dem Trainingsplatz. "Die Situation ist brenzlig, aber die Situation ist nicht aussichtslos", so der frischgebackene Fußballlehrer. Sein Vertrag läuft über das Saisonende hinaus bis 2014. Das Arbeitspapier besitzt auch im eventuellen Abstiegsfall Gültigkeit.

Ob Co-Trainer Ralf Friedberger auch weiterhin dem Trainerstab angehören wird, ist derzeit noch nicht klar. Sportdirektor Oliver Kreuzer erklärte, man wolle in den nächsten Tagen klären, wie der Trainerstab in Zukunft aussehen wird. Eine Personalie, die in direktem Zusammenhang mit dem Trainerwechsel bei den Profis steht, wurde indessen bereits geklärt: Den frei gewordenen Cheftrainer-Posten bei der zweiten Mannschaft übernimmt ab sofort der bisherige Kauczinski-Assistent Marco Wildersinn.

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  •   Ingo1958
    (292 Beiträge)

    28.03.2012 17:56
    Feigling der Wellenreuther
    ich bin froh, dass Andersen weg ist, aber dass der Wellereuther sich hinter Kreutzer versteckt und sagt, auf Empfehlung von Kreutzer ist das geschehen, ist ein Hohn.

    Ingo, dieser große Feigling, und sowas will OB werden ?

    Nein, niemals
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  •   Ingo1958
    (292 Beiträge)

    28.03.2012 17:56
    Feigling der Wellenreuther
    ich bin froh, dass Andersen weg ist, aber dass der Wellereuther sich hinter Kreutzer versteckt und sagt, auf Empfehlung von Kreutzer ist das geschehen, ist ein Hohn.

    Ingo, dieser große Feigling, und sowas will OB werden ?

    Nein, niemals
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  •   kscdave
    (577 Beiträge)

    29.03.2012 00:40
    Hoffen wir
    Dass du mit dieser Meinung nicht allein dastehst, sonst geht Karlsruhe "baden"
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  • 0
    unbekannt
    (50 Beiträge)

    27.03.2012 12:11
    Meinungsfreiheit
    Hallo KA-News Team
    Was ist mit meinem Beitrag vom 26.3. passiert?
    Nach meiner Ansicht habe ich keinen Verstoß begangen
    Es ist nicht das erste Mal daß meine Meinugsfreiheit beschnitten wird.
    Oder ist das vielleicht Zensur?
    Gruß KSCOldie
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  •   NeubueserF
    (659 Beiträge)

    27.03.2012 12:23
    Kein Kommentar entfernt
    Wir haben am 26.3. keinen Kommentar von Ihnen gesperrt - allerdings steht von dem Datum ein Kommentar von Ihnen auf (aktuell) Kommentarseite 12 unter diesem Artikel hier, Überschrift des Kommentars "Andersens Entlassung". Haben Sie den vielleicht übersehen?

    Das bisher erste und einzige Mal, dass wir einen Kommentar von Ihnen sperren mussten, war im Oktober. In dem Fall hatten Sie Freude über den Tod eines Geisterfahrers geäußert, was wir schon aus Rücksicht auf die Angehörigen nicht stehen lassen konnten.
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  •   soisches
    (532 Beiträge)

    27.03.2012 15:42
    Aus Rücksicht vor
    den Angehörigen sollte man prinzipiell überhaupt nicht bei Unfällen kommentieren können. Leider haben nur wenige der Schreibelinge überhaupt ein Gefühl und Respekt für solche Situationen. Sehe ich das überzogen oder wie oft werden denn die Kommentare bei schweren Unfällen gesperrt?
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  •   NeubueserF
    (659 Beiträge)

    27.03.2012 15:59
    Kommentare
    Pauschal würde ich das nicht sagen. Gerade bei Facebook beobachten wir immer wieder, dass es offenbar vielen auch einfach ein Bedürfnis ist, ihr Beileid auszudrücken. Leider gibt es aber immer wieder Ausnahmen. Um dem vorzubeugen, lassen wir bei besonders schweren / tödlichen Unfällen normalerweise von Anfang an keine Kommentare zu.

    Eine Ausnahme sind hier die Artikel, die wir über die Deutsche Presseagentur dpa beziehen (der Geisterfahrerartikel war ein solcher, meine ich). Diese Artikel laufen automatisch im Redaktionssystem ein, so dass wir das Kommentieren erst im Nachhinein ausschließen können. In solchen Fällen kann es vorkommen, dass schon jemand den Artikel kommentiert hat.
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  •   NeubueserF
    (659 Beiträge)

    28.03.2012 12:13
    Korrektur
    Ich muss mich an dieser Stelle entschuldigen und meinen Kommentar korrigieren: Ich habe mir gerade den gesperrten Kommentar von KSCOldie noch einmal angeschaut und er bezog sich NICHT auf einen tödlichen Geisterfahrer-Unfall, sondern um einen Zusammenstoß von zwei Radfahrern.
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  •   honktonk
    (3196 Beiträge)

    27.03.2012 10:44
    Kritik kommt aus München, aber nicht aus Karlsruhe
    Aus der Süddeutschen:

    Der Verein hatte stets ein feines Gespür dafür, sich auf dubiose Geldgeber, unfähige Funktionäre und unpassende Übungsleiter einzulassen. So realitätsfremd wie unter der Führung des CDU-Politikers Ingo Wellenreuther hat er sich indes lange nicht mehr präsentiert. Größenwahn ist schwer heilbar.

    Naja, sehn wirs positiv: Wenigstens nimmt man uns ausserhalb vom nordbadischen Raum noch wahr. Wenns auch nur Geklüngel, Unfähigkeit, Gesichtskontrolle und Amtsanmaßung ist, aber immerhin.
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  •   phileas04
    (24 Beiträge)

    27.03.2012 11:01
    die süddeutsche
    der ging es offensichtlich nur drum, das politisch auszuschlachten, kaum zu glauben. Was hat das in dem Kommentar zu suchen, dass IW CDU Politiker ist. Das soll doch was suggerieren, insbesondere dann wenn man weiß für welches politische Lager die Süddeutsche steht.
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