77  

Karlsruhe KSC empfängt Aue: Ein Startsieg wäre enorm wichtig

Die Fans zählen schon die Minuten, endlich ist die Winterpause auch in der 2. Fußball-Bundesliga vorbei. Am Sonntagnachmittag darf dann auch der "runderneuerte" Karlsruher SC wieder auf Punktejagd gehen und das verkorkste Jahr 2011 vergessen machen. Gegner dabei ist Erzgebirge Aue (Anpfiff 13.30 Uhr).

"Die Defensive war unsere Achillessehne. Da mussten wir ansetzen. Bei den Neuzugängen, aber auch in den Trainingseinheiten", hatte KSC-Cheftrainer Jörn Andersen in dieser Woche im Interview mit ka-news erklärt. Am Freitag bekräftigte er diese Aussage: "Ich bin der Meinung, dass die Mannschaft sehr gut drauf ist."

Er denke, dass "wir mit einem besseren Gefühl in die Rückrunde gehen", als in die Spiele vor der Winterpause. Die Vorbereitung sei gut verlaufen, die Spieler hätten alle mitgezogen, nun gilt die gesamte Konzentration dem Spiel am Sonntagmittag. "Die nächsten beiden Tage gilt unsere volle Konzentration dem Spiel", so Andersen bei der Pressekonferenz.

Iashvili und Timm bilden Doppelspitze

Nebengeräusche sind unerwünscht. Doch für genau diese sorgt der aussortierte Florian Lechner. Aktuell trainiert er bei der zweiten Mannschaft des KSC mit, über seinen Anwalt ließ er nun jedoch verkünden, ab Dienstag kommender Woche wieder bei den Profis mittrainieren zu wollen. Klar ist, dass Lechner einen Anspruch auf ein Training bei einem Fußballehrer hat.

Beim KSC arbeitet man derzeit an einer Lösung. Möglich, dass Ede Becker zukünftig bei den Amateuren auf dem Trainingsplatz steht. Dieser hat die nötige Lizenz, der KSC käme seiner Verpflichtung nach und Andersen hätte keinen aussortierten Spieler im Profitraining.

In welcher Startaufstellung der KSC gegen Erzgebirge Aue antreten wird, steht indes noch nicht abschließend fest. Zwar kristallisiere sich eine Anfangself heraus, doch noch sind "drei bis vier Plätze offen", wie Andersen erklärt.

Vor allem im Mittelfeld herrscht großes Gedränge, denn hier streiten sich mit Steffen Haas, Matthias Cuntz, Pascal Groß, Hakan Calhanoglu und Makhtar Thioune gleich fünf Spieler um zwei Plätze. "Ich habe eine Idee im Kopf, mich aber noch nicht entschieden", so Andersen. Klar ist jedenfalls schon einmal, dass mit Christian Timm und Kapitän Alexander Iashvili eine Doppelspitze auf dem Platz stehen wird.

"Ich hoffe, dass wir Aue niederkämpfen können"

Definitiv verzichten muss man beim KSC auf Dennis Kempe und den gesperrten Giuseppe Aquaro. Neuzugang Ilias Charalambous wurde am Freitag geschont, da er gesundheitlich angeschlagen ist. Beim KSC hofft man aber, den neuen Linksverteidiger rechtzeitig fit zu bekommen, damit er am Sonntag auflaufen kann.

Wunderdinge dürfe man von der Viererkette mit Timo Staffeldt, Ionut Rada, Bakary Soumaré und eben Charalambous, der bisher zweimal mit der Mannschaft trainiert hat, jedoch noch nicht erwarten. "Wir müssen der Abwehr Zeit geben. Tag für Tag wächst da etwas", meint Andersen. Am Freitag trainierte übrigens Patrick Haag von der U23 auf der Linksverteidigerposition. Er könnte eine Alternative sein, eine weitere wäre Patrick Milchraum.

"Aue ist ein sehr unangenehmer, aber auch schlagbarer Gegner. Wir wollen dieses Spiel gewinnen - doch es muss uns auch klar sein, dass der Klassenerhalt nicht von diesem Spiel abhängt", so Andersen. "Ich hoffe, dass wir Aue niederkämpfen können." Ein Startsieg sei enorm wichtig - für das Team, das Umfeld und für das Selbstbewusstsein.

Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Unsere Sonderthemen
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (77)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!