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Karlsruhe KSC-Verteidiger Langkamp: "Wir werden auch freitags gewinnen"

Matthias Langkamp hat viel Geduld gebraucht. Es dauerte bis zum fünften Saisonspiel, ehe der ältere der beiden Langkamp-Brüder erstmals für die Startformation des Karlsruher SC nominiert wurde. In Cottbus packte der 25-Jährige dann aber sofort seine Chance am Schopfe.

Der Modellathlet spielte defensiv stark und traf mit einem Kopfballtreffer zum 1:0 für den KSC. Langkamp freut sich zwar, weiß aber auch, "dass man sich bei jedem Training, bei jedem Spiel empfehlen muss, wenn man in der ersten Elf bleiben will". Mit dem Innenverteidiger sprach Peter Putzing.

ka-news: Herr Langkamp, Sie waren der große Gewinner beim überzeugenden 4:2 Sieg des KSC in Cottbus.
Langkamp: Nein, so würde ich das nicht bezeichnen.

ka-news: Und warum? Sie standen erstmals in der Startelf, spielten gut und erzielten gleich einen Treffer.
Langkamp: In Ordnung, nennen wir es einen guten Einstand. Gewinner – das hört sich zu groß an.

ka-news: Stimmt es, dass Sie nur ausgewechselt wurden, weil Sie eine Kontaktlinse verloren haben?
Langkamp: Ja, ich bekam bei einem Zweikampf einen unglücklichen Schlag auf das Auge und ohne Kontaktlinse ist es schwierig für mich, dann sehe ich wenig. Daher ließ ich mich auswechseln.

ka-news: Hatten Sie damit gerechnet, dass der neue KSC-Coach Markus Schupp sich für Sie und gegen Dino Drpic entschied?
Langkamp: Ganz ehrlich: Eigentlich hatte ich schon früher damit gerechnet, dass ich spiele. Ich glaube, ich hätte es vorher schon verdient gehabt. Aber ich blieb ruhig. Jetzt kam ein neuer Trainer und das war für mich eine neue Chance. Zudem hatte ich das Glück, dass ich bei dem neuen Trainer trainieren konnte, während Dino mit der Nationalelf auf Reisen war. Da konnte ich mich zeigen.

ka-news: Wie ordnen Sie den Sieg in Cottbus ein? Ein verdienter Erfolg?
Langkamp: Insgesamt war das verdient. Wir haben schon in der ersten Halbzeit einen guten Fußball gespielt. Cottbus hat mit zwei Torschüssen zwei Tore gemacht, das war für uns völlig unglücklich. Wir haben auch deshalb verdient gewonnen, weil wir in der zweiten Hälfte nachgelegt haben.

ka-news: Apropos nachlegen. Jetzt kommt der FSV Frankfurt. Da muss man nachlegen, auch wenn das nicht leicht wird. Ihr Trainer Markus Schupp bezeichnet diese Partie als: "Das schwerste Spiel des Jahres!"
Langkamp: Der FSV ist unangenehm zu spielen. Trotzdem erwarten wir, nach dem guten Auftritt in Cottbus, dass wir ein gutes Spiel abliefern und gewinnen. Alles andere als ein Dreier bringt uns nichts. Wenn man bei einem Team wie Cottbus, das vorne mitspielen will, gewinnt, muss man das nächste Heimspiel erfolgreich bestreiten.

ka-news: Mit einem Heimsieg könnte das Team die Kurve kriegen, hin zum ersten Drittel in der Tabelle.
Langkamp: Richtig. Dann hätten wir zehn Punkte und wären im oberen Tabellendrittel - wären dort, wo wir hinwollen. Dann können wir von Spiel zu Spiel schauen und den nicht so tollen Start vergessen lassen.

ka-news: Sie sind jetzt einem Stammplatz näher als vor ein paar Wochen.
Langkamp: Vielleicht. Jeder muss sich jeden Tag neu beweisen, wenn er spielen will. Ich hatte vorher einen dicken Hals, dass ich nicht gespielt habe. Jetzt, wo ich im Team bin, will ich diesen Platz natürlich verteidigen.

ka-news: Denkt man als Spieler daran, dass der KSC in dieser Saison bisher nur am Montagabend gewonnen hat?
Langkamp (lacht): Ich habe nach dem Spiel in Cottbus zu den Jungs gesagt: Hey, lasst uns einfach immer nur montags spielen, dann sind wir ganz vorne dabei. Im Ernst: Wir werden auch freitags gewinnen.

(Interview: Peter Putzing)

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