46  

Karlsruhe KSC-Stürmer Terrazzino: "Jedes Spiel ist für uns ein Endspiel"

Als Marco Terrazzino aus Hoffenheim zum Karlsruher SC wechselte, lieferte er Top-Partien am Fließband ab. Dann kam eine Verletzung und der vielseitige Offensivspieler kam etwas aus dem Rhythmus. In St. Pauli stand Terrazzino erstmals seit vergangenem Oktober wieder in der Startelf.

KSC-Trainer Jörn Andersen nominierte ihn als Stoßstürmer. Terrazzino ackerte und rackerte, aber ein Treffer blieb ihm - trotz zweier Chancen - versagt.

Mit dem DFB-Auswahlspieler sprach Peter Putzing

Herr Terrazzino, wie ist denn die Stimmung nach drei Niederlagen in Folge?
Am Tag nach dem 0:1 in Pauli war die Enttäuschung riesig, denn wir haben läuferisch, kämpferisch und auch taktisch ein gutes Spiel gemacht. Das Ergebnis war enttäuschend, weil wir mehr erhofften und mehr verdient gehabt hätten. Aber jetzt heißt es, gegen Rostock zu punkten. Vor allem: mehr Akzente in der Offensive setzen. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir da die drei Punkte mitnehmen können.

Sie wurden überraschend als Stoßstürmer aufgeboten. Haben Sie damit gerechnet?
Es hat sich im Training abgezeichnet, und es hat mich gefreut, denn die Position ganz vorne im Angriff habe ich in der Jugend meist gespielt. Daher war es nicht ungewohnt für mich. Es war seit Oktober 2011 mein erstes Spiel von Anfang an. Ich denke, es hat ganz gut geklappt.

Sie hatten eine Großchance und nochmals eine gute Gelegenheit...
Ja. Die erste Chance muss ich rein machen. Klar hat der Keeper gut gehalten - aber ich muss das Ding rein machen. Ohne wenn und aber. Beim zweiten Mal wollte ich den Ball ins lange Eck schlenzen, habe den Ball aber leider nicht richtig getroffen. Das war besonders ärgerlich, weil wir keine Punkte holten. Wären wir in Führung gegangen, dann wäre es bestimmt ganz anders gelaufen. Ich glaube, das mit der Chancenverwertung kommt, wenn man sicherer wird.

"Wir müssen aggressiver und überzeugter sein"

Das heißt: Die Sicherheit kommt mit der Spielpraxis. Wenn Sie also gegen Rostock vom Anpfiff an in der Spitze spielen - dann machen Sie ein Tor?
Das ist immer das Ziel, ganz klar. Aber erst einmal muss ich mich dem Trainer anbieten und der mich dann stellen. Ob im Zweiersturm oder als Stoßstürmer – egal. Ich werde mich reinhauen.

Rostock – das ist doch schon ein Endspiel, oder? Trainer Andersen spricht von einem Sechs-Punkte-Spiel.
Es ist auf jeden Fall ein sehr wichtiges Spiel. Wenn wir verlieren würden, wären wir Letzter. Gewinnen wir, und davon gehe ich aus, dann ist Rostock zunächst einmal etwas weg. Aber nicht nur das Rostock-Spiel ist wichtig – jedes Spiel ist für uns ein Endspiel. Wenn wir so auftreten wie gegen Pauli, dann holen wir auch Punkte.

Aber dazu müssten die Stürmer endlich einmal wieder treffen.
Richtig. Wir müssen aggressiver und überzeugter sein, daran glauben – dann klappt des.

Gibt es jemand im Team von Rostock, vor dem Sie besonderen Respekt haben?
Marek Mintal hat schon seine Klasse in der ersten Bundesliga gezeigt. Wenn der eine Chance bekommt, fackelt er nicht lange. Aber wenn unsere Abwehr so wachsam wie in Pauli ist, dann bekommen wir auch diesen tollen Spieler in den Griff.

Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Unsere Sonderthemen
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (46)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!