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Karlsruhe KSC-Profi Krebs im Interview: "Jetzt ist alles möglich"

Gaetan Krebs spielte in den letzten Partien des Karlsruher SC groß auf. Es scheint so, als sei der kleine Franzose seit dem Abgang des glücklosen Jörn Andersen als Cheftrainer eine Riesenlast von den Schultern genommen worden. Der 26-Jährige darf endlich spielen, endlich wird er beachtet, endlich lohnt sich das enorme Trainingsengagement.

Unter Ex-Trainer Andersen war all das umsonst, da versauerte Krebs auf der Tribüne. Markus Kauczinski hingegen setzt auf den laufstarken Techniker, stärkt ihm den Rücken, ohne dass er ihm gleichzeitig eine allzu große Last aufbürdet.

Mit Krebs sprach Peter Putzing

Herr Krebs, Sie blühen auf seit Jörn Andersen nicht mehr Cheftrainer ist.
Ich darf spielen. Herr Andersen hat nicht auf mich gesetzt, obwohl ich meiner Meinung nach gut trainiert habe. Ich habe das Gespräch mit ihm gesucht, wollte die Gründe erfahren. Es half nichts - ich bekam keine Chance.

Markus Kauczinski erklärte, dass  einige wohl zu viel von Ihnen erwarten würden, dadurch zu viel Druck erzeugten. Manche würden meinen, Sie sollten den Zweikampf in der Defensive gewinnen, dann die Flanke schlagen und danach diese selbst ins gegnerische Tor köpfen...?
Das mag schon sein... Aber es ist ganz einfach so, dass es für einen  Spieler immer gut ist zu wissen, dass der Trainer hinter ihm steht.

Was war denn der Schlüssel zum Erfolg für das 2:0 über Paderborn?
Geduld war der Schlüssel zum Erfolg, zudem haben wir gnadenlos effizient gespielt. Und: Wir haben den Paderbornern fast keine Chance gelassen. Das ist ein Erfolg des Teams.

Sie haben gegen Paderborn nicht nur gut gespielt, sondern auch getroffen. Aber schon zuvor wäre ein Tor möglich gewesen, als sie Marco Terrazzino wunderbar frei spielten, der aber knapp danebenschoss.
Ja, das war eine schöne Aktion, und es war richtig schade, dass es nicht geklappt, hat. Das hätte noch früher Ruhe und Selbstbewusstsein in unser Spiel gebracht. Für mich läuft es im Moment ganz gut für das Team auch. Das ist schön und gut.

Das Selbstvertrauen ist doch jetzt, nach dem sicheren 2:0 Sieg  über den Aufstiegsaspiranten Paderborn, da.
Absolut. Wir können mit breiter Brust nach Aachen fahren?.

Um dort zu gewinnen?
Das ist immer unser  Ziel. Wir werden alles dafür tun. Der Trainer wird uns sagen, wie es gehen kann . Sollte aber am Ende ein Punkt und kein Sieg herauskommen, wäre ich eventuell auch zufrieden.

Die Chancen, den Klassenerhalt noch direkt zu schaffen, sind noch da. Wie schätzen Sie das ein?
Diese Chancen sind absolut noch da. Wir haben nur noch zwei Punkte Rückstand aufs rettende Ufer: Jetzt ist alles möglich. Ich will endlich auch weg von diesem Relegationsplatz. Für uns spricht, dass wir alle defensiv gut arbeiten, dass wir spielerisch gut sind, und dass wir wissen, dass wir gegen jeden Gegner gewinnen können.
 

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