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Karlsruhe KSC: Eichner-Nachfolger Andreas Schäfer im Gespräch

Das Erbe, das Andreas Schäfer (26) antritt, ist schwer. Der Linksfuß, der vom Zweitligaabsteiger VfL Osnabrück in den Karlsruher Wildpark wechselt, soll den zur TSG Hoffenheim abgewanderten Christian Eichner als linken Außenverteidiger ersetzen. KSC-Trainer Ede Becker traut ihm das zu. "Schäfer ist ein ähnlicher Typ wie Christian Eichner, auch er ist ein guter Vorbereiter." Mit Schäfer sprach Peter Putzing.

Schäfer absolvierte für Osnabrück in zwei Jahren 67 Zweitligaspiele, bereitete dabei elf Tore vor. Ein Treffer gelang ihm allerdings bisher noch nicht. Doch der Mann, der wie ein Namensvetter, der große "Winni" Schäfer, aus der Eifel stammt, will nicht zurückschauen, sondern nach vorne. Er will mit dem KSC den größtmöglichen Erfolg.

ka-news: Hallo Herr Schäfer, es geisterte durch die Gazetten, dass Sie etliche Angebote vorliegen hatten. Von welchen Clubs denn?
Schäfer: Es ist richtig, es gab einige Angebote. Aber Sie werden verstehen, dass ich diese Clubs nicht öffentlich mache, dass ich darüber nichts verrate. Da in den Zeitungen stand, dass Energie Cottbus Interesse hatte, kann ich das bestätigen.

ka-news: Cottbus ist wie der KSC Erstligaabsteiger. Warum fiel Ihre Entscheidung pro KSC aus?
Schäfer: Weil die Gespräche mit dem KSC gut waren und weil ich in Karlsruhe die besseren sportlichen Perspektiven sehe. Der KSC ist für mich ein Schritt nach vorne.

ka-news: Mit wem haben Sie geredet? Mit Manager Dohmen oder mit Trainer Ede Becker?
Schäfer: Mit beiden. Beide haben mich angerufen. Das waren wichtige Gespräche. Als Spieler muss man wissen, was der Trainer von einem erwartet, wie er mich sieht.

ka-news: Auf der Linksverteidigerposition kann aus dem Kader nur noch Stefan Buck zum Einsatz kommen. Aber der ist ein Allrounder. Ihre Konkurrenz ist also gering.
Schäfer: Ich las, dass Christian Eichner den Verein verlassen wird. Dann sagte man mir, dass man mich gerne als dessen Nachfolger verpflichten würde, das hörte sich vernünftig an. Ich hoffe, dass das auch so kommen wird.

ka-news: Ihre Statistik weist Sie als guten Vorbereiter aus. Aber Schäfer-Tore sind Mangelware. Bisher trafen Sie in Liga Zwei noch nie ins gegnerische Gehäuse.
Schäfer: Leider nicht. Das habe ich mir für die kommende Saison ganz fest vorgenommen. Irgendwann muss und wird der Knoten platzen. Aber vor mir spielen ja nicht acht andere Akteure, die die Aufgabe des Toreschießens übernehmen können.

ka-news: Christian Eichner war ein Eigengewächs, daher bei den Fans sehr beliebt. Zudem war er Vize-Kapitän. Das könnte ein großer Schatten für Sie werden.
Schäfer: Ich will das nicht eins zu eins aufrechnen. Wenn es ich so entwickelt, dass ich Verantwortung übernehmen kann, dann bin ich dazu gerne bereit. Aber dazu muss ich erst einmal sportlich überzeugen. Der Rest entwickelt sich dann.

ka-news: Ihr neuer Teamkollege Gaetan Krebs hat sein Ziel klar formuliert. Der Elsässer sagt: Ich will sofort in die Erste Liga aufsteigen!
Schäfer: Das ist schön.

ka-news: Und wie lautet Ihr Saisonziel?
Schäfer: Sicherlich ist der Aufstieg das große Ziel. Aber ob das sofort, in der kommenden Saison klappt - abwarten. Ich habe zwei Jahre Zweite Liga gespielt, und da auch immer gegen die Erstligaabsteiger und die hatten es alles andere als leicht. Dasselbe steht auch dem KSC bevor. Dass man oben mitspielen will ist klar, wenn am Ende der Aufstieg rumkommt, wäre das phantastisch. Mein persönliches Ziel ist es natürlich einmal in der Ersten Liga zu spielen. Auch aus diesem Grund habe ich den KSC gewählt, denn ich glaube dort kann das relativ zeitnah passieren.

ka-news: Man kennt Sie im Badischen noch nicht so sehr. Wie lautet denn Ihre Selbstbeschreibung - als Fußballer und als Privatperson?
Schäfer: So etwas mache ich nur ungern.

ka-news: Anders gefragt: Was macht Andreas Schäfer, wenn er nicht auf dem Fußballplatz steht?
Schäfer: Dann versucht er sich zu entspannen. Dann ist er gerne mit der Freundin und Freunden zusammen. Er geht gerne in die Sauna. Im Urlaub in Andalusien habe ich gerne gesurft.

ka-news: Kennen Sie jemand aus dem KSC-Team?
Schäfer: Ich kenne natürlich jeden, ich interessiere mich für Fußball! Aber Kontakt hatte ich bisher nur zu Christian Demirtas, mit dem ich in der Südwestauswahl gespielt habe. Übrigens sehr erfolgreich. Wir wurden mit der U 20-Südwestauswahl deutscher Meister, waren danach gemeinsam zwei Wochen auf Malta.

ka-news: Was überwiegt im Moment: die Nervosität oder Freude, dass es losgeht?
Schäfer: Ich freue mich nach den schönen Jahren in Osnabrück auf das Neue. Wie gesagt: Der KSC ist für mich ein Schritt nach vorne.

ka-news: Werden Sie konditionell in einer guten Verfassung erscheinen?
Schäfer: Absolut. Ich bin einer, der versucht die körperliche Fitness zu halten. Ich bin auch in der freien Zeit viel gelaufen, habe viel Sport gemacht.

(Interview: Peter Putzing)

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